Abu Dhabi: Heimsieg und Platz zwei für von Eckermann im Großen Preis

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Philipp Weishaupt und Catokia beim Turnier der Sieger in Münster. (© Toffi)

Viele europäische Springreiter, die nicht in der Weltcup-Tour an den Start gehen, haben jetzt schon die Freiluftsaison in Florida oder im Nahen Osten eröffnet, so z.B. auch Philipp Weishaupt, Jörg Naeve, Miriam Schneider und Henrik von Eckermann. Sie waren am Wochenende beim CSI4* in Abu Dhabi am Start.

Im Großen Preis war allerdings kein Vorbeikommen an Abdullah Mohammed Al Marri, der für die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) an den Start geht. Er saß allerdings im Sattel eines deutschen Pferdes: der Hannoveraner Stakkato-Tochter Sama Dubai. Die kam bei Wilhelm Winkeler in Herzlake zur Welt, hat ihre internationale Karriere aber schon unter ihrem jetzigen Reiter begonnen. Sie waren in Abu Dhabi eines von nur zwei Paaren, die fehlerfrei durch den zweiten Umlauf kamen.

Das zweite waren der nun bei Bonn stationierte Schwede Henrik von Eckermann und Peter Pan, ein neunjähriger Hannoveraner v. Perigueux, den von Eckermann selbst Ende 2017 das erste Mal in der Youngster Tour präsentiert hat. Die beiden kamen im Stechen zwar nicht an die Zeit der Sieger heran, verbuchten aber mit einem fehlerfreien Stechen und dem zweiten Platz ihren bislang größten gemeinsamen Erfolg.

Die schnellste Vier-Fehler-Runde hatte Ramzy Al Duhami (KSA) auf dem elfjährigen Zangersheider Wallach Ted v. Waranta geliefert, Platz drei. Dahinter schlossen sich Ahmad Saber Hamcho (SYR) auf Lola V, Shane Breen (IRL) mit Colmar und Henrik von Eckermanns Schülerin Evelina Tovek (SWE) mit Dalila de la Pomme an.

Unter den Platzierten waren auch Philipp Weishaupt und die zehnjährige Oldenburger Check In-Tochter Che Fantastica. Sie wurden Neunte, nachdem sie mit der zweitbesten Vier-Fehler-Zeit aus dem Normalparcours gekommen waren.

Jörg Naeve und die zehnjährige Holsteiner Clarimo-Tochter Be Aperle VA hatten acht Strafpunkte auf dem Konto.

Wiedersehen mit alten Bekannten

Die Turniere im Nahen Osten sind auch insofern immer spannend, weil man dort mitunter Pferde wieder sieht, die man von hiesigen Turnierplätzen kennt, aber lange nicht gesehen hat. Das war dieses Wochenende nicht anders. So platzierte sich der UAE-Reiter Mohammed Al Hajri mit dem 16-jährigen Westfalen Pour Le Poussage v. Polytraum. Der war einst von Tobias Meyer in den (internationalen) Sport gebracht worden und mit ihm hoch erfolgreich. Zwischendurch ging er dann mit Kathi Offel und Oliver Lazarus, also alles Reiter, die mal für Jochen Scherer geritten haben, dem der Wallach einst gehörte. 2015 wechselte er in den Besitz des Russen Vladimir Tuganov, der ihn auch häufig selbst vorstellte. Doch seit 2017 geht er nun unter seinem jetzigen Reiter.

Für Saudi-Arabien springt nun der 15-jährige OS-Hengst Chap v. Cellestial. Heiko Schmidt hatte Chap gezogen und ihn ausgebildet. Mit ihm war Chap unter anderem Nationenpreis-siegreich und auf Fünf-Sterne-Niveau platziert. Im Frühjahr 2018 wechselte Chap in den Besitz der Südafrikanerin Kelly O’Connor, die ihn einige Male selbst auf Turnieren ritt, ehe im Herbst Abdullah Al Sharbatly die Zügel übernahm, der Silbermedaillengewinner der Weltreiterspiele 2010 in Kentucky.

Noch ganz frisch ist die Paarung Anna Kellnerová/Catch me if you can. Die beiden waren in Abu Dhabi einem Rahmenspringen fehlerfrei geblieben. Mehr dazu finden Sie in einer eigenen Meldung.

Deutsche Erfolge des Wochenendes in Abu Dhabi

Philipp Weishaupt war dieses Wochenende noch weitere Male platziert gewesen. In der zweiten Qualifikation für den Großen Preis wurde er mit der westfälischen Catoki-Tochter Catokia Zehnter nach einem Zeitfehler im ersten Umlauf.

Tags zuvor war er in der ersten Qualifikation über 1,45 Meter Zweiter auf dem Holsteiner Belo Horizonte v. Canturo gewesen. Jörg Naeve und Be Aperle wurden hier Neunte.

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