Dortmund: Riesenerfolg für Charlotte Bettendorf im Preis von Nordrhein-Westfalen

Denis Nielsen und Cashmoaker

Denis Nielsen und Cashmoaker – 2015 hatten sie den Preis von NRW schon einmal gewinnen können, 2018 wurde es Rang zwei. (© von Korff)

Seitdem die Luxemburgerin Charlotte Bettendorf im Stall des Belgiers Francois Mathy Jr. angeheuert hat, läuft es. Denn seitdem hat sie die Selle Francais-Stute Raia d’Helby unter dem Sattel. Der verdankt sie nun einen ihrer bislang größten Erfolge, den sie gestern im Preis von NRW in Dortmund gefeiert hat.

Seit November reitet Charlotte Bettendorf die 13-jährige Raia d’Helby v. Chapultepec. In Gahlen gewannen sie den Großen Preis. Und dann kam Dortmund. Neun Paare hatten das Stechen des 1,50 Meter-Springens um den Preis von Nordrhein-Westfalen erreicht. Fünf blieben ein zweites Mal fehlerfrei. Aber kein anderes Pferd war so schnell wie diese französische Stute, von der ihre Reiterin schon in Gahlen sagte: „Sie kämpft, sie ist einfach toll!“ Gestern nahm sie dem Rest des Feldes mehr als eine ganze Sekunde ab. 33,17 Sekunden benötigten die beiden, 34,31 der nächstplatzierte.

Das war der DSP-Hengst Cashmoaker v. Calido unter Denis Nielsen, die den Preis von NRW 2015 hatten gewinnen können, kurz bevor sie Deutsche Meister wurden. Immer wieder ist dieser zwölfjährige Schimmel mit seinem Reiter in den vorderen Platzierungslisten zu finden. Gestern ließen sie ein anderes hoch erfolgreiches Paar hinter sich: den Briten Robert Whitaker auf dem Holsteiner Colman-Sohn Catwalk IV. Und zwar deutlich: 35,99 Sekunden.

Die weiteren Platzierten

International ging es weiter in der Platzierungsliste mit dem Niederländer Marc Houtzager auf dem KWPN-Wallach Sterrehof’s Edinus v. Padinus (0/36,23). Dahinter reihte sich auf Rang sechs der wieder genesene Markus Brinkmann mit Pikeur Dylan ein, jenem Holsteiner Diamant de Semilly-Sohn, der ihm 2017 seinen ersten Start bei einem Weltcup-Finale ermöglicht hat. Der Rest der Saison fiel mehr oder weniger ins Wasser, weil der Reiter nicht fit war. 2018 könnte also ihr Jahr werden.

Dahinter reihte sich die Siegerin im Großen Preis der Bundesrepublik 2017 ein, Sanne Thijssen auf der Zangersheider Stute Celine M Z. Die beiden lieferten die schnellste Vier-Fehler-Runde im Stechen: 34,01 Sekunden. Sanne hat eine turbulente Zeit hinter sich, nachdem ihre Stute Sara Galotiere in Liverpool ums Leben kam und ihr anschließend vorgeworfen wurde, die Stute sei gedopt gewesen. Es stellte sich aber heraus, dass die verbotene Substanz, die im Zuge der im Falle eines Unfalles routinemäßig von der FEI angeordneten Untersuchung des Pferdes gefunden wurde, vom Tierarzt verabreicht worden war, nachdem der Unfall bereits geschehen war. Es handelte sich um ein Medikament, dass zur Betäubung vor dem Einschläfern gegeben wird. Die Sperre gegen die Reiterin wurde daraufhin aufgehoben.

Die vier nächstplatzierten Paare ritten alle für Deutschland: Jan Wernke auf Queen Mary (4/34,94), Markus Renzel mit Stella (4/38,77), Lennert Hauschild mit Caivano (8/39,18) und Sven Fehnl auf Deep Blue Bridge, die im ersten Umlauf einen Zeitstrafpunkt hatten.

So ging es noch drei weiteren Paaren, von denen Julia Houtzager-Kayser (AUT)/Elke Maria und Felipe Amaral (BRA)/Premiere Carthoes BZ ebenfalls noch im Geld waren. Anders als Harrie Smolders auf Emerald.

Die vollständige Ergebnisliste finden Sie hier.

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