Vechta: OL-Siegerhengst v. Bon Coeur wechselt für 660.000 Euro nach Lodbergen

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Preisspitze in Vechta: Der Oldenburger Siegerhengst v. Bon Coeur-De Niro, der zukünftig in Lodbergen beheimatet sein wird. (© LL-Foto)

In Vechta sind heute die Siegerhengste der Oldenburger Körung prämiert worden. Unter ihnen ein Sohn des Bon Coeur, der anschließend auch auf der Auktion zur Preisspitze avancierte. Den OS-Siegerhengst stellte Conthargos.

Bei 660.000 Euro fiel der Hammer für den Siegerhengst des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes (OL). Den Zuschlag erhielt das Dressurpferde Leistungszentrum Lodbergen. Der Bon Coeur- Sohn aus einer De Niro-Mutter (Z.: Sigrid Schmidt) hatte gestern schon mit seinen immer im Bergauf angelegten Grundgangarten auf sich aufmerksam machen können. Vater Bon Coeur war zweifacher Vize-Bundeschampion der Reitpferde-Hengste und ist mittlerweile erfolgreich in der schweren Klasse angekommen.

Oldenburgs Zuchtleiter Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff geriet angesichts des Siegerhengstes geradezu ins Schwärmen: „Wir sahen einen majestätisch aufgemachten Junghengst, der über einen wunderbaren Bewegungsablauf in allen drei Grundgangarten verfügt. Er hat sich in allen Disziplinen großartig gezeigt, überzeugt mit einer tollen Ausstrahlung und arbeitet immer mit einem energischen Hinterbein. Der Fuchs stammt aus einem Mutterstamm, der sowohl in der Dressur als auch im Springen hocherfolgreich ist. Beste Voraussetzungen also für eine großartige Zukunft.“

Die weiteren Siegerhengste

Silber im Prämienlot der dressurbetonten Oldenburger Hengste ging an einen großrahmigen Youngster v. Sezuan-Sir Donnerhall I (Z.: Dr. Frank Nordhausen, A.: Helgstrand Dressage & Klausing GbR). Die 1c-Prämie holte ein vor allem im Trab und Galopp überzeugender Hengst v. Vincent Maranello-Destano (Z.: Dr. Stefan Tietje). Über die anschließende Auktion wechselte er für 105.000 Euro den Besitzer und wird auch weiterhin in Deutschland verbleiben.

Zweitteuerster Dressurhengst war einer von insgesamt drei gekörten Söhnen des KWPN-Hengstes Asgard’s Ibiza. 155.000 Euro investierte die Hengststation Schockemöhle in den Youngster.

Oldenburger Springsieger zu Paul Schockemöhle

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Der OS-Siegerhengst v. Conthargos-Balou du Rouet mit seinem Züchter Johan Ifverson aus Schweden (links) und Vorführer Arndt Schwierking. (© gr. Feldhaus)

Die Siegerschärpe des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg-International (OS) durfte ein Sohn des Conthargos-Balou du Rouet (Z.: Johann Ifverson, Schweden) tragen. Bei der Auktion ging der Hengst für 230.000 Euro ebenfalls an die Hengststation von Paul Schockemöhle in Mühlen. Großmutter Chaccos-Lüd ist übrigens die Vollschwester der erfolgreichen Springhengste Chacco’s Son I und II von der Hengstation Tebbel.

„Dieser Junghengst ist sehr schön aufgemacht und modern im Typ. Er beeindruckte uns durch sein sehr akkurates Springen, schnell in der Reaktion mit einem sehr guten Vorderbein und mit viel Vermögen. Dieser Sohn des Conthargos ist ein gutes Beispiel für gut durchgezüchtete und sporterfolgreiche Mutterstämme. Er überzeugte mit seinem Gesamtparket und ist heute ein würdiger Siegerhengst,“ lautete die Einschätzung von Dr. Wolfgang Schulze-Schleppinghoff.

Reserve-Siegerhengst wurde ein Heartbreaker-Nachkomme aus einer Voltaire-Mutter (Z.: Gestüt Eichenhain). Der imposante Hengst machte schon auf der Elite-Fohlenauktion auf sich aufmerksam. Auch er ist künftig in Deutschland zuhause und fand für 160.000 Euro neue Besitzer.

gr. Feldhaus

Preisspitze der Springhengste: Ein Sohn v. Don Diarado-Conthargos. (© gr. Feldhaus)

Bronze im OS-Lot erhielt ein Vollbruder zum Siegerhengst des Vorjahres, Don Tryon. Der Don Diarado-Conthargos-Nachkomme (Z.: Marion Diese) war mit 300.000 Euro zudem teuerster Springhengst auf der Auktion. Er wird nun in einem internationalen Springstall in Hessen weiter gefördert.

Erfolgreiche Auktion

Das Auktionsteam rund um Christoph F. Rowold konnte sich über einen gelungenen Abschluss der Oldenburger Hengst-Tage freuen. „Die Qualität unseres Hengstlots, das vor allem im internationalen Vergleich seinesgleichen sucht, wurde auch von der Käuferschaft entsprechend honoriert. Ich freue mich, dass beide Siegerhengste nach spannenden Bieterduellen zu sehr guten Preisen versteigert wurden. Für die Fortentwicklung unserer Zucht ist es sehr erfreulich, dass beide Hengste in Deutschland verbleiben“, resümiert der neue Auktionsleiter.

Positiv zu vermerken ist, dass alle über die Auktion verkauften Dressurhengste auch zukünftig in Deutschland decken werden. Anders sah es bei den OS-Hengsten aus: Acht von 24 verkäuflichen Hengsten gingen ins Ausland, unter anderem in die Niederlande, in die Schweiz und nach Estland.

Während die dressurbetonten Hengste einen Gesamtumsatz von 1.470.000 Euro erzielten, brachten die Springhengste insgesamt 1.574.500 Euro. Der Durchschnittspreis der gekörten OL-Hengste lag bei 129.400 Euro. Die gekörten OS-Hengste kosteten im Schnitt rund 86.000 Euro.

Alle Ergebnisse der Auktion finden Sie hier.

 

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