Kentucky: Die CCI5*-L Teilnehmerliste mit prominenten Namen

Oliver Townend (GBR) and Cooley Master Class

Oliver Townend und Cooley Master Class, Sieger des CCI5*-L Kentucky 2019. 2021 gibt es zwar keine Zuschauer vor Ort, aber dafür vielleicht viele vor den Bildschirmen! (© Gayle Jenkins)

Dank dem Einsatz der Reiter muss der CCI5*-L von Kentucky nicht noch einmal aufgrund der Corona-Krise ausfallen. Gestern war Nennungsschluss und auf der Liste stehen einige Namen, denen man schon aufgrund vorheriger Erfolge Chancen einräumen würde.

Die Reiter selbst haben eine Spendenaktion initiiert, um den CCI5*-L von Kentucky zu ermöglichen. Die Veranstalter selbst wollten das Turnier nach 2020 erneut absagen, weil aufgrund der Corona-Pandemie wohl auch dieses Jahr keine Zuschauer zugelassen werden können. Doch tatsächlich hatte die Fundraising-Aktion Erfolg und so findet das Traditionsturnier in den USA nun vom 22. bis 25. April statt. Nach der Absage von Badminton wird Kentucky das Highlight im Turnierkalender Buschreiter dieses Frühjahr. Dementsprechend prominent besetzt ist die Teilnehmerliste.

Darauf steht zum Beispiel das Siegerpaar der Jahre 2018 und 2019 darauf: der Brite Oliver Townend mit dem 16-jährigen Ramiro B-Sohn Cooley Master Class. Würde er das Turnier zum dritten Mal in Folge gewinnen, träte er in die Fußstapfen von Michael Jung und Rocana, die 2015, 2016 und 2017 siegreich waren.

Neben Cooley Master Class will Townend auch den Sieger von Burghley 2017 reiten, Ballaghmor Class (14-jähriger Ire v. Courage II) sowie Tregilder (elfjähriger, in Großbritannien gezogener Halbblüter v. Royal Concorde), der sein Fünf-Sterne-Debüt geben soll.

Townend ist nicht der einzige Brite auf der derzeitigen Nennliste. Da ist beispielsweise auch William Fox-Pitt, der schon seit 2015 nicht mehr in Kentucky am Start war. Damals wurde er Vierter auf Bay My Hero. Aber auch er hat das Turnier schon mehrfach gewinnen können, nämlich 2010, 2012 und 2014. Diesmal wird er den Hannoveraner Little Fire reiten.

Der zwölfjährige Wallach v. Graf Top-Heraldik xx aus der Zucht von Prof. Dr. Volker Steinkraus begann seine Karriere einst mit dem Namen Butts Aiden. Als solcher wurde er von Anna Siemer in den Sport gebracht, mit der er unter anderem Siebter beim Bundeschampionat der fünfjährigen Geländepferde 2014 wurde. In England erhielt der Wallach dann den Namen Little Fire und 2015 folgten seine ersten internationalen Turniereinsätze mit William Fox-Pitt. Der bislang größte Erfolg der beiden war der Neunte Platz beim CCI5*-L in Badminton 2019.

Apropos Anna Siemer – sie ist bislang die einzige Deutsche auf der Liste. Genannt hat sie ein weiteres aus der Steinkraus’schen Zucht: ihre Erfolgsstute Butt’s Avondale. Für Siemer und die 14-jährige Hannoveraner Nobre xx, die ja 2019 als Einzelstarter bei der EM in Luhmühlen Rang 13 belegen konnten, wird es nicht nur der erste Start in Kentucky, sondern auch das Fünf-Sterne-Debüt.

Chancen, vorne mit dabei zu sein, haben ganz sicher auch Tim und Jonelle Price, die bekanntlich für Neuseeland an den Start gehen, aber in England leben. Jonelle Price bringt zum einen ihre Badminton-Siegerin Classic Moet (18-jährige, in Großbritannien gezogenen Halbblüterin v. Classic xx) mit nach Kentucky. Hinzu kommt zum einen die erst zehnjährige KWPN-Stute Grappa Nera (v. Karandasj), die ihre erste Fünf-Sterne-Prüfung geht, aber beispielsweise schon Zweite im CCI4*-L von Strzegom 2020 war. Und mit dem 13-jährigen Iren Grovine de Reve v. Hermea de Reve hätte sie noch ein drittes Eisen im Feuer. Der Wallach ist allerdings derzeit in der FEI-Datenbank gesperrt, weil Price mit ihm bei der Sunshine Tour am Start war und er somit dem Herpes-Virus ausgesetzt gewesen sein könnte. Fünf-Sterne-Erfahrung sammelte Grovine de Reve 2020 in Pau, wo er Rang zwölf belegte.

Tim Price reitet zum einen den nun 15-jährigen britischen Wallach Xavier Faer v. Catherston Liberator, der seine Qualitäten in Kentucky schon 2019 unter Beweis stellen konnte. Damals belegten die beiden den dritten Rang. Außerdem plant Tim Price mit dem ebenfalls 15-jährigen Iren Bango v. Garrison Royal, der 2016 schon einmal in Kentucky am Start war, damals aber ausschied. Seither war er allerdings schon zweimal in Burghley platziert, zuletzt 2019 als Fünfter.

Die Gastgeber werden vertreten durch zum Beispiel den Rio-Bronze-Gewinner Phillip Dutton, Boyd Martin, Bruce Davidson und weiteren prominenten Namen. Zum Teil gibt es auch ein Wiedersehen mit deutschen Pferden. So bringt beispielsweise der US-Reiter Will Faudree den zehnjährigen Hannoveraner Mighty Magic-Sohn Mama’s Magic Way an den Start. Der Wallach aus der Zucht von Mareike Leers-Schreiber in Egestorf startete seine Karriere einst mit Andreas Dibowski im Sattel, ehe er in die USA verkauft wurde.

Insgesamt können 80 Paare am CCI5*-L teilnehmen. Derzeit stehen 74 auf der Liste. Die Gesamtübersicht der Nennungen finden Sie hier.

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