Imperio und Axis – zwei Trakehner Hengste des Jahres

Hubertus Schmidt und Imperio

Gleich zwei im internationalen Dressursport erfolgreiche Hengste teilen sich in diesem Jahr den Titel „Trakehner des Jahres“. Einer von ihnen hat eine englisch, finnisch, luxemburgische Geschichte: Axis. Imperio hingegen gilt als deutsche Dressurhoffnung. Hengst des Jahres wurde ein anderer.

Jede Menge Auszeichnungen werden beim alljährlichen Fest der Trakehner Züchter beim Internationalen Trakehner Hengstmarkt in der Holstenhalle in Neumünster vergeben. Bei dem Pflichttermin für alle, die sich der Pflege des Ostpreußischen Warmblutpferdes Trakehner Abstammung verschrieben haben, gibt es zwei besonders prestigeträchtige Auszeichnungen: „Trakehner des Jahres“ und „Hengst des Jahres“. 2015 sind es drei Pferde, genauer drei Hengste, die ins Rampenlicht gerückt werden.

Den Titel „Trakehner des Jahres“ teilen werden sich zwei gekörte Hengste. Imperio v. Connery, einstiger Bundeschampion und in diesem Jahr mit Hubertus Schmidt als potenzieller Kandidat für das EM-Team im Gespräch, und Axis. Der Rappe, ein Sixtus-Sohn, hat eine etwas kuriose Karriere hinter sich. Auf seiner Körung wurde er als bester Springhengst im Prämienlot ausgezeichnet und nach England verkauft. Aus seinem ersten Jahrgang stammt auch der Hengst Hirtentanz, der erste Ostpreuße nach Jahrzehnten, den der Holsteiner Verband für die Zucht anerkannt hat. Axis kam zu der Finnin Terhi Stegars, die ihn dressurmäßig in Deutschland ausbildete und dann mit ihm nach Luxemburg zog. Mittlerweile haben Sponsoren „das Pony“, wie Terhi Stegars den 16-Jährigen nennt, erworben, so dass das Paar nicht mehr getrennt wird. Stegars nahm mit Axis, der wie auch Imperio das Kürzel TSF, Trakehner Sportpferde Förderung, trägt, an den Weltmeisterschaften in Caen 2014 sowie dem 2015 am Weltcupfinale in Las Vegas und den Europameisterschaften in Aachen teil.

Auch Imperio, der ebenfalls Prämienhengst seiner Körung war und im Besitz des bayerischen Landgestüts Schwaiganger steht, hat schon erfolgreiche Nachzucht. Sein Aushängeschild ist der gekörte Sohn Heuberger, der unter Anabel Balkenhol in dieser Saison mehrfach hoch platziert war in Qualifikationsprüfungen für das Finale um den Nürnbergerburgpokal und schon mehrere S-Dressuren gewonnen hat. Imperio gewann zuletzt den Grand Prix in Verden und war dann auf der Dressurgala auf dem Gestüt Peterhof am Start.

Als Hengst des Jahres wird Cadeau ausgezeichnet, der auf dem Gestüt Hörstein stationiert ist unweit von Frankfurt. Der Silvermoon-Caprimond-Sohn wurde in seiner Jugend von Dorothee Schneider ausgebildet und hat mittlerweile mehrere S-Dressur erfolgreiche Pferde gezeugt, darunter auch die Grand Prix erfolgreichen High Pleasure und die von Helen Langehanenberg gerittene Stute Cote d’Azur TSF.

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