Elf vorläufige Dopingsperren aufgehoben

Featurebild Dopingprobe

(© Julia Rau)

Zwei Dressur-, zwei Spring- und sieben Distanzpferde wurden auf verbotene Substanzen getestet, deren Reiter vorläufig gesperrt. Jetzt sind die Sperren aufgehoben

Der Weltreiterverband FEI bietet jedem vorläufig suspendiertem Reiter die Chance, vor dem FEI Tribunal die gefundenen Substanzen zu rechtfertigen und um eine Aufhebung der Sperre zu bitten. Die vier gesperrten Dressur- und Springreiter konnten beweisen, dass die gefundenen Substanzen durch kontaminiertes Futter ins Blut gelangt sind. Bei den Distanzpferden hingegen wurden die gefundenen Medikamente zwischenzeitlich von der Anti-Doping-Liste auf die Liste der kontrollierten Medikation verschoben.

Distanzfälle

Die sieben Distanzpferde waren zwischen Mitte November 2016 und Mitte Januar 2017 auf die Substanzen Koffein und/oder Paraxanthin getestet. Paraxanthin ist ebenso wie Koffein ein Aufputschmittel. Daraufhin wurden die Reiter der Pferde, sowie drei Trainer gesperrt. Nun hat die FEI entschieden, dass Paraxanthin von der Anti-Doping-Liste auf die der kontrollierten Medikation verschoben wird. Pferde, die auf Substanzen der Anti-Doping-Liste getestet werden, werden ausnahmslos gesperrt. Bei der kontrollierten Medikation handelt es sich um Substanzen, die in der Behandlung von Pferden Anwendung finden, sich aber bis zum Wettkampftag wieder abgebaut haben müssen.

Aufgehoben wurden die Sperren von sieben Reitern und drei Trainern:

Abdulla Ghanim Al Marri (UAE), drei seiner Pferde wurde auf positiv auf Paraxanthin getestet.
Khalifa Ghanim Al Marri (UAE), arbeitet als Trainer und drei Pferde, die er trainiert, sind positiv getestet worden.
Sh Rashid Dalmook Al Maktoum (UAE)
Mohd Ahmed Ali Al Subose (UAE), Trainer, ist ebenfalls in zwei Fälle verwickelt
Saeed Sultan Shames Al Maamri (UAE),
Ismail Mohd (UAE), Trainer, zwei positiv getestete Pferde
Sh Hamed Dalmook Al Maktoum (UAE),
Amy Louise McAuley (IRL)
Saeed Ahmad Jaber Al Harbi (UAE)
Ana Barbas (POR)

Substanz im Futter

Der Brasilianer Marlon Modolo Zanotelli und der Brite Henry Turrell sind im März bzw. Februar in Portugal beim CSI3* Vilamoura an den Start gegangen. Deren Pferde Sirene de la Motte und Blaze of Glory wurden dort positiv auf Spartein getestet. Es regt das Herz-Kreislauf-System sowie die Darmtätigkeit an und kommt in natürlicher Form in der Lupinenblüte vor, die in Portugal auf vielen Weiden wächst. Die Reiter konnten beweisen, dass die Pferde den Stoff über die Blüte aufgenommen haben.
Bei den Dressurpferden handelt es sich ebenso um eine Futterkontamination. Don Principe und Horizon, die Pferde der Amerikanerinnen Kaitlin Blythe und Adrienne Lyle, sind in Wellington (Florida) positiv auf Ractopamin getestet worden. Ractopamin sorgt für vergrößerte Muskelfasern und eine bessere Futterverwertung. Das Mittel findet in der Tiermast häufig Verwendung. In der EU ist es verboten, Tiere damit zu füttern. In den USA nicht.

Hier können alle derzeitigen Fälle eingesehen werden.

St.GEORG GRATIS LESEN!

Schnell, aktuell und auf einen Blick wissen, was Sache ist! Das bietet der
St.GEORG Newsletter. Jetzt abonnieren und Sie erhalten eine Ausgabe
St.GEORG als ePaper gratis - zum immer und überall lesen.