Test für Olympia 2020: Yoshiaki Oiwa übernimmt Führung nach der Dressur

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Der Japaner Yoshiako Oiwa liegt mit Bart beim Test-Event in Tokio nach der Dressur in Führung. (© FEI/Yusuke Nakanishi)

Noch ein Jahr ist es hin, bis alle Welt auf die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio schaut. Bei einem Test-Event mit dem Namen „Ready Steady Tokyo“ sollen diese Woche schon einmal im Rahmen einer Drei Sterne-Kurzprüfung die Bedingungen für Reiter und Pferde erprobt werden. Mit dabei sind auch drei Reiter aus Deutschland.

In Führung liegt nach der Dressur allerdings ein Reiter der gastgebenden Nation. Der Japaner Yoshiaki Oiwa kam im Sattel seines KWPN Wallachs Bart auf 24,5 Minuspunkte. Alle Richter sahen das Paar, das im vergangenen Jahr Doppel-Gold bei den Asian Games in Jakarta gewann, auf Rang eins. Der 43-jährige Oiwa ist seit zehn Jahren in Deutschland beheimatet und trainiert mit seinen Pferden bei Dirk Schrade. Wenn er nächstes Jahr in Tokio an den Start geht, wäre dies bereits die vierte Olympiateilnahme für ihn.

„Ich reite hier für mein Heimatland, habe aber die letzten 18, 19 Jahre in Europa verbracht. So viele Leute unterstützen mich, aber sehen nie, was ich tue. Das ist also eine gute Chance um zu zeigen, was ich mache und worum es in dem Sport geht“, begründete Oiwa seine Motivation, um an dem Test-Event teilzunehmen. Überhaupt hat sich die japanische Mannschaft nach Platz vier bei den Weltreiterspielen im vergangenen Jahr große Ziele gesteckt. „Unser Team ist zäh und hat sich schnell gesteigert. Wir streben eine Medaille an, deswegen müssen wir besser und besser werden. Wir haben viele gute Reiter, es ist auf jeden Fall möglich“, so der Japaner Kuzuma Tomoto. Er liegt mit Tacoma d’Horset auf Platz sechs nach der Dressur.

Zweiter ist aktuell der Australier Andrew Hoy mit einem vergleichsweise jungen Pferd: Erst acht Jahre alt ist seine Selle Francais Stute, die auf den klanghaften Namen Bloom Des Hauts Crets hört. Für die Vorstellung des Paares gab es 27,7 Minuspunkte. Knapp dahinter rangiert momentan Michael Jung als bester Deutscher an dritter Stelle. Er hat in Tokio ebenfalls ein Nachwuchspferd gesattelt, den siebenjährigen Holsteiner Wild Wave. Mit dem Water Dance xx-Sohn war Jung dieses Jahr bereits in Strzegom und Marbach siegreich. Heute verließen die beiden mit glatt 28 Minuspunkten das Viereck.

FEI/Yusuke Nakanishi

Michael Jung und Wild Wave beim Test-Event für Tokio 2020. (© FEI/Yusuke Nakanishi)

Team Thomsen auf Platz fünf

Peter Thomsen, der auch auf seiner Facebook-Seite von seinen Eindrücken aus Tokio berichtet, kam mit Nobleman auf 29,5 Zähler, Rang fünf. Zwei der drei Richter setzten den Nekton-Sohn auf Position drei, der Richter bei M sah das Paar allerdings nur an siebenter Stelle. Für den dritten deutschen Teilnehmer, Jan Matthias, bedeuteten 32,4 Minuspunkte Platz elf im Zwischenranking. Der U25-Reiter hat die Reise nach Tokio mit seinem bewährten Grafenstolz-Sohn Granulin angetreten.

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So sieht das neu erbaute Stadion für die Reiter in Baji Koen momentan aus. (© St.GEORG)

Nach der Dressur im Stadion ging es für die Pferde weiter in die Stallungen nach Sea Forest, wo morgen die nächste Teilprüfung stattfinden wird. Der US-amerikanische Kursdesigner Derek Di Grazia hat dort eine Geländestrecke aufgebaut, die es durchaus in sich haben soll. 20 Hindernisse mit 31 Sprüngen erwarten Reiter und Pferde auf dem 3025 Meter langem Kurs. Das abschließende Springen am Mittwoch wird dann wieder in Baji Koen ausgetragen. Auf der Anlage fanden schon im Rahmen der Olympischen Sommerspielen 1964 die Dressurprüfungen statt.

Die Ergebnisse aus Tokio finden Sie hier.

 

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