Eric van der Vleuten nicht länger Teamtrainer der spanischen Springreiter

Eric van der Vleuten mit Utascha bei der EM in Madrid

Eric van der Vleuten mit Utascha bei der EM 2011 in Madrid (© Julia Rau)

Wie der spanische Reitsportverband berichtet, wird der Niederländer Eric van der Vleuten sein Amt als Trainer der spanischen Springreiter niederlegen. Man trenne sich in gegenseitigem Einvernehmen.

Die Initiative ging allerdings von van der Vleuten aus. Er hatte den Spanischen Reitsportverband (RFHE) schriftlich um die vorzeitige Auflösung des Vertrages gebeten. Der Grund: Er wolle selbst wieder im Spitzensport mitreiten. Um mögliche Interessenskonflikte zu vermeiden und weil es kaum möglich ist, beides, die eigene Reiterei und das Training der spanischen Reiter, organisatorisch miteinander zu vereinbaren, hat er den Verband um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages gebeten. Dem haben die Spanier zugestimmt. Sie sind nun auf der Suche nach einem neuen Teamtrainer.

www.rfhe.com

Eric van der Vleuten hatte die Spanier unter anderem bei den Weltreiterspielen in Caen, Frankreich, betreut, wo das Team Rang 14 belegte. Bei den Europameisterschaften 2015 in Aachen konnten die Spanier sich den sechsten Platz sichern. Und ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wurden sie Elfte.

Eric van der Vleuten

Eric van der Vleuten (54) gehört schon lange zum Establishment des niederländischen Springsports – ebenso wie sein Sohn Maikel, Mannschaftswelt- und -europameister 2014 und 2015. 1990 hatte Eric van der Vleuten sein erstes Senioren-Championat bestritten, damals bei den Weltreiterspielen in Stockholm. Seitdem war er immer wieder mit dabei gewesen. Sein letztes Erfolgspferd war die Stute Utascha, die dem Springpferdefond der Niederlande (SFN) gehörte. Mit ihr nahm van der Vleuten an den Weltreiterspielen 2010 in Kentucky teil und ein Jahr später an der EM in Madrid. Van der Vleuten hoffte, mit ihr für die Olympischen Spiele 2012 in London nominiert zu werden. Doch noch vor Jahreswechsel beschloss der SFN, die Stute einem anderen Reiter zu geben. Das war damals Jeroen Dubbeldam, unter dem Utascha diverse Springen gewann, beispielsweise in Wiesbaden. Eric van der Vleuten machte damals keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die Entscheidung des SFN. Man nehme einem Reiter nicht kurz vor den Olympischen Spielen das Pferd weg, war damals eine seiner Aussagen in der Sache. 2013 wurde er erst Trainer der Norweger und nur wenige Monate später dann der Spanier.

Utaschas Schicksal war am Ende übrigens ein trauriges. Nachdem sie mit Jeroen Dubbeldam hoch erfolgreich im Einsatz gewesen war, verkaufte der SFN sie nach Katar. Die Stute war unter ihrem neuen Reiter Khalid Al Emadi mit mäßigem Erfolg unterwegs bis 2015 die Meldung kam, dass sie eingeschläfert worden ist.

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