Landesturnier Baden-Württemberg: Neue Champions hat das Ländle

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2015 Dritter beim Bundeschampionat unter Katrin Burger (Foto), 2017 Württemberger Landeschampion der sieben- bis neunjährigen Dressurpferde unter Mirja Block: Sir Solitär v. Sir Sandro. (© Toffi)

Einmal mehr wurden in Tübingen die Württemberger Landeschampions gekürt. Hier sind sie.

Das „Schwarz-goldene Band“ des baden-württembergischen Dressurpferdes bei den Fünfjährigen ging an die Lingh-Tochter Latifa. Ralf Müller hat sie aus einer Florestan-Stute gezogen. Stefanie Lempart stellte sie vor. Sie kam auf eine Gesamtnote von 7,3.

In der Gesamtwertung der Dressurpferdeprüfung der Klasse L, zugleich Qualifikation zum Bundeschampionat, war sie Vierte. Für Warendorf qualifizieren konnte sich alleine die Westfalen Stute Vernissage v. Vitalis-Hochadel (Z.: Reiner Bockholt) unter Mirja Block. Sie kam auf eine Gesamtnote von 8,5, die sich aus der 8,0 im Trab, 9,0 im Schritt sowie jeweils einer 8,5 in Galopp, Durchlässigkeit und Gesamteindruck zusammensetzte.

Platz zwei holte die Hannoveraner Stute Fadora v. Foundation-Hohenstein, die von ihrem Züchter und Besitzer Heinz Croonenbroek selbst vorgestellt wurde. Die 7,5 in Trab, Galopp und Durchlässigkeit sowie jeweils die 8,0 in Schritt und Gesamteindruck summierten sich zu einer 7,7.

Dritte wurde die Rheinländerin Fascination v. Feedback-Carabas. Die Stute kommt aus berühmtem Hause. Sie wurde von der sechsfachen Olympiasiegerin Isabell Werth gezogen. Inzwischen steht sie im Besitz von Friederike Wenzler und wurde vorgestellt von Cosima Frenzel. Eine 7,5 in allen Teilbereichen machten auch die 7,5 in Summe.

Sechsjährige

Bei den sechsjährigen Dressurpferden war Sieger gleich Champion. Topas v. Totilas-Sandro Hit (Z.: ZG Meder) holte unter Nicole Casper mit einer 8,2 das „Schwarz-goldene Band“, den Prüfungssieg und die Qualifikation fürs Bundeschampionat. Der Trab wurde mit 8,5 bewertet, der Schritt mit 7,5, Galopp 8,0, Durchlässigkeit 8,5, Gesamteindruck 8,5.

Platz zwei ging an den Westfalen Hengst Fürst Magic v. Fürstenball-Sir Donnerhall (Z.: Bernhard Ilting-Reuke) unter Laura Strobel. Er glänzte mit einer 9,0 im Trab, allerdings nur einer 6,5 im Schritt. Die 8,5 gab es für den Galopp und jeweils die 8,0 in Durchlässigkeit und Gesamteindruck. Damit darf auch Fürst Magic nach Warendorf, denn die Gesamtnote war genau 8,0.

Platz drei teilten sich zwei Pferde mit jeweils der 7,5: er Württemberger, Da Caprio v. Diamo Gold-Hohenstein (Z.: ZG Ott), unter seiner Besitzerin Nicole Isser und der von Anna-Louisa Fuchs vorgestellte Oldenburger Rizzoli v. Rosandro-Ex Libris.

Sieben- bis Neunjährige

Bei den sieben- bis neunjährigen Dressurpferden holte Sir Solitär die Schärpe. Der Sir Sandro-Disco-Tänzer-Sohn (Z.: Fritz Benner, B.: Lothar Merkt) war mit seinen sieben Jahren am unteren Ende der Altersklasse und lieferte sich unter Mirja Block einen spannenden Kampf mit der achtjährigen Birkhof’s Don Röschen v. Don Diamond-Landioso (Z.: Hans Lober) unter Nicole Casper. Am Ende setzte sich Sir Solitär durch. Der lackschwarze Hengst war übrigens 2015 Dritter beim Bundeschampionat, damals noch geritten von Katrin Burger.

Dreijährige Stuten und Wallache

Auf dem Reitpferdeviereck setzte sich Cosmopolitan v. Concetto-Larimar (Z. u.  B.: PBM Pfefferle GmbH) unter Ines Knoll mit einer 8,5 insgesamt an die Spitze, Schritt, Trab und Ausbildungsstand erhielten jeweils die 8,5, der Galopp eine 9,0 und das Gebäude eine 8,0.

Zweite wurde Lola v. Lord Leopold-Acordelli, gezogen und im Besitz der Reiterin, Anna-Lisa Schepper. Sie erhielt in Schritt und Galopp eine 9,0, im Trab die 8,0. Die Ausbildungsarbeit wurde mit 8,5 bewertet, der Körperbau mit 7,5. So musste sie sich mit einer 8,4 insgesamt knapp geschlagen geben.

Platz drei holte der von Annika Schwaab vorgestellte Herzbube v. Herbstkönig-Tambour (Z.: Hans Schneider, B.: Hubertushof Sportpferde GmbH) mit einer 8,2, die sich aus der 8,0 in Trab, Galopp und Körperbau sowie jeweils der 8,5 in Schritt und Ausbildung.

