Vielseitigkeit: Mehr Sicherheit ab 2021

MIMclip at Cornbury House Horse Trials 2020

Sicherheitssysteme, wie der hier zu sehende MIM Clip, sind zukünftig bei allen internationalen Vielseitigkeiten vorgeschrieben. (© Sarah Farnsworth Photography)

Der Weltreiterverband FEI hat das Regelwerk für die Vielseitigkeit überarbeitet. So soll der Sport in Zukunft noch sicherer werden – durch Sicherheitsverschlüsse an den Hindernissen, aber auch indem die Reiter noch strengere Qualifikationsanforderungen erfüllen müssen.

Die neuen Regeln für den internationalen Vielseitigkeitssport sind bereits seit dem 1. Januar 2021 gültig. Und das Thema Sicherheit wird tatsächlich großgeschrieben: Bisher waren Sicherheitsverschlüsse an den Geländehindernissen nur in Vier- und Fünf-Sterne-Prüfungen vorgeschrieben. Ab sofort müssen diese auf internationalen Turnieren an allen offenen Oxern, offenen Ecken, Steilsprüngen, Triplebarren und Toren angebracht werden – unabhängig vom Niveau des Kurses. Voraussetzung ist, dass sich das jeweilige Hinderniss für die Anbringung eines Sicherheitselements eignet.

Verantwortlich für die korrekte Umsetzung der vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen ist der Parcourschef. Das neue FEI-Vielseitigkeitsregelwerk betont auch noch einmal, dass dieser über den Aufbau des Kurses hinaus weitere Aufgaben zu erfüllen habe. So solle er während der Prüfung gemeinsam mit den Richtern und dem Technischen Delegierten auch Anfragen bezüglich der Hindernisrichter klären, Sanktionen anordnen und den Kurs auf wiederholte Fehler an einem Hindernis oder sich ändernde Wetterbedingungen beobachten.

Aktuell erfüllt nur der in Schweden hergestellte MIM Clip die neuen Prüfstandards der FEI für „deformable & frangible devices“, also verformbare und zerbrechliche Sicherheitsvorrichtungen an den Hindernissen. Die MIM Clips geben bei einem entsprechenden Druck nach und sollen so gefährliche Rotationsstürze vehindern. Sie werden schon seit mehr als zehn Jahren auf internationalen Turnieren verwendet, waren aber bisher nicht Pflicht.

Strengere Qualifikationsanforderungen

Ab dem 1. Juli 2021 ändert sich zudem das FEI-Qualifikationssystem für unkategorisierte bzw. in niedrige FEI-Kategorien eingestufte Reiter. Wer bspw. in einem CCI*-L antreten möchte, muss zuvor drei Kurzprüfungen auf dem gleichen Niveau oder eine lange Zwei-Sterne-Prüfung absolviert haben. Und wer ab sofort die Startberechtigung für ein CCI2* erhalten will, muss mindestens eine Platzierung in einer VA** sowie ein Mindestergebnis in einer L-Vielseitigkeit vorweisen können. Bisher reichte eine Platzierung in einer Vielseitigkeitsprüfung der Klasse A aus.

Ebenfalls neu ab 2021 ist die allumfassende Helmpflicht für Reiter auf dem ganzen Turniergelände. Diese gilt also auch auf sämtlichen Abreiteplätzen usw. – wann immer jemand aufs Pferd steigt. Außerdem umfasst das überarbeitete Regelwerk einen neuen Anhang zum Thema medizinische Versorgung auf dem Turnier. Dieser ist zunächst für zwei Jahre als Empfehlung gedacht, danach soll er verpflichtend werden.

Quelle: fn-press

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