Bundeschampionat 2021: Zwei westfälische Siege in den Qualifikationen der Dreijährigen

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(© St.GEORG)

Heute ging es auf dem Reitpferdeviereck beim Bundeschampionat Warendorf um die Finalqualifikation der Dreijährigen. Bei den Stuten und Wallachen dominierte die Stute, die vor wenigen Tagen nur ein paar Kilometer entfernt schon für Begeisterung gesorgt hatte und bei den Hengsten war kein Vorbeikommen an den Hengsten der Station Helgstrand.

Heute Mittag mussten die dreijährigen Stuten und Wallache aufs Warendorfer Reitpferdeviereck. Wie schon vor wenigen Tagen bei der Westfalen-Woche in Münster-Handorf war die bunte Dunkelfuchsstute Baroness Bibi v. Benicio-Don Romantic, gezogen und im Besitz von Franz-Georg Ottmann, das Maß der Dinge. Und wie in Münster-Handorf, wo sie sowohl an der Hand bei der Elite-Schau vorweg trabte als auch später beim Landeschampionat, saß Bianca Nowag im Sattel.

Baroness Bibi war heute die einzige, die eine Endnote mit einer 9 vor dem Komma erhielt. 9,0 waren es, um genau zu sein. Die setzte sich zusammen aus einer 8,0 im Trab, 10,0 im Schritt, 8,5 im Galopp, 9,0 für das Exterieur, und für die altersgemäße Erfüllung der Aufgabe erhielten Pferd und Reiterin eine 9,5.

Platz zwei ging an den Hannoveraner Millennium-Sohn Moonlight, den Antonia Kurzrock aus einer Fürstenball-Mutter gezogen hat und der inzwischen im Besitz von Lara Hapfelmeier steht. Der Wallach und seine Reiterin Marie Sybel hatten beim Hannoveraner Championat in Verden die Einlaufprüfung für sich entschieden und waren im Finale dann Vierte geworden. Heute überzeugten sie mit einer Gesamtnote von 8,7, die sich zusammensetzte aus Trab 9,0, Galopp 8,5, Schritt 7,5, Ausbildung 9,5 und Exterieur 9,0.

Auf Rang drei folgte der ebenfalls hannoversch gezogene Quelindo v. Quantensprung-Werlindo, gezogen von Willi Schulz-Hausbrandt, im Besitz von Michael Schenk und vorgestellt von Jacob Schenk. Er hatte beim Hannoveraner Championat nach Rang sieben in der Qualifikation schlussendlich die Silbermedaille gewonnen. In Warendorf bewerteten die Richter Wolfgang Egbers, Tim Koch und Peter Olsson den Dunkelbraunen mit einer 8,6 in Summe. Die Einzelnoten: Trab 8,5, Galopp und Schritt 9, Ausbildung 8,5, Gebäude 8,0.

Platziert waren außerdem die Oldenburger Stute Escala Gold v. Belissimo M-Rohdiamant (Z. u. B.: Heinz Ahlers) mit Nele Lübbehusen (8,5) und der von Kira Goerens-Ripphoff vorgestellte So Dynamic v. Secret-Welser (Z.: Sven Hörnschemeyer, B.: Anke Dieckell). Letzterer war in Verden Dritter im Finale.

Der Hannoveraner Champion, Sedamo K, ebenfalls ein Sohn des Secret aus einer Mutter v. Dancier (Z. u. B. Hof Kleemeyer GbR) wurde mit Anne Marie Kleemann Sechster (8,2) und ist damit an Sonntag ebenfalls noch im Finale dabei.

Dreijährige Hengste

Die Konkurrenz der dreijährigen Hengsten wurde nicht nur zahlenmäßig von den Hengsten der Station Helgstrand dominiert. Auch hier lautete das Ergebnis des Siegers 9,0 und auch hier war es ein Westfale, der die Nase vorn hatte und der schon bei der Westfalen-Woche überzeugt hatte: der Farrell-Lord Loxley-Sohn For Real (Z.: August Schulte-Varendorff), den Helgstrand im vergangenen Jahr anlässlich der Körung in Münster-Handorf erwarb. Vorgestellt wurde er von Leonie Richter, die sich über eine 10,0 für die altersgemäße Erfüllung der Aufgaben freuen konnte. Die weiteren Noten lauteten 8,5 im Trab, 9,0 im Galopp, 8,0 im Schritt und 9,5 für Typ und Qualität des Körperbaus, wie die Exterieurnote korrekterweise heißt.

Und wie in Münster-Handorf war es For Reals Stallkollege Zaunkönig v. Zack-De Niro (Z.: Klaus Große-Lembeck), der an zweiter Stelle trabte. Kleiner Unterschied: In Warendorf saß nicht Eva Möller in seinem Sattel, die sonst drei Hengste hätte reiten müssen, sondern die einstige Junioren-Europameisterin Jana Schrödter. Sie konnte sich über eine 8,8 freuen. Trab, Galopp und Ausbildungsstand des Hengstes waren den Richtern ein Sehr gut wert. Im Schritt gab es eine die 8,5, ebenso wie fürs Exterieur.

Und schließlich stand auch an dritter Stelle ein Helgstrand-Hengst, allerdings zusammen mit noch einem weiteren Kandidaten. Der Hengst von der Station Helgstrand ist der Trakehner Siegerhengst und Champion vom Bundesturnier, Rheinglanz v. Helium-Couracius (Z.: Gestüt Bönninghardt/Werner Heitfeld), der einer Besitzergemeinschaft gehört. Unter Eva Möller erhielt der Dunkelbraune eine 8,5. Das war auch die Note für Trab und Galopp. In der Ausbildung wie fürs Exterieur gab es die 9,0, im Schritt die 7,5.

Pferd Nummer zwei mit 8,5 war der Oldenburger Champion Debutant PS v. Deparon-Zonik aus der Zucht und im Besitz des Gestüts Lewitz, vorgestellt von Brandi Roenick. Seine Einzelnoten: 8,5 für Trab, Galopp und Ausbildung, 8,0 im Schritt, 9,0 fürs Gebäude.

Ebenfalls qualifiziert fürs Finale sind der von Heiko Klausing vorgestellte St. Athletique v. St. Schufro-Hofrat (Z.: Friederike Peters, B.: Hengststation Meyerhof) mit 8,4 und der Hannoveraner Livaldon-Alabaster-Sohn Le Bonheur (Z.: Willi Rose) mit seiner Besitzerin Denise Christin Behr.

Offenbar gar nicht anfreunden konnte sich mit dem Warendorfer Viereck, der Hannoveraner Champion Bonjour v. Bon Coeur-Fürst Nymphenburg, Eva Möllers zweiter Hengst für Helgstrand (und Mitbesitzer Paul Schockemöhle). Der von Bernd Dodenhoff gezogene Rappe wurde in den drei Grundgangarten mit jeweils 8,5 bewertet und im Exterieur mit 9,0. Aber mit einer 6,5 für die altersgemäße Erfüllung der Aufgabe nach mehrfachem Wegspringen und -drängeln reichte es heute nur zu einer 8,2 und damit Rang sieben. Ins Finale kommen sechs Pferde.

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