Rückblick Olympia: Das war der Parcours im zweiten Umlauf Nationenpreis

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Ein kurzes Zurückblicken von Ludger Beerbaum nach der zweifachen Kombination, alles gut. Jede Stange blieb an dem Tag in ihrer Auflage und damit retteten Beerbaum und Casello den Deutschen das Stechen um die Bronzemedaille. Kann eine olympische Karriere besser enden? (© Pauline von Hardenberg)

Die Olympischen Spiele der Reitsportdisziplinen sind vorbei. Jede Mannschaft durfte mit einer Medaille nach Hause fahren und die letzte Medaille, die der Springreiter lassen wir nochmal revue passieren. Es war ein richtiger Krimi und fantastisch war die Leistung des Altmeisters Ludger Beerbaum, der die Medaille rettete.

Es war wieder ein netter Anfang: Die Mauer sprang sich gut und man konnte, je nach Pferd, sechs oder sieben Galoppsprünge machen. Lange Galoppstrecke zu Sprung drei und vier gaben Rhythmus. Mit acht oder neun Galoppsprüngen zu Sprung fünf, an dem sich viele Pferde festhielten (hatte dieselbe Optik wie die Kombination am ersten Tag und weg vom Ausgang zu springen nach der breiten Trippelbarre).Von fünf zu sechs A waren es eigentlich sechs Galoppsprünge, aber der ein oder andere machte sieben um genügend Versammlung zu haben, für die sehr enge Doppelplanke (zwei Galoppsprünge). Sprung sieben und acht waren breite Oxer im Rhythmus zu reiten, ohne Probleme für Reiter und Pferde dieser Klasse. Etwas eckig der Weg auf Sprung neun, dadurch die vier Galoppsprünge  zu Sprung zehn etwas weit. Der ein oder andere Reiter machte auch einen Galoppsprung mehr, also fünf insgesamt. Dreifache Kombination, 13A,B und C vom Ausgang weg mit breiten Einsprung luftigem Element als B und wieder eine breiten Oxer als C, das verlangte höchste Konzentration bei Reiter und Pferd ab.Springvermögen war am Aussparung gefordert. Danach lange fünf oder kurze sechs Galoppsprünge auf Sprung zwölf (luftiger Steil mit Wasser). Als Letztes kam nochmal ein sehr breiter Oxer “vor Kopf“‘ zu dem man acht oder neun Galoppsprünge machen konnte. Alles in allem ein sehr schwerer Kurs, aber fair. Es gab ausreichend Optionen, bei denen man aber immer auch die sehr knappe Zeit beachten musste wenn man einen Galoppsprung mehr machen wollte
Pauline von Hardenberg

Springreiter Florian Meyer zu Hartum analysiert für St.GEORG die Aufgaben, die den Springreiterin in Rio zu bewältigen haben. (© Pauline von Hardenberg)

Die Leistung von Ludger war ein absolutes Meisterstück! Null und ohne Zeitfehler bei dem Druck. Trotz des Druckes sprang Casello locker. Nicht mit der Brechstange wie bei anderen, wenn sie null sein müssen. Das nenne ich gutes Reiten und Horsemanship.
Es waren spannende, aber auch erfolgreiche Tage bei den Springreitern und es hat Spaß gemacht dabei zu sein. Wir machen uns jetzt auf die Heimreise, sagen Tschüss und auf Wiedersehen. Bis zum nächsten Mal.
Euer Florian

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