Olympia Tokio: Australische Springreiterinnen nun als Einzelstarterinnen

Edwina Tops-Alexander macht Lintea Tequila per pedes mit den Gegebenheiten in Rio vertraut, ehe es zum Vetcheck geht.

Edwina Tops-Alexander bei den Olympischen Spielen in Rio mit Lintea Tequila. (© Pauline von Hardenberg)

Nach dem Olympia-Aus des australischen Springreiters Jamie Kermond stellte sich die Frage, was nun aus seinen Mannschaftskolleginnen Edwina Tops-Alexander und Katie Laurie wird.

Ende Juni war Jamie Kermond von der australischen Anti-Doping-Behörde getestet worden und es stellte sich heraus, dass er ein Abbauprodukt von Kokain im Körper hatte. Kermond wurde daraufhin vorläufig gesperrt und aus der Olympiamannschaft gestrichen.

Da Ersatzreiter Rowan Willis schon im Vorfeld gesagt hatte, dass er und seine Stute Blue Movie für die Reise nach Tokio nicht zur Verfügung stünden, wenn es keinen Plan gibt, das Pferd auch einzusetzen, gab es nur noch zwei Starterinnen aus Down-Under für Tokio: Edwina Tops-Alexander und Katie Laurie. Die beiden springen nun als Einzelreiterinnen für Australien.

Das meldete heute der australische Verband. Ian Chesterman, der Chef de Mission, kommentierte: „Wir sind überglücklich über diese Entscheidung im Sinne unserer beiden verbliebenen Springreiterinnen, die gespannt auf die Bestätigung gewartet haben, dass sie an den Spielen teilnehmen können.“

Für Edwina Tops-Alexander werden es bereits die vierten Spiele – ein australischer Springreiter-Rekord. Für ihre Landsfrau Katie Laurie wird der Start in Tokio eine Premiere unter den Ringen. Dementsprechend begeistert war sie über das Urteil: „Mir fehlen die Worte um das Gefühl zu beschreiben, als ich gehört habe, dass Edwina und ich als Einzelreiterinnen starten können. Es war eine Achterbahn der Gefühle, aber nun sind bereit und so gespannt, nach Tokio zu kommen!“

Edwina Tops-Alexander reitet die 13-jährige belgische Air Jordan-Tochter Identity Vitseroel, mit der sie gerade noch Fünfte im Großen Preis von Monte Carlo war. Katie Laurie qualifizierte sich mit dem Holsteiner Casebrook Lomond v. Lansing, den sie schon seit 13-jährig, also nun zehn Jahre unter dem Sattel hat.