DM Luhmühlen: Greta Busacker ist neue Deutsche Meisterin der Vielseitigkeits-Junioren

Feature Gelände

Symbolbild (© Julia Rau)

Genau 60 Jahre nachdem Reiner Klimke mit Fortunat Deutscher Military-Meister wurde, holte seine Enkelin Greta Busacker heute den Titel bei den Junioren.

Greta Busacker, die 18-jährige Tochter von Ingrid Klimke (deren DM-Springen zu dem Zeitpunkt noch nicht entschieden war), setzte sich mit dem neunjährigen Scrabble v. Straviaty (OS) bereits in der Dressur an die Spitze. Die verteidigte sie mit einer sicheren Geländerunde, und machte heute mit einem Null-Fehler-Parcours den Sack zu. Ein sauberer Durchmarsch!

Silber- und Bronzemedaille wurden im Springen noch neu verteilt. Ben Philipp Knaack auf dem zehnjährigen in den Niederlanden gezogenen Let’s Go v. Larscot arbeite sich auf Rang zwei vor. Kaya Thomsen, Tochter des zukünftigen Bundestrainers Peter Thomsen, wurde nach makellosen Parcours auf dem zehnjährigen Holsteiner Da bin ich v. Diarado Dritte. Mit Barney, dem Olympiapferd ihres Vaters von 2012, belegte Kaya Thomsen auch noch Platz 14. Die bis dahin auf dem Silberplatz liegende Victoria Weyers auf Lariostea fiel nach einem Abwurf auf Platzsieben zurück. (31,0).

Dass die Passion für diesen Sport bei vielen Jungtalenten in den Genen liegt, ist nichts Neues, wurde aber in Luhmühlen besonders augenfällig. Das sei ein Vorteil, aber nicht nur, sagt die Bundestrainerin der Junioren, Julia Krajewski. „Für die Kinder erfolgreicher Reiter ist der Druck größer, aber andererseits haben sie auch die besseren Ressourcen.“ Sprich gute Pferde unter dem Sattel, die in einem Profistall ja auch schnell mal wieder zum Verkauf stehen. Auf der anderen Seite konzentrierten sich Eltern, die selbst nichts mit dem Pferdesport zu tun haben, mehr auf ihr Kind und seine Sportkarriere. „Natürlich muss man denen mehr erklären, aber das macht ja auch Spaß“, so Krajewski.

Mit 75 Startern stellte das CCI*2-L (für lang) das größte Starterfeld in Luhmühlen. 50 davon bewarben sich um die Deutsche Meisterschaft der Junioren, also der bis 18-Jährigen. 58 Reiter beendeten die Prüfung, die meisten Probleme bereitet der Einsprung am zweiten Wasser. Hier konnten viele Pferde offenbar nicht erkennen, dass es sich bei der glatten Oberfläche um Wasser handelt. Nachdem einige Reiter und Pferde ein unfreiwilliges Bad genommen hatten, erzeugte das Hindernispersonal mit einer Schaufel kleine Wellen, wenn immer ein Pferd nahte.

Bundestrainer Hans Melzer sah noch eine andere Ursache für die zahlreichen Missgeschicke an diesem Hindernis: „Viele kamen viel zum schnell zum Sprung, saßen dann auch noch ungeschickt und gaben keine Luft mit dem Zügel.“ Auch die Grundkondition einiger Reiter ließe zu wünschen übrig. „Chris Bartle macht in der nächsten Woche ein Landestrainer-Seminar“, sagte Melzer, “da werden diese Dinge zur Sprache kommen, da muss was getan werden.“

  1. Müller

    Immer wieder schön zu lesen wie wertvoll die Co-Bundestrainer waren, muss nach Aussage vom Chefbundestrainer Melzer nun Christopher Bartle in einem Landestrainer-Seminar auf Missstände hinweisen.

  2. Horst Müller

    Immer wieder schön zu lesen wie wertvoll die Co-Bundestrainer waren, muss nach Aussage vom Chefbundestrainer Melzer nun Christopher Bartle in einem Landestrainer-Seminar auf Missstände hinweisen.


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