Neustadt/Dosse: Erster internationaler Grand Prix für Harm Lahde

Neustadt-Dosse – CSI 2017

Sieger im Großen Preis von Lübzer beim CSI Neustadt/Dosse 2017: Harm Lahde und Larry. (© Lafrentz)

Der Große Preis beim zur allgemeinen Begeisterung wiederbelebten CSI in Neustadt/Dosse endete mit dem Sieg eines Teilnehmers, den wohl kaum jemand auf der Liste hatte.

Der 29-jährige Harm Lahde vom Gestüt Eichenhain bei Verden ritt im Sattel des elfjährigen Larry, einem Pferd unbekannter Abstammung, allen davon. Der Schimmel war länger verletzt gewesen und feierte in Neustadt/Dosse dementsprechend ein Comeback nach Maß: „Mein erster Sieg in einem internationalen Großen Preis überhaupt“, jubelte der Pferdewirt aus Niedersachsen, der sein Handwerk bei Reinhard Haßmann, dem Vater der hoch erfolgreichen Brüder Toni und Felix, gelernt hatte. Harm Lahde hatte vor einigen Jahren die Nachfolge von Mynou Diederichsmeier als Bereiter auf Gestüt Eichenhain angetreten. Trainiert wird er von Schwedens Meister im Springsattel, Rolf-Göran Bengtsson, der seine Zelte bekanntlich im schleswig-holsteinischen Breitenburg auf der Anlage von FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau aufgeschlagen hat.

Platz zwei für den Derbysieger

Auch der zweifache Derbysieger Nisse Lüneburg hatte heute keine Chance gegen Lahde. Im Sattel des KWPN-Wallachs Westbridge v. Furore belegte er Platz zwei, geschlagen um 0,24 Sekunden. „Larry ist ein Pferd mit sehr viel Blut, Harm ein sehr guter Reiter – er gehörte im Stechen zu meinen ganz großen Favoriten“, zollte Lüneburg dem Sieger Respekt.  Also doch einer, der ihn auf der Liste hatte! Über Rang drei konnte sich Andreas Knippling auf Chacco Chacco freuen, wie der Name es vermuten lässt, ein Chacco Blue-Sohn. Der Hengst gehört dem Gestüt Tannenhof.

Preis der Deutschen Kreditbank an André Thieme

Das Samstagshighlight war der Preis der Deutschen Kreditbank gewesen. Hier triumphierten André Thieme und sein Holsteiner Contendro-Sohn Conthendrix. Italiens Michael Cristofoletti reihte sich als Zweiter ein mit dem Hannoveraner Balou du Rouet-Sohn Belony. Dritte wurde Amke Stroman im Sattel des Westfälischen For Pleasure-Sohnes Forchello, übrigens ein Pferd, das noch auf Alexandr Onischenko eingetragen ist. Der ukrainische Oligarch hatte einen Großteil seiner Pferde an Paul Schockemöhle verkauft, als klar wurde, dass wegen diverser Machenschaften ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt.

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Frieler

Schimmelreiter Nummer zwei und Sieger im Preis der Deutschen Kreditbank: André Thieme auf Conthendrix.