Lyon: Der unglaubliche Epaillard macht’s im Weltcup nochmal und Exell peilt Titel Nummer zehn an

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Julien Epaillard und Caracole de la Roque auf dem Weg zum Sieg beim Weltcup-Turnier in Lyon. (© FEI/Leanjo de Koster)

Was für ein Wochenende für Julien Epaillard bei der Weltcup-Etappe von Lyon! Drei wichtige Springen geritten, alle gewonnen. Und auch bei den Fahrern gab es keine Überraschung.

Freitag siegreich mit WM-Stute Caracole de la Roque, gestern mit Donatello d’Auge und heute wieder mit Caracole de la Roque – hat Julien Epaillard ein Erfolgsgeheimnis? Zumindest ein wesentliches Detail seines Managements verrät er in St.GEORG 12/22. So viel können wir schon mal versprechen. Aber der Franzose ist wohl auch einfach schneller als der Rest. Heute erneut im Stechen um das Weltcup-Springen, das insgesamt sechs Paare sah, von denen vier ein zweites Mal null blieben.

Epaillard und seine zehnjährige Zandor Z-Tochter waren als vierte dran und schafften es wieder, fast eine ganze Sekunde schneller zu sein als der Rest. Nach fehlerfreien 34,88 Sekunden stoppte die Uhr. Schließlich war der einzige, der einen dritten Triumph von Epaillard an diesem Wochenende noch hätte verhindern können, Brasiliens Marlon Modolo Zanotelli mit Edgar M als letzter Starter im Stechen. Sein 13-jähriger Arezzo VDL-Sohn gab alles, aber es reichte nicht: 35,61 Sekunden, Rang zwei.

Dritter wurde der Niederländer Jur Vrieling mit einem Holsteiner Partner unter dem Sattel, dem zehnjährigen Lasino-Sohn Long John Silver. Der gewaltig springende Schimmel brauchte knapp 38 Sekunden.

Von den deutschen Teilnehmern hatte es keiner ins Stechen geschafft. Bei Marcel Marschall und Coolio kamen vier Fehler zusammen. Acht waren es bei Jana Wargers und Limbridge, zehn bei Daniel Deußer und Killer Queen.

Exell holt erste Vierspänner-Etappe

Mit dem Selbstbewusstsein des frisch gebackenen Weltmeisters und einem Jubiläum vor Augen – er peilt seinen zehnten Weltcup-Sieg an – fuhr Meister-Fahrer Boyd Exell der Konkurrenz einfach davon bei der ersten Qualifikation in Lyon. Dauerrivale Ijsbrand Chardon wurde Zweiter vor seinem niederländischen Landsmann Koos de Ronde.

Chardon hatte die erste fehlerfreie Runde geliefert. Aber Exell ist immer besser, wenn er unter Druck steht, und auf sein Team vor dem Wagen kann er sich verlassen – vorbereitet übrigens von Emma Olsson, die für den FEI Best Groom Award nominiert ist. Exell und sein Quartett blieben nicht nur null, sondern unterboten Ijsbrand Chardons Zeit mühelos mit 4,41 Sekunden weniger.

Für Exell war der Start in Lyon sehr wichtig, wie er sagt: „Ich war begeistert, als ich die Einladung bekam. Wir haben nun drei Turniere hintereinander und obwohl die Pferde fit sind, sind es die Turniere, die sie turnierfit machen.“ Also bereit für das Finale in Bordeaux im Februar, wo die Fahrer ihr Weltcup-Finale 2022/23 austragen.

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