Münster: Goldene Schärpe Ponys 2021 geht an Hannover I

Feature Gelände

Symbolbild (© Schreiner)

Die Ponyreiter eroberten am Wochenende das Westfälische Pferdezentrum in Münster-Handorf. Bei der Goldenen Schärpe maß sich der Nachwuchs in fünf Teilprüfungen. Besonders erfolgreich waren das Team Hannover I, Hanna Niessen und Alina Tatzer.

128 Reiter und ihre Ponys, insgesamt 25 Mannschaften – bei der Goldenen Schärpe der Ponyreiter 2021 in Münster war einiges los! Fünf Teilprüfungen – Dressur, Springen und Gelände auf E-Niveau, dazu Theorie und Vormustern – mussten die jungen Talente absolvieren. Auch ein Fitnesstest stand auf dem Programm, der allerdings nicht in die Bewertung einfloss.

Die meisten Punkte sammelte das Team Hannover I, für das Amelie Fulst mit Phara, Lale Marie Helmke mit Ibiza, Sofia Meier mit Sammy Joe, Hanna Niessen mit Cappuccino  und Elisa Schuette mit Galileo ritten. Mit 370,3 Zählern setzten sie sich gegen die Mannschaften Weser-Ems II (364,4) und Westfalen I/KRV Borken (360,4) durch.

„Wir haben dieses Mal wegen Corona nur eine Sichtung gehabt und gesagt, wer gut ist, darf mit“, erzählte Claus Erhorn, Landestrainer und Mannschaftsführer der Hannoveraner Teams. „Das Gelände hier war nicht zu schwer. Aber der Geländeplatz und das Abreiten waren fantastisch, vielleicht hätte man noch etwas daraus machen können, die Hindernisse noch etwas abwechslungsreicher gestalten können. Aber die Kinder sind wenig vorher geritten, insofern kam ihnen das auch zu Gute. Wir haben nur gute Bilder gesehen.“

Die Einzelwertung

Die erste Abteilung der Einzelwertung gewann Alina Tatzer (Bayern) mit Heitholms Red Rose, die im letzten Jahr schon Platz fünf belegen konnte. Die 14-jährige Münchnerin zeigte tolle Leistungen in Dressur (8,8), Springen (8,0) und Gelände (8,4) und erzielte insgesamt 126,2 Punkte. Erst zehn Jahre alt ist Rieka Marie Schnier vom Team Weser-Ems II, die mit ihrem Pony Chefassistent mit 123,7 Punkten den Silberrang belegte. Auf Platz drei in der Abteilung I landete die zwölfjährige Amelie Fulst (Hannover I) mit Phara und 122,2 Zählern.

Die erfolgreichste Reiterin bei der Goldenen Schärpe war Hanna Niessen mit Cappuccino. Sie siegte nicht nur mit ihrer Mannschaft, sondern konnte auch mit 128,8 Punkten das beste Einzelergebnis erzielen. Damit entschied sie die zweite Abteilung für sich. Für die Elfjährige gab es eine 8,7 in der Dressur, die 8,5 im Springen und eine 8,6 für den Geländeritt. Louis Brinkmann (Weser-Ems II) wurde Zweiter mit seinem Welsh Partbred-Schimmel Dryfee Wandering Minstral und 121,2 Punkten. Auf genau 120 Punkte kam die drittplatzierte Nika Reichert mit Anuschka aus Sachsen.

Fritz Lutter, Vorsitzender der AG Nachwuchs des DOKR-Vielseitigkeitsauschusses, zog ein positives Fazit: „Besonders aufgefallen ist mir, dass wir sehr viele, sehr junge Leute hier hatten. Auffällig war aber auch, dass hier richtig gute Ponys am Start waren. Das war schon mal anders, das hat eine gute Entwicklung genommen. Ich glaube auch, dass wir mit unserem Konzept für die Goldene Schärpe genau auf dem richtigen Weg sind, vor allem, dass wir das so offen gemacht haben und viele teilnehmen können. “

Auch Daniel Stegemann, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Westfalen, freute sich, dass nun auch die Jugend wieder Turniere reiten kann: „Aus meiner Sicht müssen wir, weil wir durch Corona gerade dieser Altersklasse sehr wenig anbieten konnten, eine Motivation schaffen und Lust auf den Sport machen. Sonst laufen wir Gefahr, dass uns diese Generation wegbricht. Und gerade solche Mannschaftswettkämpfe bieten sich doch an, Freude am Turniersport zu wecken, denn gemeinsam im Team kämpft es besser und einfach mehr Spaß!“

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

Quelle: fn-press