Vielseitigkeits-Nationenpreis Strzegom: Der zweite Doppelsieg in Folge für Deutschland

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Michael Jung und Chipmunk, der ja von Julia Krajewski ausgebildet worden war, wachsen immer mehr zusammen. (© Libby Law Photography)

Nach Houghton Hall holten Deutschlands Vielseitigkeitsreiter auch beim Nationenpreis in Strzegom, Polen, sowohl den Mannschafts- als auch den Einzelsieg nach Hause.

Mit 90,4 Minuspunkte setzte das Team um Equipechef Hans Melzer sich einigermaßen überlegen vor die Briten (122,50) und die Niederländer (146,70). Es war ein Start-Ziel-Sieg, nachdem das deutsche Quartett schon nach der Dressur und Führung gegangen war und diese bis zum Schluss nicht hergab.

Ähnlich war es vor wenigen Wochen auch schon in Houghton Hall für die deutschen Buschis gelaufen. Dort war es Christoph Wahler gewesen, der auch den Einzelsieg holte. Diesmals lieferten Michael Jung und sein neuer großer Hoffnungsträger Chipmunk die beste Performance.

In der Dressur waren sie noch Zweite gewesen hinter dem Niederländer Tim Lips auf Bayro. Doch nachdem Jung und der Contendro-Sohn im Gelände schneller waren und auch im Parcours fehlerfrei sprangen, führte kein Weg an ihnen vorbei. Sieg mit 25,20 Minuspunkten.

Mit gerade mal einem zehntel Punkt Vorsprung sicherte sich der Brite Ben Hobday den zweiten Platz vor Andreas Dibowski auf Corrida 28,70 Minuspunkte waren es bei Hobday, 28,80 bei Dibo.

Nachdem bei Tim Lips im Parcours noch ein Springfehler hinzukam, wurden er und sein 13-jähriger KWPN-Wallach v. Casantos als bestes niederländisches Paar mit 31,40 Minuspunkten Vierte.

Ein toller Erfolg war der fünfte Platz für die dritte deutsche Mannschaftsreiterin, Josefa Sommer auf Hamilton. Von Rang 18 nach der Dressur waren sie gestartet, kämpften sich dann aber mit einer recht flotten Geländerunde (ganz ohne Zeitfehler kam keiner ins Ziel) und null Fehlern im Parcours nach vorne (36,40).

Für die vierte Mannschaftsreiterin, Miriam Engel auf Bonita Bella, wurden es nach einem Vorbeiläufer gestern im Gelände und einem Abwurf heute im Springen Rang 38.

Yoshiaki Oiwa gewinnt CCI4*-L

Auf bestem Weg zu ihrem großen Ziel, den Olympischen Spielen im eigenen Land 2020  in Tokio, sind offenbar die Japaner. Jedenfalls ließen Yoshiaki Oiwa und Bart L in Strzegom nichts anbrennen, kamen ohne Hindernis- und Zeitfehler ins Ziel des Geländes und fügten ihrem Dressurergebnis heute lediglich 1,2 Strafpunkte für Zeitüberschreitung im Parcours hinzu. Machte in Summe 30,60 Minuspunkte.

Die Plätze zwei und drei waren in schwedischer Hand dank Jonna Britse auf Quattrino v. Quite Easy (36,80) und Ebba Adnervik im Sattel des nun 17-jährigen Holsteiners Chippieh (37,70), der bei den Olympischen Spielen 2012 in London mit Kenki Sato für Japan am Start gewesen war.

Platz vier ging an den Schweizer Felix Vogg auf Archie Rocks (39,60), gefolgt von Christoph Wahler im Sattel von Ignatz (42,30) und Dirk Schrade mit Catelan (43,90).

Doppelerfolg für Jung

Für Michael Jung hat sich der Erfolg besonders gelohnt. Neben den zwei goldenen Schleifen im Nationenpreis gelang im noch ein Zweifacherfolg im CCI3*-S. Er siegte mit Wild Wave und wurde Zweiter im Sattel von Creevagh Cooley. Aller guten Dinge sind drei für den Stall Jung – Rang drei ging an Choclat unter Jungs italienischem Bereiter Pietro Grandis.

Im CCI3*-L gab es einen Schweizer Sieg dank Brigitte Peterhans im Sattel von Grecvol de Lully. Hanna Knüppel konnte sich über Platz zwei im Sattel ihres zehnjährigen Canstakko-Sohnes Calesco freuen.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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