Hannoveraner Springpferde-Masters und die Stute des Jahres

Crazy Daisy_Hannoveraner Verband

Siegerin der sieben- und achtjährigen Springpferde-Masters: Crazy Daisy mit Alexa Stais. (© Hannoveraner Verband)

Die Hannoveraner Körung der Springhengste war zugleich Schauplatz der Springpferde-Masters in der Niedersachsenhalle. Außerdem wurde die Stute des Jahres gekürt.

Die erste Masters-Siegerin war am Freitag die vierjährige Canela Fight v. Canstakko-Fighting Alpha (Z.: Frank Johannsen, Buxtehude) mit Antonia Neuburg im Sattel. Die Hannoveraner Prämienanwärterin erhielt eine 8,8 und ließ damit die Hannoveraner Springpferdechampionesse vom Juli hinter sich, Catch Me M v. Cador-Silvio (Z.: Peter Mahler, Neuhaus/Oste) mit Tim-Uwe Hoffmann (8,6). Gleich zwei Pferde landeten auf Platz drei mit jeweils 8,3: Companero PJ v. Comme il faut-Quality Time (Z.: Pferdezucht Dr. Jacobs GbR, Bierbergen) mit Roman Duchac  und Contendro KA v. Contendro-Graf Top (Z.: Karsten Asendorf, Morsum) mit Alexa Stais.

Fünfjährige

Die Fünfjährigen mussten im Finale in einem M*-Springen gegen die Uhr antreten. Acht der 27 Teilnehmer schafften es ins Stechen, nur einer blieb bis zuletzt strafpunktfrei: Die Schärpe ging an das ehemalige Verdener Auktionspferd Diatendra v. Diatendro-Carolus (Z.: Michael Schenk, Niendorf) mit Roman Duchac. Die schnellste Vier-Fehler-Runde lieferte der von Alexa Stais vorgestellte Toulon-Goldfever-Sohn Toujolow (Z.: Norbert Bramlage, Dinklage). Bronze holten Edelbiene v. Clinton’s Heart-Zacharias (Z.: Dietrich Brünjes, Alfstedt) und Melissa Fricke.

Sechsjährige

Die Entscheidung bei den Sechsjährigen fiel im Stechen eines M**-Springens. Die schnellsten waren Harm Wiebusch und Mario v. Marius Claudius-Graf Grannus (Z.: Andrea und Norbert Wulf, Schillsdorf) der den Vorteil des letzten Starters im Stechen zu nutzen wusste. Alexa Stais ritt die Stakkato-Werther-Tochter Seniora (Z.: ZG Manfred Kregel und Anton Schindele, Laatzen) auf Rang zwei. An dritter Stellte reihten sich Julia Plate und die Diarado-Canstakko-Tochter Daisy aus eigener Zucht ein. Dabei hatten die beiden auch ein wenig Glück, denn sie kamen mit so viel Schwung ins Ziel, dass sich ihre Wege kurzfristig trennten – allerdings erst nach der Ziellinie.

Sieben- und Achtjährige

Dreimal stand Alexa Stais mit auf dem Treppchen, in der letzten Entscheidung sprang die gebürtige Südafrikanerin zum Titel in dem S*-Springen mit Crazy Daisy v. Chacco-Blue-Graf Top (Z.: Joachim Schwarze, Obernkirchen). Damit nicht genug, mit dem Ludwigs As-Stakkato-Sohn Lucato Mad Jo (Z.: Jochen Meyer, Allwörden) wurde sie auch noch Zweite. Dritte wurde die Stakkato-Espri-Tochter Suzi Quatro (Z.: Tessa Pfeil, Elmlohe) mit Enrico Süßenbach.

Hannoveraner Stute des Jahres

Zwischen dem Finale der Hannoveraner Springpferde-Masters und dem Hengstmarkt der Springhengste wurde die St.Pr.St. Coletha v. Contendro-Singular Joter zur Hannoveraner Stute des Jahres 2021 gekürt.

Die Dunkelbraune stammt aus der Zucht von Egon Schröder, Hittbergen. Sechsjährig wechselte sie zu Ludwig Lemenu, der auf der Hunter Studfarm in Belgien Hannoveraner züchtet. So auch Colethas vier international erfolgreichen Kinder: Scenletha, Hunter’s Scendro, Scendro II und Scenndrinne. Vater aller vier ist Scendix.

Coletha selbst hatte ihr Talent bei Schauen, Leistungsprüfungen und im Sport demonstriert, ehe sie in die Zucht ging. Das begann schon früh mit dem Klassensieg bei der Stutenschau in Hohnstorf. Dann erhielt sie eine 10 für das Freispringen bei der Zuchtstutenprüfung und wurde Vierte und Zweite bei den Freispringwettbewerben des Programms Hannoveraner Springpferdezucht. Anschließend erzielte die Stute sechs Siege in Springpferdeprüfungen.

Für die Ehrung hatte ihr Besitzer Ludwig Lemenu Coletha die Stute eigens aus Italien nach Verden kommen lassen, wo sie derzeit zur Embryonengewinnung mittels ICSI steht. Auch Züchter Egon Schröder, der jüngst seinen 83. Geburtstag feierte, war anwesend um die Ehrungen entgegennehmen zu können.

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