Paderborn: Epaillard und seine „Leihgabe“ zum Zweiten – mit VIDEO

Schon als er gestern die Qualifikation für den Großen Preis gewonnen hatte, war der Franzose Julien Epaillard außer sich vor Freude, hatte er den elfjährigen Selle Francais-Wallach Quatrin de la Roque doch erst kurze Zeit unter dem Sattel. Heute setzte er sogar noch eins drauf in der Riders Tour-Etappe Nummer fünf.

Wieder galoppierten die beiden völlig unbeeindruckt vom garstigen Wetter pfeilschnell über den Stechparcours und siegten mit deutlichem Vorsprung im Großen Preis von Paderborn, dem zweiten Erfolg an diesem Wochenende nach gestern. Quatrin de la Roques Abstammung Quick Star-Kannan legt den Verdacht nahe, dass der Braune so schnell von niemandem einzuholen ist. Der Wallach gehört eigentlich Michel Hecart, der ihn seinem Landsmann vorübergehend anvertraut hat. „Das ist ein Super-Typ“, lachte Paul Schockemöhle, Geschäftsführer und Erfinder der internationalen Serie, und lobte weiter: „Das war Weltklasse-Sport. Schon die drei fliegenden Holländer waren ja schnell heute, aber Julien hat den absoluten Höhepunkt geliefert, da hätten heute auch die Weltbesten keine Chance gehabt.“ Epaillard war happy und konnte es gar nicht erwarten dem Pferdebesitzer die frohe Kunde zu bringen: „Michel hat sich gestern riesig gefreut. Der weiß noch gar nicht, das wir schon wieder gewonnen haben …“ Epaillard würde natürlich gerne beim Riders Tour Finale in München an den Start gehen: „Wenn nicht mit Quatrin – denn Michel hat ihn mir ja für einen kürzeren Zeitraum anvertraut – dann mit einem anderen Pferd. Ich denke da an Cristallo und es gibt noch einen, der diese Parcours gehen könnte ….“ , so Epaillard, der derzeit sechs Turnierpferde in Lisieux in Beritt hat.

In 35,58 Sekunden hatten Epaillard und Quatrin de la Roque den schweren Kurs im zweiten Umlauf absolviert, fast zwei Sekunden schneller als sein Verfolger aus den Niederlanden, Leopold van Asten auf dem ebenfalls elf Jahre alten Holländer Zidane v. Heartbreaker-Calando (37,09 Sekunden). Über Rang drei freute sich Eva Bitter auf dem Celler Landbeschäler Perigueux v. Perpignon-Stakkato (37,48). Zweitbeste Deutsche war Janne-Friederike Meyer mit ihrem EM-Reservisten Goya v. Wandor van de Mispelaere auf Platz sechs.
Ranking der DKB-Riders Tour nach der fünften von sechs Etappen:
1. Janne Friederike Meyer (Hamburg), 51 Punkte
2. Christian Ahlmann (Marl), 34
3. Ludger Beerbaum (Riesenbeck), 29
4. Christian Glienewinkel (Celle), 20
4. David Will (Pfungstadt), 20
4. Julien Epaillard (Frankreich), 20
4. Kamal Bahamdan (Saudi-Arabien), 20
8. Holger Wulschner (Groß Viegeln), 19
9. Andre Thieme (Plau am See), 17
9. Leopold van Asten (Niederlande), 17
11. Jamie Kermond (Australien), 16

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