Vierjährige Stuten und Wallache

Der Sieg bei den vierjährigen Stuten und Wallachen ging an Diva Georgina v. Don Juan de Hus-Don Crusador (Z.: Rupert Wiedemann) mit Hayley Beresford im Sattel. Neben der 8,5 im Trab und der 9,0 im Galopp wurden alle weiteren Kriterien mit einer 8,0 bewertet. Machte in Summe eine 8,3.

Das zweitplatzierte Pferd, die Foundation-San Landino-Tochter Floridita (Z.: ZG Plöger, B.: Renate und Michael Krautter) wurde ebenfalls von Ines Knoll vorgestellt. Sie kam auf die 8,2 (8,0, 8,0, 8,5 für Trab, Galopp und Schritt, 8,5 und 8,0 für Ausbildungsstand und Körperbau).

Mit der drittplatzierten Faysha wurde der Lord Leopold-Reigen in dieser Prüfung eröffnet. Er stellte vier der sechs Finalisten. Faysha aus Zucht und Besitz der Familie Meder wurde aus einer Don Romantic-Mutter gezogen und ging unter Nicola Haug für eine 8,1 (Trab, Galopp, Schritt: 8,0, 8,0 und 7,5, Ausbildung und Körperbau: jeweils 8,5).

Drei- und vierjährige Hengste

Weil die geringe Anzahl der Nennungen dieses erlaubte, hat man die Prüfungen der drei- und vierjährigen Hengste zusammengelegt. Bester Dreijähriger war Arogato v. Antango-Sandro Hit (Z.: ZG Riß, B.: Matthias Riß) unter Lisa Horler. Die Noten: Trab: 8,5, Galopp: 8,0, Schritt: 8,0, Ausbildung: 8,5, Körperbau: 8,5. Das machte unter dem Strich eine 8,3.

Zweiter war hier der For Romance-His Highness-Sohn First Date (Z. u. B.: Martha-Rose Kullen) unter Katrin Burger mit einer 8,1. Er erzielte in allen Kriterien eine 8,0 sowie eine 8,5 fürs Gebäude.

Bestes Pferd der Prüfung und bester Vierjähriger war Equidiamonds Damiani v. Damon Hill-Florestan (Z.: Frieder Heilemann, B.: Martina Lehr). Bei ihm gab es überall die 8,5, lediglich im Bereich Körperbau gab es eine 8,0. Das ergab eine 8,4.

Zweiter wurde Benelli v. Benicio-Lord Sinclair (Z.: ZG Strobel, B.: Hans-Peter Krause) mit Laura Strobel im Sattel. Er erhielt die besten Grundgangarten-Bewertungen: Trab und Galopp je 9,0, Schritt 8,5. Zusammen mit einer 7,5 im Bereich Ausbildungsstand und der 8,0 für den Körperbau ergab das ebenfalls die 8,3.

Springen

Das „Schwarz-goldene Band“ des Württemberger Springpferdes bei den Fünfjährigen wurde am Ende Carl v. Carrico-Amadehus (Z.: ZG Niethammer, B.: Günther Karle) umgelegt. Unter Tim Hoster erhielt er eine 8,7.

Zweite wurde die Colorit-Caretino-Tochter Cinderella, gezogen und im Besitz von Colorit-Eigentümer Klaus Isaak. Hier saß Nicole Ostermann im Sattel und erhielt eine 8,3 mit Cinderella.

Dritte wurde die Holsteiner Stute Chi Chi v. Calido-Colman (Z.: Eugen Egle, B.: Gebr. Schäfer) unter Patrik Majher (8,2).

Das drittbeste Württemberger Pferd war der insgesamt Viertplatzierte Coupe de Alb Junior v. Coupe de Alb-Quattro B (Z. u. B.: Hofgut Albführen GmbH) mit Marian Müller im Sattel (8,0).

Das Championat der Sechsjährigen war auf den vorderen Plätzen fest in Hannoveraner Hand mit dem Sieg durch Sinderella v. Stolzenberg-Calido (Z.: Joachim Tobaben, B.: Erich Single) unter Michael Jung (8,6), Platz zwei von Selina Köhl auf Shuttle v. Stakkato-La Zarras (Z.: ZG Wulf, B.: Kurt Maier) mit der 8,4 und Rang drei durch Catwiesel v. Clinton-Argentinus (Z. u. B.: ZG Held) unter Hartwig Bendel (8,3).

Bester Württemberger war der Hengst Cornflake v. Chicas-Continue (Z. u. B.: Dr. Brigitte Seemann), geritten von Niels Carstensen (8,1).

Großer Preis an Michael Jung

Nicht nur die Youngster standen in Tübingen im Mittelpunkt. Auch die Großen hatten ihren Auftritt. Umso schöner, dass hier ein Reiter und ein Pferd aus dem Ländle den Sieg davontrugen: der Stolzenberg-Calido-Sohn Sportsmann S unter dem dreifachen Olympiasieger der Vielseitigkeit, Michael Jung. Sportsmann ist übrigens nicht der Vollbruder zu Sinderella, wie man vielleicht annehmen könnte. Zwar stammen die Mütter beide von Calido ab, haben aber mütterlicherseits andere Pedigrees.

Alle Ergebnisse aus Tübingen finden Sie hier. 

 

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