St. Gallen: Schweizer Heimsieg zum Auftakt der FEI-Nationenpreis-Serie, Deutschland auf Rang vier und mehr

52126101382_5640bfb29d_o

So sehen Sieger aus (während sie ihre Nationalhymne hören): Martin Fuchs, Steve Guerdat, Equipechef Michel Sorg, Piur Schwizer und Edouard Schmitz beim Nationenpreis in St. Gallen. (© FEI/Martin Dokoupil)

Martin Fuchs siegt und siegt und siegt – heute freilich nicht allein, aber seine beiden Nullrunden mit Leone Jei haben maßgeblich zum Heimsieg der Schweizer im Nationenpreis von St. Gallen beigetragen. Das war allerdings nicht das einzige „Länderspiel“ an diesem Wochenende.

Nachdem er sich bereits den Großen Preis von St. Gallen gesichert hatte, setzte Martin Fuchs zusammen mit seinen Teamkollegen heute noch eins drauf. Das Schweizer Traditionsturnier war die erste Etappe der FEI-Nationenpreisserie 2022. Es gab nur drei Paare, denen zwei fehlerfreie Umläufe gelangen. Martin Fuchs und sein Sieger von Genf, Leone Jei, waren eines davon.

Mit Fuchs in der Mannschaft ritten Edouard Smitz auf dem Holsteiner Quo Vados-Sohn Quno (4/0), Pius Schwizer mit seinem Neuzugang, Penelope Leprevosts Olympiapferd Vancouver de Lanlore (8/0) und Steve Guerdat auf Venard de Cerisy als Schlussreiter (4/WD). Das ergab unter dem Strich acht Fehler und damit das beste Ergebnis der acht startenden Teams. Für die Schweizer war es der erste Heimsieg in St. Gallen seit 26 Jahren. Da war die Freude groß! Martin Fuchs: „Egal, wann ich hier in St. Gallen im Team war, nie haben wir gewonnen. Aber wir haben gesagt, dieses Jahr müssen wir gewinnen und endlich haben wir es geschafft!“

Die weiteren Plätze

Die anderen beiden Doppelnuller waren Pedro Veniss auf Nimrod de Muze für Brasilien und Max Kühner mit Elektric Blue P für Österreich. Die tollen Leistungen nützten allerdings beiden nichts, denn den anderen Reitern glückten keine so guten Runden und die Mannschaften endeten auf Rang sechs bzw. acht.

Die Plätze zwei und drei waren hart umkämpft. Sowohl die Niederländer als auch die Briten hatten jeweils zwölf Fehler. Aber da das Team Oranje schneller unterwegs gewesen waren, setzten sie sich vor die Briten.

Die NED Equipe setzte sich zusammen aus Jack Ansems auf Fliere Fluiter (8/0), Sanne Thijssen mit Con Quidam (4/8), Jur Vrieling auf Long John Silver (0/4) und Marc Houtzager im Sattel von Sterrehof’s Dante (4/0).

Für die Briten ritten Harry Charles auf Douglas Lindelöws EM-Pferd Casquo Blue (0/4), Joseph Stockdale mit Cacharel (4/0), Jack Whitaker im Sattel von Valmy de la Lande (4/4) und John Whitaker mit Unick du Francport (0/4).

16 Fehler kamen beim deutschen Quartett zusammen, das bedeutete Rang vier. Gerrit Nieberg auf Ben und Marcus Ehning mit Stargold kamen beide mit vier und null Fehlern aus dem Parcours. In beiden Runden einen Abwurf hatten Hans-Dieter Dreher und Elysium. Bei Nationenpreis-Newcomer Philipp Schulze-Topphoff und Concordess waren es ein Abwurf in Runde eins und acht Fehler in Runde zwei.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Noch mehr Nationenpreise

Nicht nur in St. Gallen ging es um Teamwertungen. Die EEF-Serie, die kleine Schwester der FEI-Serie, machte dieses Wochenende Halt in Madrid und Athen. Die griechische Station ging nach Italien. Omar Bonomelli auf Chippendel de la Tour (0/0), Emilio Bicocchi mit Delirio Delle Sementarecce (0/4), Paolo Paini auf Japonica di Ca‘ San Giorgio (8/4) und Bruno Chimirri mit Samara (0/DNS) setzten sich mit acht Fehlern gegen Griechenland (16), Rumänien (17) und Bulgarien (36) durch.

In Madrid wurde der Nationenpreis bereits gestern entschieden – und zwar zugunsten der Gastgeber. Manuel Fernandez Saro im Sattel von Acoufina PS (0/0), Mariano Martinez Bastida mit Belano vd Wijnhoeve Z (EL/8), Santiago Nunez Riva auf Valentino de Hus Z (0/0) und Eduardo Alvarez Aznar mit Full Option van’t Zand (0/0) verwiesen die Konkurrenz mit dem Idealergebnis von null Fehlern auf die Plätze. Rang zwei ging nach Belgien (4) vor Irland (8).

Während die EEF-Serie auf Drei-Sterne-Niveau über 1,45 Meter ausgetragen wird, wurde in Langley, Kanada, auf 1,60 Meter-Niveau gesprungen. Am besten unterwegs waren hier die Iren in der Besetzung Daniel Coyle/Legacy (4/0), Andrew Bourns/Sea Topblue (0/0), Shane Sweetnam/James Kann Cruz (0/1) und Conor Swail/Count me in (4/DNS). Sie kamen auf fünf Fehler und ließen damit Mexiko (13), Australien (22), Kanada (28), die Mitfavoriten aus den USA (36) und Israel hinter sich. Letztere schieden aus der Wertung aus, nachdem sie ohnehin nur zu dritt waren und Daniel Bluman und Ubiluc als „EL“, Eliminated, geführt werden mussten.

Den Großen Preis in Langley hatte sich zuvor Kent Farrington (USA) auf seiner WM-Kandidatin Orafina gesichert.