Fünfter Sieg in der Amsterdamer Weltcup-Kür für Isabell Werth und Weihegold

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Zum fünften Mal in Folge gewannen Isabell Werth und Weihefold die Weltcup-Kür von Amsterdam. (© FEI/Leanjo de Koster)

Amsterdam ist ihr Turnier! 2016 waren Isabell Werth und Weihegold hier zum ersten Mal gemeinsam am Start, jedesmal gewannen sie die Weltcup-Kür. So auch dieses Jahr. Wobei Charlotte Dujardin und Freestyle ihnen dicht auf den Fersen waren.

Mit 90,280 Prozent setzten Isabell Werth und Weihegold sich gegen Charlotte Dujardin und ihre nun elfjährige Hannoveraner Fidermark-Tochter Freestyle durch, die mit 89,505 Prozent einen neuen persönlichen Rekord verzeichneten. Werth: „Hier in Amsterdam hat für Weihe und mich alles angefangen als wir 2016 hier die Weltcup-Etappe gewannen. Darum war Amsterdam immer besonders für uns. Von hier aus sind wir in den Sport hineingewachsen und es ist wunderbar, dass sie sich immer noch so gut und motiviert und engagiert anfühlt mit ihren 15 Jahren.

Es sind nicht die spektakulären Bewegungen, mit denen Weihegold punktet. Starken Trab & Co. können andere besser. Da gab es auch heute von den Richtern unisono nur eine 7. Dass die Oldenburger Don Schufro-Tochter am Ende dennoch auf deutlich über 90 Prozent kommt, liegt zum einen an etwas, was die „Hater“ in den sozialen Netzwerken zu übersehen scheinen: Zwischen Reiterin und Pferd besteht absolute Harmonie. Wenn es ein Paradebeispiel für Durchlässigkeit und losgelassener, vertrauensvoller, motivierter Mitarbeit gibt, dann Weihegold. Das ist die Basis für Teil zwei, der Punkte bringt: technische Brillanz. Nur wenige Pferde piaffieren und passagieren auf diesem Niveau, völlig frei von Spannung und trotzdem voller Kraft und Eifer.

Wenn Charlotte Dujardins Freestyle hingegen mit Siebenmeilenstiefeln durch die Halle marschiert, hagelt es Neunen und Zehnen. Wobei den beiden auch der Rest ihrer Kür heute super gelang, so dass sie den Siegerinnen bedrohlich nahe rückten und in den Augen des Richters bei E, Andriaan Hamoen, auch eigentlich an die Spitze gehört hätten. Hamoen hatte Werth auf Rang zwei und Dujardin auf Platz eins.

Dujardin meinte nach ihrem Ritt: „Ich wusste, dass es eine hohe Punktzahl ist, die es zu schlagen galt. Aber mein Pferd fühlte sich gut an und ich habe mein Bestes gegeben, um ihr so viel Sicherheit wie möglich zu geben. Dies ist erst ihr dritter Weltcup-Auftritt. Als ich heute eingeritten bin, wusste ich, dass ich alles geben musste und ich war wirklich glücklich – so gut wie heute war sie noch nie!“

Das Finale in Las Vegas verspricht auf jeden Fall ein spannendes zu werden, denn dort treffen diese beiden wieder aufeinander. Isabell Werth plant, mit Weihegold zum vierten Mal in Folge den Weltcup-Titel zu holen. Es wäre das erste Mal in der Geschichte des Sports, dass einer Reiterin das gelingt. Charlotte Dujardin gewann das Weltcup-Finale zweimal, beide Male auf Valegro. Und sie wird alles dransetzen, Werth vom Thron zu schubsen.

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Glücklicher Gal, tolle Vorstellungen von Zaire-E und Damsey

An dritter Stelle konnte sich zur Freude seiner niederländischen Fans Edward Gal mit dem dänischen Zack-Sohn Zonik einreihen. Der nun zwölfjährige Hengst erhielt 85,385 Prozent – auch dies ein neuer persönlicher Rekord. Nicht nur das dürfte heute ein Grund zum Feiern für den Weltcup-Finalsieger von 2010 gewesen sein. Am Vormittag hatte er zudem mit Total US, dessen Vater Totilas Gal bei seinem Final-Sieg 2010 ritt, die Intermédiaire I Kür für sich entscheiden können.

Insgesamt fünf deutsche Paare waren dieses Wochenende nach Amsterdam gereist, neben Isabell Werth auch Jessica von Bredow-Werndl auf Zaire-E, Helen Langehanenberg mit Damsey, Dorothee Schneider auf Sammy Davis Jr. und Sönke Rothenberger mit Santiano.

Für Jesssica von Bredow-Werndl und ihre nun 16-jährige Son De Niro-Tochter Zaire-E wurde es das zweitbeste Ergebnis ihrer gemeinsamen Laufbahn: 85,030 Prozent. Besser waren sie nur kurz vor Weihnachten in Stockholm, Schweden, wo es 85,825 Prozent gab.

Super drauf war heute Helen Langehanenbergs inzwischen 18-jähriger Hannoveraner Damsey. Die beiden legten 84,380 Prozent vor, mit denen sie bis zur zweiten Hälfte der Prüfung klar in Führung lagen. Richterin Elke Ebert hatte sie sogar bis zum Schluss auf Rang zwei.

Dorothee Schneider und Sammy Davis Jr. wurden mit 81,075 Prozent Siebte. Zwischen die beiden hatte sich noch Hans Peter Minderhoud auf Dream Boy schieben können (82,780).

Sönke Rothenberger und Santiano landeten mit 75,385 Prozent auf Platz zwölf. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

 

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