Premiere in Aachen: Erstmals ein U25-Nationenpreis der Dressurreiter

Sanneke Rothenberger und Deveraux

Sanneke Rothenberger und Deveraux auf dem Weg zum Titel bei den ersten U25-Europameisterschaften 2016 in Hagen. (© Thomas Hellmann)

Im vergangenen Jahr gab es erstmals Europameisterschaften für die U25-jährigen Dressurreiter. Nun wartet ein zweites Saisonhighlight auf den Grand Prix-Nachwuchs: ein U25-Nationenpreis im Rahmen des CHIO Aachen.

Gut, für die deutsche U25-Riege ist es eigentlich ein dritter Höhepunkt, denn sie haben ja auch noch den Piaff-Förderpreis, den es so nur hierzulande gibt. Aber in der Aachener Soers reiten zu dürfen, das ist wohl der Traum jedes Pferdesportlers. Der wird nun bereits für die nachrückende Generation Wirklichkeit. Klaus Roeser, der Dressurausschussvorsitzende im Deutschen Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR), sieht in dieser Entwicklung „eine hervorragende Gelegenheit, unsere Nachwuchsstars noch besser an den internationalen Spitzensport heranzuführen.“ Dieser Nationenpreis habe „einen enormen Stellenwert“.

Chancen auf internationaler Ebene

Deutschland hat durch den Piaff-Förderpreis ja schon seit langem eine Möglichkeit, der U25-Generation den Sprung in den großen Sport zu erleichtern. „Innerhalb Deutschlands sind wir daher sehr gut aufgestellt“, bestätigt auch Sebastian Heinze, seit diesem Jahr Bundestrainer der U25-Dressurreiter. Veränderungen sieht er allerdings auf internationaler Ebene. „Durch die Einführung der Altersklasse gibt es nun auch international mehr Prüfungen und auch Nationenpreise für diese Zielgruppe. Das wirkt sich natürlich auch auf die Saisonplanung aus“, so Heinze. „Wir werden auf jeden Fall unsere Reiter vermehrt zu internationalen Turnieren entsenden. Das ist eine tolle Chance, Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig sind diese Starts für uns wichtig, da unser Startplatz bei den Europameisterschaften von den Plätzen unserer Reiter auf der Weltrangliste abhängt.“

Der Weg zur EM

Der Piaff-Förderpreis ist nun auch Teil des Sichtungsweges für die zweiten Europameisterschaften dieser Altersklasse, die in diesem Jahr vom 20. August bis 3. September im österreichischen Lamprechtshausen stattfinden. Bereits Ende April wird es erstmals einen zusätzlichen Lehrgang für die Serienteilnehmer in Warendorf geben. Er wird von Sebastian Heinze geleitet. Die erste Qualifikationsmöglichkeit ist Münchens Pferd International (25. bis 28. Mai). Die Longlist für die EM wird dann nach der zweiten Qualifikation in Balve (8. bis 11. Juni) bekannt gegeben.

Danach folgt der Nationenpreis im Rahmen des CHIO Aachen (14. bis 23. Juli). Der hat mit der EM erst einmal nichts zu tun, aber Bundestrainerin Monica Theodorescu versichert: „Auch wenn das keine offizielle Sichtung ist, werden wir hier sicher hochkarätig vertreten sein.“ Schließlich ist Aachen auch für „die Großen“ traditionell die Generalprobe vor dem Championat der Saison.

Die U25-Generation wird allerdings noch eine weitere Sichtung im Anschluss bestreiten, ehe die Shortlist für die EM bekannt gegeben wird, in Verden vom 2. bis 6. August. Die Premiere der U25-EM hätte aus deutscher Sicht gar nicht besser laufen können. Drei Gold- und zwei Silbermedaillen waren die reiche Ausbeute. Zwei Goldmedaillen holte Sanneke Rothenberger auf Deveraux. Zweimal Silber kam von Florine Kienbaum. Zusammen mit Juliette Piotrowski und Nadine Husenbeth sicherten sie sich zudem den Mannschaftstitel, die dritte Goldmedaille.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.