WBFSH ehrt Züchter der erfolgreichsten Pferde der Saison

SPRINGEN

Hello Sanctos und Scott Brash auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Aachen.

Hello Sanctos und Scott Brash auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Aachen 2015. Foto: WBFSH/Rolex (© Hello Sanctos und Scott Brash auf dem Weg zum Sieg im Großen Preis von Aachen.)

Das erfolgreichste Springpferd 2015 war der SBS-Wallach Hello Sanctos v. Quasimodo vd Molendreef-Nabab de Reve, geboren bei Willy Taets. Taets ist mit Pferden groß geworden. Sein Vater war Landwirt und hat nebenbei mit Pferden gehandelt. 1961 übernahm Willy Taets den Hof seiner Schwiegermutter mit elf Kühen und einer Kaltblutstute. Nebenbei hat Taets ein wenig gezüchtet, doch dann starb seine Stute. Daraufhin kaufte Taets einen Traktor und mehr Kühe. Sein Betrieb fing an zu wachsen und Taets begann mit der Zucht von Springpferden. 1978 kaufte er die fünfjährige Stute Balin. Er ritt sie selbst in Vielseitigkeiten und züchtete nebenbei mit ihr. Eines der Fohlen war Nasia v. Nabab de Reve. Die paarte Taets mit Quasimodo vd Molendreef an und heraus kam der erste Sieger des Rolex Grand Slam, Hello Sanctos. Zu seiner Zuchtphilosophie sagt Taets: „Ich bevorzuge Hengste, die lange Zeit auf hohem Niveau erfolgreich waren. Aber aus Kostengründen habe ich junge Hengste benutzt, vorausgesetzt, dass am besten beide Eltern erfolgreiche Sportpferde waren.“ Auch die Mutterlinie sei sehr wichtig. Paul Schockemöhle habe einst zu ihm gesagt: „Je besser die Herkunft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, ein gutes Fohlen zu ziehen.“

Als Vierjähriger gelanget Hello Sanctos in den Stall von Jean-Luc de Maeyer. Der erinnert sich: „Er war sehr einfach und ruhig zu reiten, und ja, er war sogar ein bisschen faul. Aber wenn er erst einmal in der Halle war, war er ein großartiger Arbeiter. Seine Stärken sind seine Mentalität, seine Vorsicht und seine Lust zu arbeiten. Die Vorsicht ist eine Qualität, die er von seinem Vater geerbt hat. Sein Leistungsblut und sein Vermögen kommen von seiner Mutter.“

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