Michael Jung und Rocana siegen zum dritten Mal in Folge in Lexington

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Freude bei Michael Jung und Rocana nach ihrem dritten Sieg in Folge beim CCI4* in Kentucky 2017. (© Landrover)

Michael Jung hat Geschichte geschrieben. Wieder einmal. Im Sattel von Rocana hat er nach 2015 und 2016 auch in diesem Jahr das Rolex Kentucky CCI4* gewonnen. Aber es war spannend bis zum letzten Sprung.

Gleich in mehrfacher Hinsicht hat Michael Jung die Geschichtsschreibung in der Vielseitigkeit mit seinem Sieg beim CCI4* in Kentucky beschäftigt: Zum dritten Mal in Folge gewann er eines der schwersten Vielseitigkeitsturniere der Welt, ein „Three-peat“ jubelt man in der Szene. Außerdem war es der zehnte Sieg in einem Vier-Sterne-Event. Damit ist Michael Jung wieder ein Stück näher an den Briten William Fox-Pitt gekommen. Er hält den Rekord. 14 mal stand er an der Spitze eines CCI4*.

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Michael Jung und Rocana, Kentucky 2017, Foto: Landrover

Kein verspäteter Osterspaziergang für Michael Jung

Jung hatte die Dressur an zweiter Stelle beendet. Nach dem Geländetag war er als Overnight Leader in das abschließende Parcoursspringen gegangen. Es war aber kein Spaziergang durch die Kentucky Horse Park vor den Toren von Lexington. Seine Stute habe sich etwas von dem Wetter beeindruckt gezeigt, so der Olympiasieger nach dem Cross Country. Das habe ihn zunächst etwas nervös gemacht. So erklärte er, dass er zwar nur ganz knapp die Bestzeit verfehlt hatte, aber es nicht die gewohnte Michael-Jung-Runde wurde, die jeden Vier-Sterne-Kurs nach einer Geländepferdeprüfung Klasse A aussehen lässt.

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Michael Jung (GER) und Rocana. Foto: Rebecca Berry/FEI (© Rebecca Berry/FEI)

Einen Wackler gab es auch im Parcours. Kurz vor Abschluss fiel eine Stange, aber es war genau der eine Abwurf, den sich das Paar erlauben konnte. 42,7 Minuspunkte (37,1 nach der Dressur, 38,7 nach dem Gelände) bedeuteten den Sieg vor dem Franzosen Maxime Livio (44,6).

Sie ist ein wunderbares Pferd, ein hart kämpfendes Mädchen. Sie sprang wunderbar und hat nur etwas an dem weißen Hindernis geguckt. Ich mag Kentucky, nicht nur, weil ich hier gewinne, sondern weil ich mich hier willkommen fühle. Man kann die Pferde auf jede Phase hervorragend vorbereiten, das mag ich. Deswegen komme ich immer wieder

Livio sagte, er müsse nur kurz mit seinem Pferd reden, dann liefe es im Springen. Und tatsächlich blieb der französische Wallach fehlerfrei im Parcours. Dasselbe gelang der Britin Zara Tindall mit ihrem High Kingdom. Die Tochter von Prinzessin Anne war überglücklich, immer wieder hatten Verletzungen High Kingdom zurückgeworfen. Nun war sie eines von drei Paaren, das in Kentucky sowohl auf der Geländestrecke als auch im Springen fehlerfrei blieb (46,6).

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Zara Tindall (GBR) und High Kingdom, Foto: Landrover

Bester US-Amerikaner wurde Phillip Dutton mit dem einst unter Frank Ostholt erfolgreichen Mr. Medicott (54,6). Das Paar war Neunter nach der Dressur (44,8), kam mit 8,8 Minuspunkten aus dem Gelände und hatte einen Zeitfehler im abschließenden Springen.

42 Pferde hatten die Geländestrecke beendet, zwei wurden vor dem Springen zurückgezogen und eines kam nicht durch den Vetcheck.

Mit seinem Sieg in Kentucky führt Michael Jung nun auch in der Serie FEI Classics gemeinsam mit dem Franzosen Maxime Livio, beide haben einen Sieg und einen zweiten Platz in der laufenden Saison feiern können. Allerdings wird Livio nicht am kommenden Wochenende beim Klassiker in Badminton in England an den Start gehen. Dort hat Michael Jung die Chance, wichtige Punkte zu holen, um sich in der Serienwertung an die Spitze des Feldes zu setzen. Um so schnell wie möglich in Badminton zu sein, verließ Jung samt seiner Familie nur wenige Stunden nach der Ehrenrunde Lexington.

Zwischenstand FEI Classics

1    Maxime Livio (FRA)    27
2    Michael Jung (GER)    27
3    Hazel Shannon (AUS)    15
4    Wilhelm Enzinger (AUS)    12
5    Zara Tindall (GBR)    10
6    Andrew Cooper (AUS)    10
7    Phillip Dutton (USA)    8
8    Nicola Wilson (GBR)    8
9    Hannah Sue Burnett (USA)    6
10    Alexander Bragg (GBR)    6
(nach drei von sechs Turnieren)

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