Peder Fredricson und All In gewinnen Großen Preis von Knokke

Bildschirmfoto 2021-08-07 um 16.13.01

All In hat als einziges Pferd jemals zwei Olympische Einzelmedaillen im Springreiten erreicht. Und war 2021 mit Peder Fredricson das Zünglein an der Waage, das den Schweden den Olympiasieg bescherte. (© www.hippofoto.be)

Ein Auto im Wert von 100.000 Euro und nochmal 65.000 Euro oben drauf gab es heute für den Sieg im Fünf-Sterne-Großen Preis von Knokke (Belgien). Den sicherte sich Peder Fredricson mit seinem Ausnahmepferd All In. Beste Deutsche war Kendra Claricia Brinkop mit Do It Easy auf Rang vier.

Peder Fredricson weiß, dass er seinem All In nichts mehr beibringen muss. Seit seinen überragenden Auftritten bei den Olympischen Spielen in Tokio 2021 war der nunmehr 16-jährige schwedische Wallach dosiert eingesetzt worden. Er bestritt die Global Champions Tour-Etappen von Rom und Samorin 2021 und sah in diesem Jahr erst drei Turnierplätze. Zuletzt hatte er im Großen Preis der GCT-Etappe von Stockholm (SWE) Rang acht belegt mit einer schnellen Vier-Fehler-Runde im Umlauf.

Dieses Wochenende zeigte der Kashmir van Schuttershof-Sohn jedoch, das mit ihm womöglich auch für die Weltmeisterschaften in Herning 2022 zu rechnen sein dürfte. Im Großen Preis über 1,60 Meter hatten es All In und Fredricson als eines von sieben Paaren ins Stechen geschafft, 42 weitere Paare schafften es nicht, den Normalparcours fehlerfrei zu beenden.

Keines der sieben Paare im Stechen ritt auf Sicherheit. Kein Wunder, denn der Große Preis von Knokke ist mit 500.000 Euro dotiert. In mehreren Fällen resultierten diese auf Risiko angelegten Ritte in einer gefallenen Stange am letzten Oxer, auf den ein langer Weg hin führte, der zum Galoppieren einlud und aufforderte. Für Peder Fredricson und All In jedoch kein Problem. Flink und vorsichtig wie immer absolvierte der nunmehr 16-jährige Wallach den Stechparcours, kam nach den Sprüngen immer sofort wieder zum Weitergaloppieren. Null Fehler und die Zeit von 44,09 Sekunden war für die Konkurrenz am Ende nicht mehr einzuholen. Ein beeindruckender Auftritt des Paares rund einen Monat vor der WM Herning 2022.

Christian Ahlmann und Kendra Claricia Brinkop platziert

Unter den Stechteilnehmern waren neben Fredricson und All In einige weitere hochkarätige Paare. Olympiabronzemedaillengewinner Maikel van der Vleuten (NED) und Beauville Z landeten mit dem langsamsten der drei fehlerfreien Ritte im Stechen auf Rang drei (0/4470 Sekunden). Zwischen ihn und Fredricson konnte sich noch der Brasilianer Bernardo Cardoso de Resende Alves mit dem zehnjährigen Elvis Ter Putte-Sohn Mosito van het Hellehof schieben (0/44,23 Sekunden).

Danach folgte die Stephex Stables-Reiterin Kendra Claricia Brinkop für Deutschland. Mit einem beherzten Ritt im Sattel ihres neunjährigen Vigo Cece-Sohns Do It Easy sah es zunächst nach der neuen Führung aus. Dann aber fiel auch bei diesem Paar eine Stange am letzten Oxer. Das bedeutete Rang vier und immerhin noch 50.000 Euro für die Haferkasse des Selle Français-Wallachs (4/43,28 Sekunden), nachdem Brinkop bereits am Vormittag den sechsjährigen Hengst Heartthrob im Youngster-Finale hatte platzieren können.

Nur wenig langsamer als Brinkop und Do It Easy im Großen Preis war der letzte Starter im Stechen, der Belgier Jérôme Guery mit seinem derzeit so gut aufgelegten Quel Homme de Hus v. Quidam de Revel. Doch auch hier fiel eine Stange, Rang fünf (4/43,84 Sekunden). Es folgte Christian Ahlmann mit dem zehnjährigen Emerald-Sohn Mandato van de Neerheide auf dem sechsten Rang mit vier Fehlern und der Zeit von 43,87 Sekunden. Nach einer schnellen Runde sah es auch bei dem großartigen King Edward unter Henrik von Eckermann aus, auch dieses Paar ja Teil der Gold-Mannschaft der Schweden bei Olympia 2021. Doch auch hier fiel eine Stange, die Uhr stoppte nach 44,3 Sekunden: schlussendlich Rang sieben.

Ehning, Deußer und Ligges mit Fehlern im Umlauf

Weniger erfolgreich lief es für die weiteren drei deutschen Teilnehmer des Großen Preises von Knokke. Marcus Ehning bekam mit Priam du Roset im Umlauf einen Fehler, bei Daniel Deußer mit Killer Queen und Marie Ligges mit Corcovado L waren es jeweils acht Strafpunkte.

Alle Ergebnisse aus Knokke finden Sie hier.

Auch interessant