Burgham International: Weltmeisterin Rosalind Canter mit persönlicher Bestleistung und mehr

Burgham CCI 4*S 2020

Rosalind Canter und Allstar B auf dem Weg zum Sieg im CCI4*-S von Burgham 2020. (© Mark Lengyel)

Das Burgham International am vergangenen Wochenende war mehr ein Burgham National für die Briten – was bedeutet, dass hier einige der besten Reiter der Welt am Start waren. Für viele war es der erste (internationale) Einsatz nach der Corona-Pause.

Highlight war der CCI4*-S, der in zwei Abteilungen gewertet wurde. In der ersten Abteilung siegte der Weltranglisten-Erste Oliver Townend mit Ballaghmor Class, der sein letztes Turnier letztes Jahr in Burghley ging, wo er Dritter im CCI5*-L geworden war. Nach einer 21,4 Minuspunkte-Dressur kamen im Springen noch 0,8 und im Gelände 2,0 Zeitstrafpunkte hinzu. Machte 24,20 Minuspunkte insgesamt.

Zweite wurde Laura Collett auf ihrem inzwischen zwölfjährigen Holsteiner Mr. Bass (v. Carrico, der sein Dressurergebnis von 25,8 Minuspunkten ins Ziel brachte. Sarah Bullimore und Reve du Rouet belegten den dritten Platz.

Persönlicher Dressurrekord für die Weltmeister

In der zweiten Abteilung setzte sich Rosalind Canter auf ihrem nun 15-jährigen KWPN-Wallach Allstar B v. Ephebe For Ever durch. Als die beiden 2018 in Tryon Weltmeister wurden, stand am Ende ihr Dressurergebnis von 24,6 Minuspunkten auf dem Konto. Das haben sie in Burgham locker unterboten: 19,7 Minuspunkte, das beste Ergebnis, das Canter je in einer internationalen Prüfung hatte.

Um den Sieg musste sie aber dennoch zittern. Zu dem starken Dressurergebnis kamen zwar lediglich 1,2 Zeitfehler im Parcours und 0,8 Zeitstrafpunkte im Cross hinzu, aber Peggy March und Brookfield Inocent waren Canter und Allstar B dicht auf den Fersen. Am Ende siegte Canter mit gerade mal 0,1 Punkten Vorsprung vor French und ihrem elfjährigen Iren.

Dritter wurde ein weiterer Weltmeister: der nun neunjährige Hannoveraner Monkeying Around v. Bertoli W-Donnerhall aus der eigentlich Zucht von Christian Heinrich, der vor drei Jahren in Le Lion d’Angers Weltmeister der jungen Vielseitigkeitspferde wurde. Züchter Christian Heinrich hatte eigentlich geplant, dass Monkeying Around Dressurpferd wird. Aber da der Wallach zwar ansprechende Grundgangarten hatte, aber nicht die Qualitäten eines künftigen Krachers im Viereck, verkaufte Heinrich ihn dreijährig nach England und hörte erst mal nichts mehr von ihm. Bis der Wallach drei Jahre später zum besten Nachwuchsvielseitigkeitspferd der Welt gekürt wurde.

Seine Qualitäten im Busch bewies Monkeying Around, Stallname „Bert“, in Burgham einmal mehr. Nach einer 21,2 Minuspunkte-Dressur kamen lediglich im Springen 0,4  und im Gelände 1,6 Zeitstrafpunkte hinzu.

Townend nicht zu schlagen

Oliver Townend hatte das Wochenende gut zu tun und kann mit Fug und Recht behaupten, dass sein Einsatz sich gelohnt hat! Neben dem Sieg im CCI4*-S sicherte er sich zudem beide Abteilungen der Drei-Sterne-Kurzprüfung.

Dabei saß er zum einen auf der achtjährigen Irin Miss Cooley v. Ramiro B, die er im vergangenen Jahr auch bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Le Lion d’Angers vorgestellt hatte. Sie beendete die Prüfung mit ihrem Dressurergebnis von 26,1 Minuspunkten.

26,7 Minuspunkte lautete das Dressur- und Endergebnis von Cillnabradden Evo, der die andere Abteilung gewann. Sein letztes Turnier war übrigens der CCI5* in Badminton gewesen, wo der 14-jährige Ire Rang sechs belegt hatte.

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