Badminton: Sieg für Jonelle Price, Michael Jung und Sam auf Rang zehn

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Die Badminton-Sieger 2018: Jonelle Price und Classic Moet. (© Facebook/Badminton Horse Trials)

Nach dem Gelände des CCI4* in Badminton war die Neuseeländerin Jonelle Price mit Classic Moet in Führung gegangen und gab sie auch nicht mehr ab. Michael Jung büßte hingegen beim abschließenden Springen ein paar Plätze ein.

Und trotzdem hat Michael Jungs Württemberger Stan the Man xx-Sohn Sam mit seinen 18 Jahren einmal mehr eine herausragende Leistung gezeigt. Nach der Dressur lagen die beiden auf einem aussichtsreichen Rang acht mit 24,7 Minuspunkten. Im Gelände sammelten sie sechs Zeitstrafpunkte. Aber da waren sie in guter Gesellschaft, denn innerhalb der erlaubten Zeit kam kein einziges Paar ins Ziel. Im Gegenteil, 20 Reiter schieden im Gelände der schwierigsten Vielseitigkeit der Welt aus oder gaben auf.

So hatten die beiden Doppel-Olympiasieger sich nach dem Cross schon an die Vierte Stelle vorgearbeitet. Nicht mal ein Springfehler trennte sie vom Treppchen. Doch dann sammelten Jung und Sam selbst zwei Abwürfe. Am Ende bedeutete das mit 38,7 Minuspunkten Rang zehn.

Sieg nach Neuseeland

Jonelle Price und Classic Moet haben gezeigt, dass der neue Modus der Vielseitigkeit, nach dem die Dressur nicht mehr eineinhalbfach, sondern nur noch einfach zählt, seinen Zweck erfüllt. Das Gelände sollte wieder mehr Gewicht bekommen.

Price und Moet lagen nach der Dressur noch auf Rang 22 mit 27,6 Minuspunkten. Allerdings waren die Ergebnisse alle sehr dicht beieinander. Im Gelände waren die beiden in super Form, lieferten mit gerade mal 0,4 Strafpunkten für Zeitüberschreitung das beste Ergebnis von allen Startern, was sie schlagartig an die Spitze katapultierte. Und sie fügten ihren 28 Minuspunkten im Parcours keine weiteren hinzu. Der unumstrittene Sieg.

Für Jonelle Price war Badminton übrigens die erste Vielseitigkeit seit Pau. Über den Winter eiferte sie Michael Jung nach, indem sie international Springen ritt – anders als Jung hatte sie allerdings nicht nur reine Springpferde dafür ausgewählt, sondern auch ihre Buschcracks. So sprang Classic Moet fehlerfrei über CSI4*-Kurse. Vorbereitung auf Badminton mal anders.

Oliver Townend verpasst Rolex-Chance

Nach seinem Auftritt in Kentucky hätte der neue Weltranglisten-Erste Oliver Townend in Badminton die Chance gehabt, dem Traum vom Rolex Grand Slam der Vielseitigkeit ein Stückchen näher zu rücken. Den Jackpot gewinnt der Buschreiter, der innerhalb eines Zyklus die drei CCI4* Kentucky, Badminton und Burghley gewinnt. Bis jetzt gelang das erst zwei Reitern, Pippa Funnell und Michael Jung. Oliver Townend war nah dran, im Sattel des irischen Ramiro B-Sohnes Cooley SRS (übrigens ein Halbbruder seines Kentucky-Siegers Cooley Master Class) zwei Drittel des Kuchens schon in der Tasche zu haben.

Aber es hat nicht sollen sein. Dafür hätte Jonelle Price sich einen Springfehler und einen Zeitfehler erlauben müssen. Den Gefallen tat sie dem Mannschaftseuropameister nicht. Mit 33,1 Minuspunkten wurde Townend Zweiter.

Briten übermächtig

Auch auf den folgenden Plätzen fanden sich die Gastgeber wieder, allen voran Rosalind Canter auf Allstar B, die bereits nach der Dressur auf Rang drei lag und diesen Platz bis zum Schluss verteidigte (34,3).

Gemma Tattersall und Arctic Soul wurden mit 35,2 Minuspunkten Vierte vor Oliver Townend mit seinem zweiten Pferd, Ballaghmor Class (36,0).

Michael Jung und Sam waren das einzige deutsche Paar in Badminton. Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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