Vorfreude auf das Weltcupfinale bei Kevin Staut

Frankreichs Kevin Staut und Reveur de Hurtebise bei entspannter Morgenarbeit.

Frankreichs Kevin Staut und Reveur de Hurtebise bei entspannter Morgenarbeit vor Beginn der Olympischen Spiele 2016, wo der Wallach maßgeblich zum Mannschaftsgold der Franzosen beitrug. (© Pauline von Hardenberg)

Der Franzose Kevin Staut hat in einem Interview mit World of Showjumping erzählt, dass er dem Weltcupfinale mit gemischten Gefühlen gegenüber tritt, sich aber freut und motiviert ist.

Frankreichs Kevin Staut fährt als einer der Favoriten auf den Weltcuptitel nach Omaha (USA). Derzeit führt er das Ranking der Westeuropaliga mit Reveur de Hurtebise an. Das Internetportal World of Showjumping wollte von dem Franzosen wissen, wie er dem Finale entgegenblickt.

„Ich fliege mit Reveur de Hurtebise nach Omaha. Er ist mein Pferd für große Championate, das bedeutet, dass das Finale in Omaha eine sehr starke Gewichtung hat. Hurtebise ist richtig gut gesprungen seit den Olympischen Spielen in Rio und hat eine gute Weltcup-Saison abgelegt. Sein letztes Springen war in ’s-Hertogenbosch (NED). Dort wurde er Fünfter im Großen Preis. Seine Form ist und ich mache mir natürlich Hoffnungen auf eine vordere Platzierung, aber man weiß ja nie. Ich muss auch gut reiten.“

Skeptisch ist der Franzose hingegen gegenüber Omaha als Austragungsort. Die Stadt liegt in den USA im Bundesstaat Nebraska und liegt im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. „Wir wissen nicht viel über die Gegebenheiten vor Ort. Es sei denn, man hat sich mit den amerikanischen Reitern unterhalten. Ich hoffe, es wird nicht so wie in Las Vegas sein. Das Finale dort mochte ich nicht. Wir Reiter haben auch nicht wirklich viele Infos vorab erhalten. Lediglich die Größe der Arena kennen wir. Zum Boden hat uns z.B. niemand etwas gesagt. Ich hoffe einfach, dass alles passt“, äußert sich der Favorit verhalten.

Über die Frage, wen der Franzose als weitere Anwärter auf den Titel sieht, nennt er Konkurrenz aus dem eigenen Land. Mit drei weiteren Reitern (Simon Delestre, Eric Navet und Olivier Robert) neben Staut, ist Frankreich stark vertreten in den USA. Den Vorteil sieht er darin, dass ein Teamgeist unter den Landsmänner in der fernen Fremde entstehen könnte und dieser könnte am Ende den Unterschied ausmachen. Überrascht zeigt er sich hingegen, dass der weltranglistenführende Daniel Deußer sowie der Dritte der Weltrangliste Christian Ahlmann, nicht qualifiziert sind.

„Reitsport ist Reitsport – wir werden sehen was in Amerika passiert und wer gewinnt. Ich bin auf jeden Fall hochmotiviert. Ich hab kein Turnier mehr die Woche davor, kann mich also ganz auf das Finale konzentrieren und die Pferde sind schon am Freitag hingeflogen. Ich fliege am Montag nach und habe damit noch ausreichend Zeit, mich an die Umstände dort zu gewöhnen.“