Abschied von Riccione

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Luca Michels und der Riccione-Sohn Rendezvous bei der U21-EM in Roosendaal 2017. (© Mirka Nilkens)

Nach einem Unfall musste der 21-jährige gekörte Hannoveraner Hengst Riccione eingeschläfert werden.

Riccione hatte sich im Stall die Hüfte gebrochen. Er stand zuletzt in der Schweiz, im Stall von Hans und Sandra Grunder. Eurodressage zitiert Sandra Grunder: „Wir sind sehr traurig und werden diesen Jungen nie vergessen, der bis zu seiner letzten Stunde topfit war. Er hat unsere Zuchtstätte in der Schweiz und über deren Grenzen hinaus berühmt gemacht.“

Karriere

Riccione ist ein Sohn des Regazzoni aus einer Mutter v. Arogno-Bolero. Er war sowohl sportlich als auch züchterisch erfolgreich. Seine Beschälerkarriere begann er auf Gestüt St. Ludwig und im Landgestüt Warendorf. 2006 wechselte er zu Emma Hindle aufs Brookhouse Stud. Hindle stellte Riccione auch turniermäßig vor.

2008 kauften die Grunders den Hengst und holten ihn in die Schweiz. Hier wurde er zuletzt von Simona Aeberhard vorgestellt, die mit ihm unter anderem bei den Europameisterschaften der jungen Reiter 2010 in Kronberg ritt. Eine Verletzung beendete seine sportliche Karriere.

Dafür sorgte Riccione züchterisch für einiges Aufsehen. Die FN verzeichnet aktuell 22 gekörte Söhne und 277 eingetragene Zuchtstuten, von denen 46 den Titel „Staatsprämienstute“ tragen. Im Sport haben Ricciones Nachkommen knapp 270.000 Euro gewonnen. 30 seiner Kinder sind auf dem Viereck in der Klasse S erfolgreich, dazu jeweils drei im Parcours und im Fahrsport.

Zu den bekanntesten Riccione-Kindern zählt beispielsweise der Bundeschampionatsfinalist Riccidoff, der auf der P.S.I. Auktion 2010 680.000 Euro gekostet hat. Oder auch Luca Michels‘ EM-Pferd Rendezvous, ebenso wie der jüngst in Exloo siegreiche Ringo Starr von Lisanne Zoutendijk.

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