Waregem: Deutschland siegt im Nationenpreis, Einzelwertung bis zum Schluss spannend

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Andreas Ostholt und Pennsylvania hier in Aachen 2017. (© www.paulinevonhardenberg.com)

Das deutsche Vielseitigkeitsteam marschierte in Waregem durch zum Nationenpreissieg. In der Einzelwertung blieb es bis zum Schluss spannend.

Das deutsche Team entschied die Nationenpreis-Etappe in Waregem (BEL) für sich. Die Einzelwertung dominierten die beiden Einzelreiter Felix Etzel und Andreas Ostholt.

Nationenpreis

Bundestrainer Hans Melzer nominierte für den Nationenpreis ein reines Frauen-Quartett. An den Start gingen für Deutschland Julia Mestern mit Iwest, Anna-Maria Rieke mit Petite Dame, Leonie Kuhlmann und Cascora sowie Sandra Auffarth mit Viamant du Matz. Dabei legten die vier Reiterinnen einen Start-Ziel-Sieg hin. Streichergebnis war die Routinierste unter ihnen: Sandra Auffarth und der erst achtjährige Diamant de Semilly-Sohn schnitten mit insgesamt 63 Minuspunkten am schlechtesten ab. Für die Einzelwertung bedeutete das Rang 16. Teambeste war Julia Mestern, die auf Iwest eine Berg-Tal-Berg-Fahrt über die drei Disziplinen hinlegte. Die Dressur beendete sie auf Rang zwölf, nach dem Springen fiel sie auf Rang 16 ab. Im Gelände arbeitete sie sich aber wieder bis Rang vier vor. 54,50 Minuspunkte standen am Ende auf dem Punktekonto. Mit 58,40 Minuspunkten war die 33-jährige Anna-Maria Rieke die Zweitbeste im Team. Die Einzelwertung schnitt sie mit Rang acht ab. Teamjüngste war Leonie Kuhlmann. Sie sammelte mit Cascora 59,10 Minuspunkte und wurde damit Zehnte. Unterm Strich standen 172 Minuspunkte auf dem Konto der Deutschen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es auf den Plätzen zwei und drei. 0,7 Minuspunkte trennten am Ende Großbritannien und Frankreich. Die Britten ritten zu 180,50 Minuspunkte, die Franzosen zu 181,20.

Einzelwertung

In der Einzelwertung gab es nach Dressur, Springen und Gelände immer einen Wachwechsel an der Spitze. Zunächst dominierte Felix Etzel die Dressur mit 37,30 Minuspunkten. Nach dem Springen fiel er auf Rang fünf ab, arbeitete sich im Gelände mit Bandit aber wieder auf Platz zwei vor. 47,70 Minuspunkte hatte das Paar in Summe gesammelt. Der Franzose Maxime Livio übernachtete nach der Dressur mit 40,20 Minuspunkten auf Rang sechs. Im Springen leistete sich Pica d’Or keinen Fehler, es folgte der Aufstieg um drei Plätze nach oben. Im Gelände durfte sich der Franzose dann 5,60 Zeitstrafpunkte leisten, ohne seinen Sieg zu gefährden. Andreas Ostholt und Pennsylvania kamen mit 38,90 Minuspunkten aus der Dressur, waren damit vorübergehend Vierte. Aus Springen und Gelände kamen nochmal 11,2 Minuspunkte dazu, machte in Summe 50,10. Das reichte für Rang drei. Kein Reiter blieb im abschließenden Gelände innerhalb der erlaubten Zeit von sieben Minuten. Julia Mestern ritt die beste Geländerunde mit „nur“ 4,80 Zeitstrafpunkten.

66 der 92 Reiter beendeten alle drei Disziplinen, vier Reiter gaben im Gelände auf, 15 weitere schieden aus, davon ging sechsmal ein Pferd zu Boden und nochmal fünf Reiter stürzten. Die restlichen sieben Reiter zogen ihr Pferd entweder vor dem Gelände oder vor dem abschließenden Springen zurück.

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