Paris: Französischer Doppelerfolg im Gucci Gold Cup

Simon Delestre und Chesall, Sieger im Gucci Gold Cup von Paris 2015.

(© Simon Delestre und Chesall, Sieger im Gucci Gold Cup von Paris 2015)

Der Gucci Gold Cup, das zweitwichtigste Springen der Longines Masters in Paris, war fest in französischer Hand. Aber auch die schwarz-rot-goldenen Farben leuchteten zweimal in der Platzierung.

Simon Delestre und sein zehnjähriger Holsteiner Wallach Chesall v. Casall waren heute das Maß der Dinge. Als einziges fehlerfreies Team in der mit zehn Paaren besetzten Winning Round gelang Delestre und Chesall eine Runde unter 40 Sekunden, die ihnen 33.000 Euro einbrachte. Zwar ging es schneller, aber dann nicht ohne Fehler. Eine Überraschung ist dies indes nicht. Chesall, den Guenter Schueder aus einer Concerto II-Mutter gezogen hat, geht seit Ende Januar unter Delestre. Die beiden hatten sofort einen Draht zueinander, wie ihre lange Erfolgsliste in dieser Saison zeigt. Da sind Siege und Platzierungen in Lummen, Wiesbaden, Knokke, London, Valkenswaard, Brüssel, Wien, Oslo und zuletzt Lyon und Madrid verzeichnet.

Heute setzten sie sich gegen Patrice Delaveau durch, den großen Sieger von gestern. Der hatte die Zangersheider Stute Leontine Ledimar Z HDC gesattelt, eine erst achtjährige Tochter des Lodefever II. Die beiden waren zuletzt erst in Stuttgart gut platziert gewesen. Heute reichten fehlerfreie 40.56 Sekunden für Platz zwei. Dritter wurde Hollands Maikel van der Vleuten, ebenfalls auf einem relativ jungen Pferd, dem neunjährigen Quatro v. Quaprice Boimargot Quincy. Sie waren drittes und letztes Paar ohne Strafpunkte in der Siegerrunde.

Die schnellste Zeit von allen hatte mal wieder Bertram Allen, der „Autoeinsacker“ von Stockholm, der dort gleich drei neue Kraftfahrzeuge gewinnen konnte. Damals wie heute war Quiet Easy ein wichtiger Teil seines Erfolgs. Der elfjährige Oldenburger Quidam’s Rubin-Sohn sauste in 38,22 Sekunden durch die Siegerrunde. Bester Deutscher auf Platz sechs hinter Penelope Leprevost und Nice Stephanie war Marco Kutscher auf dem Oldenburger Hengst Balermo v. Baloubet du Rouet.

Christian Ahlmann und Cornado II v. Cornet Obolensky waren als zweitschnellstes Paar mit vier Fehlern im Normalparcours noch als Zwölfte platziert. Daniel Deußer und die achtjährige Comtesse v. Ertsenhof Z v. Calvaro Z kamen mit acht Fehlern aus Runde eins.

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