Nationenpreis-Auftakt: Deutschland nur Sechste, Schweiz gewinnt in La Baule

Niklaus Rutschi of Switzerland on Cardano CH

(© FEI)

Kein Auftakt nach Maß für die deutschen Springreiter in die Nationenpreis-Serie 2019. Im französischen La Baule haperte es der Equipe an Nullfehlerritten. Trotz einem weltmeisterlichen Aufgebot.

Die Besetzung war prominent. Angeführt von Weltmeisterin Simone Blum und Alice gingen zu Auftakt der Nationenpreis-Serie in der Europa-Division I Philipp Weishaupt, Maurice Tebbel und Sven Schlüsselburg an den Start. Nach zwei Runden verließen sie die französische Atlantikstadt als Sechste. Entsprechend nüchtern fiel das Fazit von Bundestrainer Otto Becker aus: „Wir können nicht zufrieden sein, im Gegenteil, wir müssen besser werden.“

Wo waren die „Nuller“ in La Baule?

Es gab in der deutschen Equipe keinen Totalausfall, wenig Abwürfe, aber eben auch nur einen Nullfehlerritt. Weltmeisterin Simone Blum, gerade noch in Mannheim mit DSP Alice v. Askari in Championat und Badenia nicht zu schlagen, hatte einen Abwurf im ersten Umlauf und in der zweiten Runde einen Zeitfehler. Philipp Weishaupt und die zehnjährige Oldenburger Stute Che Fantastica  v. Check In gelang im zweiten Durchgang der einzige deutsche Nuller. Im ersten Umlauf war das Paar mit acht Fehlerpunkten das Streichergebnis. Division I-Newcomer Sven Schlüsselburg, der im Februar zum siegreichen Team beim Nationenpreis in Abu Dhabi gezählt hatte, hatte jeweils einen Zeitfehler. Dazu kam im zweiten Umlauf noch ein Abwurf des zehnjährigen Schimmelwallachs Bud Spencer. Die WM-Teambronze Kombination, Maurice Tebbel und Don Diarado v. Diarado, flog zweimal zu tief.

Die Equipe sammelte insgesamt 15 Fehlerpunkte. Otto Becker beschönigte anschließend nichts: „Das Ergebnis ist schwer einzuordnen, alle Paare haben sich gut gezeigt, aber es waren zu viele Flüchtigkeitsfehler und echte Fehler. Natürlich können wir mit Platz sechs zum Auftakt der Serie nicht zufrieden sein.“

Starke Schweizer

Sieger im Nationenpreis von La Baule wurden die Schweizer. Vier Strafpunkte lautete das Ergebnis der Eidgenossen, angeführt von Weltcupsieger und Weltranglisten-Führer Steve Guerdat (Bianca, 0/0). Niklaus Rutschi und Cardano CH hatten einen weiteren Doppelnuller. Zweiter wurde die Belgier vor den Gastgebern aus Frankreich. Es folgten Irland (9) und Brasilien (12).

Rom ist am kommenden Wochenende Gastgeber des nächsten Nationenpreises. Allerdings zählt das Turnier nicht zur Nationenpreisserie des Weltreiterverbandes FEI. Punkte fürs Finale in Barcelona im September können deutsche Reiter erst wieder beim Nationenpreis im polnischen Sopot Mitte Juni sammeln.

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