Wiesbaden: Großer Preis an David Will und Concordia, die Kämpferin

Erster Starter im Stechen, alles gegeben, alles gewonnen – schon häufig hat David Will versucht, den Großen Preis von Wiesbaden zu gewinnen. Doch bislang hatte es nicht sollen sein. Doch heute hatte er auf Concordia gesetzt, und er weiß: Sie macht alles möglich!

Erster Starter im Stechen zu sein, ist immer eine etwas undankbare Aufgabe. Es waren ohnehin nur vier Paare, denen es gelungen war, den ersten Umlauf ohne Abwurf hinter sich zu bringen. Also musste David Will alles riskieren. Und Concordia ließ ihn nicht im Stich. Die zehnjährige Württemberger Stute ist eine Tochter von Wills ehemaligem Erfolgspferd Colorit und war als junges Pferd bereits hoch erfolgreich bei Landeschampionaten & Co. David Will sagt: Sie ist ein ganz besonderes Pferd bei uns im Stall, weil sie so gut wie immer, wenn sie startet, auch vorne platziert ist.“ So auch heute.

In 38,14 Sekunden flog die Schimmelstute über den Parcours. Das war unmöglich zu schlagen für die Konkurrenz, selbst wenn sie einen Fehler riskierte. Will: „Ich habe schon versucht, Risiko einzugehen. Ich war erster Starter im Stechen. Da hilft es nichts zu taktieren. Da muss man vorlegen und die anderen unter Druck setzen. Wir haben alles gegeben!“ Und Concordia habe einmal mehr alles möglich gemacht. Damit kann Will seiner langen Liste an Erfolgen also einen weiteren hinzufügen.

Zweiter wurde ein Vertreter der irischen Delegation um Cian O’Connor, die in den letzten Tagen abgesahnt haben im Schlosspark: Max Wachman auf dem einst von Simon Delestre hoch erfolgreich vorgestellten Berlux Z, seinem Olympiapferd. Der erst 18-jährige Wachman, ehemaliger Ponyeuropameister, Enkel der Coolmore-Dynastie Magnier und wenn es nach seinem Trainer O’Connor geht, ein Olympiareiter in spe, kam fehlerfrei nach 41,56 Sekunden ins Ziel. Sein Kommentar: „Ich bin absolut zufrieden mit Platz zwei. David ist ein sehr schneller Reiter, direkt hinter ihm zu stehen, ist eine Ehre.“ Er habe einen Plan von seinem Trainer Cian bekommen und sich strikt an diesen Plan gehalten: sicher, zügig, aber nicht auf Sieg.

Immerhin war er aber zügig genug, um Belgiens Gilles Dunon im Sattel von Fou de Toi vd Keihoeve auf Abstand zu halten (43,24 Sekunden). Nummer vier im Stechen war der Kolumbianer Camilo Rueda auf dem ebenfalls beim BWP registrierten Indus van het Keysereck (4/38,27).

Noch zwei weitere deutsche Paare waren mit schnellen Vier-Fehler-Ritten im Normalparcours platziert. Michael Jung ritt Edo Sandra auf Platz sieben. Ludger Beerbaum und Mila waren Zwölfte.

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