Distanzsport: acht weitere Dopingfälle

Distanzrennen

(© www.toffi-images.de)

Der Weltreiterverband meldet drei neue positive Dopingproben bei Distanzrennen in Qatar. Nicht erwähnt sind in der FEI-Pressemitteilung noch fünf weitere Fälle.

Alle drei Pferde wurden positiv auf die verbotene Substanz Diisopropylamine getestet. Das ist ein Medikament, das normalerweise zur Erweiterung der Blutgefäße eingesetzt wird. Dies sind die ersten Fälle, bei denen Diisopropylamine gefunden wurden. Es gehört zur Liste der verbotenen Substanzen im FEI-Regelwerk. Dementsprechend handelt es sich nicht um Medikations-, sondern um Dopingfälle.

Bei den getesteten Pferden handelt es sich zum einen um RS Nube Blanca, geritten von dem Inder Gaje Singh Hari Singh. Die Stute – laut FEI in argentinischem Besitz – wurde bei einem CEI2*-Sterne-Event am 19. November 2016 in Mesaieed getestet. Auch das zweite, ebenfalls am 19. November getestete Pferd befindet sich in argentinischem Besitz: Acqua Vela, eine neunjährige Stute, die zuvor mit Maryam Ahmad S A Al Boinin (QAT) ein 90 Kilometer-Rennen für Nachwuchsreiter gewonnen hatte. Das dritte Pferd hatte am 7. Januar 2017 ein 80 Kilometer-Rennen in Mesaieed gewonnen. Es handelt sich um die 17-jährige Stute Tarifa aus portugiesischem Besitz. Sie wurde von Mattar Said Khalfan Al Saadi aus dem Oman geritten, der bei der FEI sowohl als Reiter als auch als Trainer geführt wird.

Die Reiter, die Pferde und auch der Trainer Waleed Said Khalfan Al Saa’di, der RS Nube Blanca und Acqua Vela betreut, wurden vorläufig gesperrt.

Fünf weitere Fälle

Die obigen drei Fälle hatte der Weltreiterverband FEI per Pressemitteilung öffentlich gemacht. In besagter Meldung nicht erwähnt sind jedoch fünf weitere Fälle, die man auf der entsprechenden Website der FEI findet.

Es handelt sich zum einen um das Pferd Ultreia Larzac, geritten von Athman Abduljaleel Al Awadhi (BRN), das am 14. Januar bei einem 120-Kilometer-Rennen in Bahrain positiv auf einen ganzen Cocktail von Medikamenten getestet wurde. Es handelt sich um Theophyllin, das für gewöhnlich bei Asthmapatienten eingesetzt wird, das Aufputschmittel Koffein sowie die Schmerzmittel und Entzündungshemmer Dexamethasone, Phenylbutazone und Oxyphenbutazone.

Ebenfalls am 14. Januar getestet wurde Nashmi Alghazlan mit Ibrahim Abdulrahman Alsughayer (KSA). Hier fand man ebenfalls Phenylbutazone, Oxyphenbutazone und Dexamethasone. Er ging in einem 110 Kilometer-Rennen in Riad (KSA).

In demselben Rennen fiel auch Lariles Tsaladin unter Ibraheim Asiri (KSA) auf. Bei ihm fand man neben Phenylbutazone und Oxyphenbutazone auch das Lokalanästhetikum Lidocain.

Am 7. Januar 2017 wurde Tim Ami unter Abdulla Ghanim Al Marri (UAE) bei einem 160 Kilometer-Rennen in Dubai positiv auf Koffein getestet.

Bereits Mitte Dezember wurde im Rahmen eines 120 Kilometer-Rennens in Canelones (URU) Maruco von Sebastian Landriel (URU) positiv auf Koffein und Theophylline getestet.

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  1. Ines Laschitza

    was für menschen sind das die ihre Pferde vollstopfen mit irgentwelchen zeug was den Tieren schadet.
    nur weil tonnen weiße Geld besitzen dürfen die machen was sie wollen.
    man sollte die reiter sperren für jahre.
    das ist kein faire Sport mehr,sondern nur noch Geld macherrei auf kosten der Pferde.


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