Olympia 2020: FEI kürzt Geländestrecke der Vielseitigkeit

Michael Jung (GER)_Tokyo test event

Michael Jung und Wild Wave während des Testevents in Tokio. (© FEI/Yusuke Nakanishi)

Zum Ende des vergangenen Jahres hat der Vorstand des Weltreiterverbands (FEI) entschieden, dass die Geländestrecke der Vielseitigkeit bei den Olympischen Spielen in Tokio im kommenden Sommer gekürzt wird.

Grund dafür sind die Auswertungen des Ready Steady Tokyo Test Events, welches im August 2019 stattfand. Das Event diente dazu, die klimatischen Verhältnisse unter Wettkampfbedingungen für Reiter und Pferde auf Herz und Nieren zu testen. Die dort gerittene Drei Sterne-Kurprüfung war im Hinblick auf ihre Anforderungen nicht nur kürzer, sondern auch einfacher gestaltet als es für Olympische Spiele vorgesehen ist – und schon bei dieser Prüfung gerieten Pferde und Reiter an ihre Belastungsgrenze (nachzulesen in der St.GEORG-Ausgabe 12/2019).

St.GEORG-Herausgeberin Gabriele Pochhammer war ebenfalls vor Ort und erlebte klimatische Bedingungen wie in der Sauna. Nach dem Event forderten Tierärzte die FEI und das IOC auf, die auf 5700 Meter angelegte Strecke zu verkürzen von zehn auf acht Minuten sowie die Startzeiten vorzuziehen.

FEI folgt dem Rat der Tierarzt- und Eventing-Kommitees

Genau dieser Empfehlung ist die FEI zum Jahreswechsel gefolgt. Durch die Verkürzung von zehn auf acht Minuten wird der Geländekurs somit ungefähr 4.500 Meter lang sein. Auch die Startzeit wurde nochmal weiter vorgezogen. Das Herzstück der Vielseitigkeit, der Cross, soll zwischen 7.30 und 8.00 Uhr Ortszeit beginnen. Damit sollen bis 11 Uhr vormittags alle Paare den Geländeteil hinter sich haben. Bereits um diese Zeit wurden beim Ready Steady Tokyo Test Event allerdings Werte um 33 WBGT-Index gemessen.

Bei Werten von mehr als 33 WBGT-Index raten Tierärzte von sportlichen Wettbewerben ab. Wahrscheinlich wird die Geländestrecke daher trotzdem eine große Herausforderung für Pferde und Reiter darstellen. Eine Entscheidung zur genauen Startzeit des Geländeteils soll im Laufe dieses Monats gefällt werden, heißt es in einem Statement der FEI.

In der Pressemitteilung heißt es weiter: „Das Wohlergehen sowohl der menschlichen als auch der vierbeinigen Athleten steht im Mittelpunkt des Entscheidungsprozesses der FEI, und diese Entscheidungen wurden getroffen, um den konkurrierenden Nationen zu ermöglichen, ihre Leistungen im Sommerklima von Tokio zu optimieren.“

Weitere technische Details des Geländekurses wolle die FEI „zu gegebener Zeit“ veröffentlichen.

Quelle: FEI

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