Trakehner Siegerhengst Kaiser Milton vorerst nicht im Deckeinsatz

Kaiser-Milton-Gericht-Trakehner

Kaiser Milton v. Millennium (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Am 27. Januar ist Hengstvorführung auf dem Klosterhof Medingen. Von einem Hengst ist allerdings jetzt schon klar, dass er den Züchtern erst einmal nicht zur Verfügung steht.

2017 war der Millennium-Sohn Kaiser Milton umjubelter Siegerhengst der Trakehner Körung und wurde für 320.000 Euro an den Klosterhof Medingen verkauft. Doch nach der Körung soll der Hengst lahm in seinem neuen Zuhause eingetroffen sein, deshalb weigerte sich Klosterhof-Chef Burkhard Wahler, ihn zu bezahlen. Die Sache ging vor Gericht.

Stellvertretend für den niederländischen Verkäufer des Hengstes stritt dort der Trakehner Verband mit Burkhard Wahler. Der hatte den Hengst untersuchen lassen und angegeben, die Tierärzte hätten einen Fesselträgerschaden sowie einen gravierenden Herzfehler bei dem jetzt gerade Vierjährigen diagnostiziert.

Im vergangenen November hatte das Landgericht Kiel ein Urteil gesprochen. Demnach soll Burkhard Wahler den Hengst voll bezahlen und zusätzlich auch noch die Kosten des Rechtsstreits tragen. Die Gesamtsumme beliefe sich in dem Fall auf fast 382.000 Euro. Zur Begründung hieß es damals, Wahler hätte den Verkäufer zur Nacherfüllung des Vertrages auffordern müssen.

Schon damals kündigte Burkhard Wahler an, er werde „alle weiteren Rechtsmittel einlegen“. Nun meldet der Klosterhof auf Facebook: „Da uns viele Nachfragen zu dem Hengst Kaiser Milton erreichen, möchten wir euch mitteilen, dass der Hengst bis zur endgültigen Klärung des Rechtsstreits bei uns nicht zum Deckeinsatz kommen wird. Kaiser Milton wird von unserem Team bestens versorgt und gepflegt.“

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