Mechelen: Daniel Deußer und Tobago Z gewinnen Léon Melchior-Preis, Dressurprüfungen an van der Meer und Verwimp

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Daniel Deußer und Tobago Z mit der Zangersheider Gestütsleiterin Judy-Ann Melchior. (© Jumping Mechelen/www.paardenfotograaf.be)

Das „Open Sires of the World“ Springen im belgischen Mechelen erinnert an den legendären Gründer des Gestüts Zangersheide, Léon Melchior. Passenderweise siegte ein Pferd mit dem „Z“ hinter dem Namen.

Der neunjährige Tobago Z v. Tangelo van de Zuuthoeve war unter Daniel Deußer mit Abstand der Schnellste im zehnköpfigen Stechen des 1,45 Meter-Springens. Exakt vier Sekunden nahmen die beiden dem nächsten Konkurrenten ab.

Tobago Z kam nach 34,85 Sekunden ins Ziel. Die Uhr für Rachel Steffen aus Belgien und den zwölfjährigen Canturo-Sohn Uncanto di Villagana stoppte bei 38,45 Sekunden, Platz zwei.

Auch der dritte Platz war belgisch besetzt, diesmal mit Damien Haelterman und dem zehnjährigen BWP-Hengst Hooligan de Laubry v. Clinton.

Die nächste Generation Whitaker

Auf Platz vier sorgte der Brite Jack Whitaker für eine kleine Sensation. Der Sohn von Springreiterlegende Michael Whitaker ist nämlich erst 16 Jahre alt und ritt mit dem Franzosen Valmy de la Lande v. Mylord Carthago ein Pferd, das auch erst acht Lenze zählt. Allerdings ist Jack mitnichten ein Neuling im Springreitergeschäft. Als Sohn von Michael Whitaker ist er auf den großen internationalen Turnieren aufgewachsen und war 2015, 16 und 17 jeweils bei den Nachwuchs-Europameisterschaften am Start. 2015 und 2016 ritt er noch Ponys, holte einmal Gold mit der Mannschaft und einmal in der Einzelwertung sowie eine weitere Team-Bronzemedaille. 2017 gab es Silber mit der Mannschaft bei den Junioren und Rang acht in der Einzelwertung. Mechelen ist sein erstes Fünf-Sterne-Turnier. Und übrigens auch das erste Turnier mit Valmy de la Lande. Den hatte zuvor ausschließlich Papa Michael geritten.

Dressur

Die Dressurprüfungen in Mechelen dominierte Patrick van der Meer. Der Niederländer hatte für die kleine Tour den siebenjährigen KWPN-Hengst First Apple v. Vivaldi mitgebracht, mit dem er im Sommer auch bei den Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde in Ermelo am Start gewesen war. Das Paar gewann den Prix St. Georges mit 72,868 Prozent vor Danielle Heijkoop auf der Gribaldi-Tochter Daula (72,316 Prozent) und Belgiens Jorinde Verwimp mit dem ebenfalls siebenjährigen Kastar Hof Ter Zeedycke d’12 v. Game Boy (71,289).

Einzige deutsche Starterin in Mechelen ist Jennifer Reimer mit dem Hannoveraner Dancier-Sohn Daiquiri Royal. Im Prix St.Georges wurden die beiden Sechste (69,053 Prozent). Die Intermédiaire I haben sie mit 69,579 Prozent gewonnen.

Die Intermédiaire Kür wiederum ging an Patrick van der Meer und First Apple, diesmal mit 76,275 Prozent vor Jorinde Verwimp (73,40) und Danielle Heijkoop (72,725).

In der Großen Tour holte van der Meer sich auf seinem bewährten 13-jährigen Rousseau-Sohn Zippo zunächst den Grand Prix (72,720 Prozent). In der Kür tauschte er dann allerdings die Plätze mit Lokalmatadorin Jorinde Verwimp, die auf Tiamo mit 76,80 Prozent aus dem Viereck kam. Van der Meer und Zippo kamen auf 75,135 Prozent. Rang drei belegten jeweils Danielle Heijkoop und der elfjährige Gribaldi-Sohn Badari.

Alle Ergebnisse aus Mechelen finden Sie hier.

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