Dorothee Schneider: Über Quantum Vis MW und weitere Pläne für 2019

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Dorothee Schneider mit Quantum Vis MW beim ersten gemeinsamen Turnier in Ankum 2019. (© Equitaris/Becker)

Vor wenigen Tagen stellte die Mannschaftsolympiasiegerin und -weltmeisterin Dorothee Schneider in Ankum ein neues Pferd vor: Quantum Vis MW. Der Hengst ist kein Unbekannter in Deutschland. Im Gespräch mit St.GEORG berichtete Schneider über ihre Pläne mit ihm und weiteren Pferden.

Mit knapp 70 Prozent erreichte der zehnjährige Quantum Vis v. Quaterback-Gloster Platz drei in der Intermédiaire II von Ankum. Dorothee Schneider hat den Hannoveraner Hengst seit April 2018 bei sich im Stall. Sie hatte ihn von Matthias Bouten übernommen, als der aus der Selbstständigkeit in den Stall Meggle wechselte. Für Matthias Bouten war es ein Herzenswunsch, dass Dorothee Schneider den Hengst weiter ausbildet. Unter ihm war er 2017 Dritter beim Nürnberger Burg-Pokal Finale gewesen. Das war das letzte gemeinsame Turnier des Paares. Und des Pferdes. Nun meldete er sich in Ankum zurück und direkt in einer Prüfung mit Piaffe und Passage.

Dorothee Schneider über ihren Neuen: „Matthias hat ihn damals an mich vermittelt. Er soll hier jetzt für den Louisdor-Preis vorbereitet werden. Das ist das Saisonziel.“ Was den Hengst ausmacht? „Er ist ein richtiges Spaßmobil! Immer motiviert, manchmal auch ein bisschen hengstmäßig motiviert, aber immer leistungsbereit mit ganz viel Go. In der Prüfung wird er noch relativ heiß und er muss sich noch mehr schließen. Aber alles in allem hat er super Bewegungsmöglichkeiten!“

Quantum Vis steht übrigens immer noch im Besitz seiner Züchterin, Maja Wieczorek. Sie hat auch noch eine Schwester zu Quantum Vis, die sie von Krack C aus ihrer Stute Granada v. Gloster-Pikoer-Wendekreis-Waidmannsdank xx gezogen hat und selbst reitet.

Roman, der Extremsportler

Ein weiteres Pferd, das eventuell, aber nicht zwingend beim Louisdor-Preis an den Start gehen soll, ist der neunjährige Württemberger First Romance v. Fürst Romancier (aka „Roman“), überzeugender Sieger im Nürnberger Burg-Pokal 2018. Dorothee Schneider: „Roman ist ein extremer Sportler – mit vielen Ideen im Kopf.“ Dabei lacht sie ein bisschen. First Romance gehört zu der Sorte Pferd, bei denen man sich dreimal überlegt, ob er im Winter geschoren wird, weiß er doch sowieso schon nicht, wohin mit all seinem Temperament. „Er kann schon viele Grand Prix-Lektionen. Doch mit seinem so unfassbar starken Hinterbein muss das alles erstmal noch reifen. Er bekommt alle Zeit der Welt. Ob er nun zwei Monate früher oder später Grand Prix geht, spielt keine Rolle.“

Der Wallach gehört den Schwestern Gabriele Kippert und Eva-Maria Mann. Sie haben ihn fünfjährig für Dorothee Schneider erworben. Zuvor war der hübsche Braune schon unter Pieter van der Raadt erfolgreich gewesen und hatte unter anderem Rang vier beim Bundeschampionat der vierjährigen Reitpferde belegt.

Unter Dorothee Schneider avancierte Roman dann zum Seriensieger. Keine Prüfung in 2015 und 2016, die der Wallach nicht gewonnen hätte. 2017 ging er nicht auf dem Turnier, weil er sich auf dem Paddock verletzt hatte. 2018 meldete er sich zurück im Sport und das direkt mit einem Sieg in der schweren Klasse. Im weiteren Saisonverlauf waren die beiden unter anderem in der Kleinen Tour beim CHIO Aachen am Start, gewannen den Prix St. Georges und wurden Fünfte in der ersten Intermédiaire I des Wallachs. Das letzte Turnier war dann Frankfurt, Ergebnis siehe oben.

Comeback von Showtime

First Romances Mitbesitzerin Gabriele Kippert gehört auch Dorothee Schneiders Mannschaftsolympiasieger Showtime v. Sandro Hit. Der 13-jährige Hannoveraner war nach längerer Pause im vergangenen Jahr direkt beim CHIO Aachen wieder ins Turniergeschehen eingestiegen und hatte im Grand Prix der CDI-Tour Rang zwei hinter den späteren Weltmeisterinnen Isabell Werth und Bella Rose belegt. Doch vor dem Special hatte „Showi“ plötzlich ein dickes Bein und musste zurückgezogen werden.

Nun plant Dorothee Schneider ihn für diese Saison ein: „Er ist fit und motiviert. Ich werde ihn nun mal zum Training mit aufs Turnier nehmen und denke, im April soll er wieder an den Start gehen.“ Wo, das ist allerdings noch nicht fest eingeplant.

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