International Jumping Riders Club will FEI Nationenpreis-Serie wieder attraktiver machen

Longines FEI Nations Cup™ Jumping Samorin SVK

Martin Fuchs und Chaplin beim FEI-Nationenpreis in Samorin. In diesem Jahr musste die Etappe abgesagt werden. (© FEI/Łukasz Kowalski)

Als gemeinnützige Organisation vertritt der International Jumping Riders Club (IJRC) Springreiter auf der ganzen Welt. In einer Pressemitteilung spricht sich der Club nun dafür aus, dass die FEI Nationenpreis-Serie langfristig erhalten bleiben müsse.

Für die Fédération Équestre Internationale (FEI) wird es immer schwieriger, Veranstalter für große Championate und Turniere zu finden. Nach Beratungsgesprächen strich man Ende letzten Jahres in den Divisionen 1 und 2 der FEI Nationenpreis-Serie jeweils eine Etappe. Zur Saison 2019 hatte der Turnierveranstalter in Samorin die dortige Etappe absagen müssen. In diesem Jahr besteht die Division 1, zu der auch die deutsche Equipe zählt, daher nur aus sieben statt acht Etappen.

Prominente Vertreter

Der IJRC bezeichnet sich selbst als „Stimme der Springreiter rund um den Globus“ und hat mit unter anderem Steve Guerdat (CHE), Peder Fredricson (SWE) und Kent Farrington (USA) viele prominente Mitglieder. Ebenfalls Mitglied ist Daniel Deußer, der erst seit Kurzem wieder für die deutsche Mannschaft unterwegs ist. Präsident des Clubs ist kein Geringerer als der französische Mannschaftsolympiasieger Kevin Staut (FRA).

In einer Pressemitteilung stellte der IJRC zunächst heraus, dass es nach wie vor die persönliche Entscheidung von Reitern und Eigentümern der Pferde sei, ob sie an einem Nationenpreis oder an einem anderen Turnier teilnehmen wollen. Laut der Organisation verursache die Situation rund um die Turnierserie große Sorge bei Reitern, Pferdebesitzern und Equipe-Chefs.

Die FEI Nationenpreis-Serie sei mit dem Gefühl der großen Ehre und Leidenschaft verbunden, das eigene Land auf einem Turnier vertreten zu dürfen. Daher würden die Etappen zu den wichtigsten Turniere im ganzen Jahr zählen. Einen Beitrag für seine Nation zu leisten, sei noch immer eines der Hauptziele im Springreiten, ist in der Pressemitteilung zu lesen.

Weiterhin heißt es, die Turnierserie sei fundamental für die optimale Vorbereitung von Reitern und Pferden auf die großen internationalen Championate, wie etwa die Olympischen Spiele und die Weltmeisterschaften.

Schwachstellen der FEI Nationenpreis-Serie

Der IJRC hat sich auch darum bemüht herauszustellen, warum die Serie momentan kriselt. Zum einem sehe man im Einladungssystem einen Grund: Laut dem Reglement dürfen die Nationen der Division I nur bei den vier ihnen zugeteilten Stationen an den Start gehen. Außerdem sehe man in konkurrierenden Veranstaltungen, die mit bis zu 20 Stationen locken würden, eine ernsthafte Bedrohung und die Gefahr einer Monopolstellung.

Verbesserungsvorschläge

Fünf Punkte werden angeführt, die laut IJRC kurz- und mittelfristig notwendig seien, um die Nationenpreis-Serie wieder attraktiver zu machen. Zum einen wünscht sich der Club mehr CSIOs, also mehr „Concours de Saut International Officiel“, was wiederum die Bezeichnung für das offizielle internationale Springturniere eines Landes ist. Jede Nation darf pro Jahr ein CSIO ausrichten, in Deutschland ist das zum Beispiel der CHIO Aachen. Im Rahmen der CSIO-Turniere werden auch jeweils die FEI-Nationenpreise ausgetragen.

Darüber hinaus sollten die besten Teams bei mehr als vier Etappen startberechtigt sein, um die Turniere noch attraktiver für die Top-Reiter zu machen. Die Equipe-Chefs haben zudem ein neues Konzept vorgeschlagen, welches der Club unterstützt: Demnach sollten die Nationen in den Divisionen 1 und 2 jeweils bei sechs Etappen startberechtigt sein, am Ende aber nur die vier besten Ergebnisse für das Ranking gezählt werden.

Eine weitere Maßnahme sei die Einführung eines Große Preises mit Preisgeldern, wie bei anderen CSI5*-Turnieren auch. Und zu guter Letzt wünsche man sich auch, dass alle CSIO-Veranstalter zukünftig zusammenarbeiten, um die Nationenpreis-Serie wieder zu einem Höhepunkt im Turnierkalender zu machen.

Die Magie wiederbeleben

Auch über die langfristige Perspektive hat man sich Gedanken gemacht. Dieses formuliert der IJRC wie folgt: „Der Wiederaufbau einer Nationenpreis-Serie mit den besten Turnieren, mit emotionaler Bedeutung und mit dem Ziel, den CSIO wieder zu den Standards der Vergangengeit zurückzubringen, um Momente zu kreieren, die im Herzen der Reiter, technischen Experten und des Publikums Träume und Erinnerungen erzeugen – durch wunderschöne historische Austragungsorte, Prestige, großartigen Sport und die Magie, die ein enthusiastisches Team ausstrahlt.“

Quelle: ijrc.org

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