Die Piaff-Förderpreis Kandidaten 2020 und Chilly Jam mit neuer Reiterin

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Jil-Marielle Becks und Damon's Satelite, Sieger im Piaff-Förderpreis 2018. (© Stuttgart German Masters)

Wie jedes Jahr zu Beginn der Saison fand in Warendorf ein Auswahllehrgang für U25-Grand Prix-Reiter statt, aus dem dann die Teilnehmer für den Piaff-Förderpreis hervorgehen. Bestes Paar der abschließenden Trainingsprüfung waren ein bekanntes Pferd unter neuer Reiterin.

Dr. Dietrich Plewa, Elke Ebert und Dr. Evi Eisenhardt, drei Fünf-Sterne-Richter, saßen am Viereck, um die 28 aufstrebenden Talente mit 30 Pferden in einer Prüfungssituation zu begutachten, nachdem U25-Bundestrainer Sebastian Heinze und Bundestrainerin Monica Theodorescu sie schon in den Vortagen bei der Arbeit mit den Heimtrainerin beobachten konnten.

Bundestrainerin Monica Theodorescu kommentierte jeden Ritt, so dass alle Teilnehmer wertvolle Tipps für die Zukunft mit nach Hause nehmen konnten. Das meiste Lob in Form der höchsten Bewertung von gut 74 Prozent gab es für Anna-Louisa Fuchs, eine Schülerin von Reitmeisterin Dorothee Schneider.

Sie saß im Sattel eines Pferdes, das nicht nur in Deutschland gut bekannt ist: der in Bayern gezogenen, zehnjährigen Chilly Jam, einer Tochter des gerade verstorbenen Romanov. Chilly Jam war als Sechsjährige mit Aikje Fehl im Sattel Vierte beim Bundeschampionat geworden. Im Jahr darauf qualifizierte das Paar sich für die Weltmeisterschaften der jungen Dressurpferde und den Nürnberger Burg-Pokal. Doch am Finale nahmen sie nicht teil, weil Aikje Fehl den Stall wechselte und Chilly Jam in den Beritt von Alexandra Sessler überging. Mit ihr qualifizierte die Stute sich 2018 fürs Finale im Louisdor-Preis, wo sie Achte wurde. 2019 war sie gar nicht auf dem Turnier. Und nun ist sie wieder da und harmoniert offenbar ganz hervorragend mit ihrer neuen Reiterin, die erst seit kurzem im Sattel sitzt.

Noch ein neues Paar lieferte ebenfalls eine Bewertung von über 70 Prozent: Paulina Holzknecht auf dem von Borja Carrascosa ausgebildeten Ein Traum. Holzknecht ist ja schon hoch erfahren auf Championaten. Als Juniorin und Junge Reiterin gehörte sie mit Wells Fargo quasi zum EM-Establishment und gewann zahlreiche Medaillen. Mit Ein Traum („Träumchen“) soll sie nun den Schritt in Richtung Grand Prix machen.

Ebenfalls mehr als 70 Prozent gab es für Kristin Biermann auf Queensland, die auch schon im vergangenen Jahr dabei gewesen war. Von den 28 Reitern wurden nun folgende ausgewählt, die dieses Jahr im Piaff-Förderpreis an den Start gehen dürfen – zusätzlich zu den fünf Mitgliedern des U25-Bundeskaders, Anna-Christina Abbelen, Jil-Marielle Becks, Ann-Kathrin Lindner, Raphael Netz und Anna Magdalena Scheßl:

  • Biermann, Kristin (Essen/WES) mit Queensland
  • Evelyn Eger (Hagen a.T.W./WES) mit Whitley
  • Anna-Louisa Fuchs (Hirschberg/BAW) mit Chili Jam DSP
  • Paulina Holzknecht (Solingen/RHL) mit Ein Traum
  • Rebecca Horstmann (Ganderkesee/WES) mit Friend of Mine
  • Jessica Krieg (Heinsberg/RHL) mit Sergio Leone
  • Leonie Laier (Wiesloch/BAW) mit Seven Heaven
  • Lune Karolin Müller (Borchen/WEF) mit Seal
  • Joana Peterka (Mettmann/RHL) mit Davidoff ter Kwincke
  • Cathrina Rasch-Günther (München/BAY) mit Didgeridoo
  • Alexa Westendarp (Wallenhorst/WES) mit Der Prinz und Hickstedt

Los geht es mit dem Piaff-Förderpreis in Mannheim vom 1. bis 3. Mai. Dann folgen Wiesbaden (29. Mai bis 1. Juni), Bettenrode (8. bis 12. Juli) und Gut Ising (4. bis 6. September). Das Finale wird wie immer im Rahmen der Stuttgart German Masters ausgetragen, dieses Jahr vom 11. bis 15. November.

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