Deutsche Springreiter gewinnen Nationenpreis in Abu Dhabi

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Zum ersten Mal in Rot und dann gleich mit der besten Leistung des gesamten Teams: Sven Schlüsselburg und Bud Spencer. (© FEI/Martin Dokoupil)

Zwei Newcomer und zwei alte Hasen sorgten dafür, dass die deutschen Springreiter ihren ersten Nationenpreis-Einsatz der Saison 2019 in Abu Dhabi direkt in einen Sieg verwandeln konnten.

Besonders der 37-jährige Sven Schlüsselburg und sein zehnjähriger Schimmel Bud Spencer begeisterten. Die beiden sind ein Team, seitdem der Wallach, für den weder Eltern noch Rasse angegeben sind, seine ersten Springpferdeprüfungen ging. Das war 2015. Heute traten sie das erste Mal im Nationenpreis für Deutschland an. Auch Sven Schlüsselburg war nie einen Nationenpreis geritten. Doch das ließ er sich nicht anmerken. In beiden Runden kam das Paar ohne Hindernis-, lediglich mit einem Zeitfehler ins Ziel.

Mit ihnen im Team ritten das Deutsche Meister-Duo, Mario Stevens auf Talisman de Mazure, Miriam Schneider auf Fidelius G sowie Philipp Weishaupt und Catokia, die schon den Großen Preis hatten für sich entscheiden können.

Mario Stevens und Talisman de Mazure, im Großen Preis noch glücklos gewesen, machten heute den Anfang. Mit einer Null-Fehler-Runde legten sie den perfekten Grundstock. Ein Abwurf kam im zweiten Umlauf hinzu. Dann kamen Schlüsselburg und Bud Spencer mit jeweils einem Zeitfehler.

Als drittes musste die zweite Newcomerin an den Start, Miriam Schneider. Die Lebensgefährtin des Holsteiner Springreiters Jörg Naeve ist eigentlich Gymnasiallehrerin. Aber die Faszination der Pferde war doch größer. Und so heuerte sie bei Naeve als Bereiterin an. Und springt jetzt von Erfolg zu Erfolg. In der ersten Runde allerdings noch nicht so. Da fielen zwei Stangen, die aber als Streichergebnis nicht gewertet wurden. Im zweiten Umlauf machten Schneider und ihr neunjähriger For Edition-Sohn dann sowieso alles wieder gut, als sie mit einer Null-Fehler-Rund den Sieg für die deutsche Mannschaft perfekt machten.

Philipp Weishaupts Catokia hatte ihren Job schon im ersten Umlauf hervorragend gemacht: fehlerfrei. In der zweiten Runde fielen in der dreifachen Kombination zwei Stangen. Philipp Weishaupt beschloss im Sinne des Pferdes, die ja schon die ganzen Tage in Topform gewesen war, auf die weitere Fortsetzung des Parcours zu verzichten. Eine Horsemanship-Entscheidung. Zumal der Sieg dem Team mit sechs Strafpunkten ohnehin nicht mehr zu nehmen gewesen war.

Für Miriam Schneider war der Tag besonders nervenaufreibend. Eigentlich hätte nämlich ihr Partner Jörg Naeve reiten sollen, aber der musste kurzfristig zurückziehen. Sie musste einspringen. Und das, obwohl ihr neunjähriger Hannoveraner noch recht unerfahren ist: „Das war wirklich mein erster schwerer Kurs auf ihm heute. Aber in den letzten Tagen hatte ich schon ein gutes Gefühl. Er vertraute mir. Und das hat er mir auch heute wieder gezeigt“. freute sie sich.

Die weiteren Platzierten

Rang zwei ging mit in Summe 13 Strafpunkte an die Iren. Hier ritten Trevor Breen auf Escapade H (0/5), David Simpson mit Jenson (EL/0), Shane Breen im Sattel von Ipswich van de Wolfsakker (4/4) und Mark McAuley auf Jasco vd Bisschop (0/EL).

Für die Teams der arabischen Liga war Abu Dhabi die einzige Möglichkeit, sich für das Nationenpreis-Finale zu empfehlen. Die Chance nutzten sowohl die Gastgeber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten als auch die Saudi Araber. Das Team UAE, für das diesmal zwei Frauen und zwei Männer aufgestellt worden waren,  kam auf 18 Fehler in Summe. Es ritten Sheikha Latifa al Maktoum mit Cobolt (4/5), Nadia Abdul Aziz Taryam mit Cortado (4/1), Abdullah Mohd Al Marri auf Sama Dubai (9/0) und Abdullah Humaid Al Muhairi mit Cha Cha Cha (4/RT).

Das Königreich Saudi Arabien wurde vertreten durch Abdulrahman Bader Alrajhi im Sattel von Domingo, dem einstigen Toppferd von Daniel Deußer und Niels Bruynseels (0/EL), Khaled Abdulrahman Almobty auf Dona Evita (4/5), Abdullah A Sharbatly mit Chap (12/5) und Ramzy al Duhami mit Ted (4/0).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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