Amsterdam: Doppel-Erfolg für Ehning und Weishaupt

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Marcus Ehning und À la Carte im wichtigsten Springen des Freitags von Amsterdam 2020. (© DigiShots)

Nicht nur auf dem Dressurviereck des Weltcup-Turniers von Amsterdam waren die deutschen Reiter am Freitag erfolgreich. Auch im Parcours haben sie abgesahnt. Doppelt dürfte sich Marcus Ehning gefreut haben.

Denn der WM-Mannschaftsbronzegewinner saß heute im Qualifikations-Springen für den Großen Preis (1.50 Meter mit Stechen) im Sattel des zwölfjährigen À la Carte, den er noch nicht allzu lange unter dem Sattel hat, der aber zunehmend beständiger wird. Sie haben zusammen in Madrid ein Six-Bar-Springen gewonnen und waren in Genf Dritte im Coupe de Génève. Dies war nun der erste „normale“ Sieg für den NRW-Landbeschälers À la Carte v. Abke.

Marcus Ehning schwärmte später: „Ich war sehr zufrieden mit dem ersten Umlauf. Wir haben noch nicht so viele Stechen gemeinsam bestritten. Daher ist es eine besondere Freude für mich. Für mein Pferd ist es der erste Sieg in einem schwierigen Parcours. (…) Ich verspreche mir viel von diesem Pferd für das kommende Jahr.“

Warum? Dazu sagt der Meister im Sattel: „Ich weiß, dass er ein Pferd ist, das alles springen kann und mit dem ich extrem enge Wendungen reiten kann. Ich habe es versucht und es hat geklappt.“

Deutsch-deutsches Duell um den Sieg

Die Entscheidung an der Spitze war allerdings eine hauchdünne zwischen Ehning und seinem schnellsten Verfolger, Philipp Weishaupt im Sattel des zehnjährigen Hannoveraner Contagio-Sohnes Coby. Gerade mal zwei hundertstel Sekunde trennte die beiden voneinander. Bei Ehning und À la Carte standen 36,10 Sekunden auf der Anzeigentafel, bei Weishaupt und Coby waren es 36,12.

An dritter Stelle reihte sich mit einer 37,93 Sekunden-Runde im Stechen ein Kollege von Philipp Weishaupt aus dem Stall Beerbaum ein, der allerdings für Irland startet: Eoin McMahon. Er ist es jetzt, der den 14-jährigen OS-Wallach Chacon v. Chacco-Blue vorstellt, den Madeleine Winter-Schulze einst für Ludger Beerbaum erworben hatte. Zuvor war der Wallach auch schon mit Philipp Weishaupt erfolgreich.

Platziert war mit einem Abwurf im Stechen auch Markus Brinkmann im Sattel seines besten Pferdes, des Diamant de Semilly-Sohnes Dylon. Henrik auf dem zwölfjährigen Hannoveraner Best Boy, auch dies ein Sohn von Gerrit Niebergs Erfolgshengst Contagio, war einer von zwei Reitern ohne Abwurf, aber mit Zeitfehler im Normalparcours.

Bei Daniel Deußer und Calisto Blue war schon im Normalparcours nicht alles liegen geblieben, vier Strafpunkte für die beiden. Alle Ergebnisse aus Amsterdam finden Sie hier.

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