Niels Bruynseels ist erster Rolex Grand Prix-Sieger von ’s-Hertogenbosch, Ehning Zweiter

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Niels Bruynseels und Gancia de Muze auf dem Weg zum Sieg im Rolex Grand Prix von 's-Hertogenbosch. (© The Dutch Masters)

Es war ein historischer Tag in ’s-Hertogenbosch. Erstmals war der Hallenklassiker der Niederlande Teil des Rolex Grand Slam der Springreiter. Nun ist es der Belgier Niels Bruynseels, der die Chance auf das ganz große Geld hat. Wobei die Summe, die er heute kassierte, auch nicht zu verachten ist.

Satte 264.000 Euro hatte Rolex allein für den Sieger im Großen Preis von ’s-Hertogenbosch ausgeschüttet. Da ran zu kommen, war heute nicht ganz einfach. Denn die Springsportelite war in Bestform angereist. 13 Paare hatten es ins Stechen geschafft.

Am Ende waren es der Belgier Niels Bryunseels und seine zwölfjährige Malito de Reve-Tochter Gancia de Muze, die dem Rest die Show stahlen. Zweiter wurde Marcus Ehning auf Cornado vor Harrie Smolders und Emerald.

Risikofreudiger Weishaupt

Sechs Paare blieben auch in Runde zwei ohne Abwurf. Schnellster Reiter von allen im Stechen, war einer, der schon zweimal den ersten Schritt zum Rolex Grand Slam gemacht hat: Philipp Weishaupt auf seinem Aachen- und Spruce Meadows-Sieger Convall. Der Colman-Sohn war mehr als eine ganze Sekunde schneller als der Sieger. Aber das Risiko war zu hoch. Zwei Abwürfe ließen die beiden am Ende auf Rang zwölf landen.

Marcus Ehning ritt mit seinem 15-jährigen Cornet Obolensky-Sohn Cornado kalkuliertes Risiko: fehlerfreie 37,80 Sekunden. Die Rechnung ging zumindest in Bezug auf Harrie Smolders (NED) und Emerald voll auf: Die beiden waren neun Hundertstel Sekunden langsamer als Ehning und sein Westfale. Damit wurden sie Dritte.

Aber es kamen ja noch Niels Bruynseels und seine Superstute Gancia de Muze, die den Belgier auch schon in Mechelen zum Sieg im Großen Preis getragen hatte. Ehning musste zusehen, wie Gancia de Muze mit bewundernswerter Leichtigkeit geradezu über die Hindernisse flog. Das war einfach nicht zu schlagen: fehlerfrei in 37,10 Sekunden.

Die Highlights des Wochenendes:

Sowohl Ehning als auch Smolders dürften die 160.000 bzw. 120.000 Euro getröstet haben.

Vierter wurde übrigens Irlands Bertram Allen auf einem Pferd, das vorher unter Ehning ging: Gin Chin van het Lindenhof. Die Top fünf komplett machte Jur Vrieling (NED) mit Glasgow van het Merelsnest.

Danach platzierten sich in der Reihenfolge Luciana Diniz (POR) auf Fit For Fun, Henrik von Eckermann (SWE) mit Mary Lou, Steve Guerdat (SUI) und Bianca, Scott Brash (GBR) und Ursula XII sowie Marc Houtzager (NED) auf Sterrehof’s Calimero, ehe dann Philipp Weishaupt als letzter mit Schleife folgte.

Sowohl Daniel Deußer auf Cornet D’Amour als auch Christian Ahlmann mit Clintrexo Z hatten acht Fehler im Normalparcours. Bei Christian Kukuk und Limonchello wurden es 20.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Chance auf zwei Millionen Euro

Für Niels Bruynseels eröffnen sich nun große Möglichkeiten: Gewinnt er auch den Großen Preis von Aachen sind ihm 500.000 Euro Bonus zusätzlich zum Preisgeld sicher. Sollte er dann auch noch in Spruce Meadows die Ehrenrunde anführen, hat er eine Million in der Tasche. Und wenn er dann auch noch in Genf gewinnen sollte, bekommt er noch eine weitere Million.

Einmal war es einem Reiter bereits gelungen, die Million aus dem Rolex Grand Slam zu gewinnen: Scott Brash mit dem unglaublichen Hello Sanctos.

In ’s-Hertogenbosch hätte der US-Amerikaner Kent Farrington die Chance, auf erstmal 500.000 Euro gehabt als Sieger von Genf. Aber der Weltranglisten-Erste muss derzeit verletzungsbedingt pausieren. Nun heißt es also Daumen drücken für Niels Bruynseels beim CHIO Aachen.

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