Heuberger nicht mehr bei Anabel Balkenhol – UPDATE: Heuberger bei Helgstrand

Heuberger-Balkenhol

Anabel Balkenhol, Heuberger und Christina Müller, die sich um "Herrn Berger" in den letzten Jahren gekümmert hat. (© privat)

Der Trakehner Hengst Heuberger steht nicht länger im Stall von Anabel Balkenhol. Die Besitzer, Familie Erdsiek vom Gestüt Webelsgrund, hat den Hengst gestern in Rosendahl abgeholt. „Herr Berger“ stand sechs Jahre lang bei den Balkenhols.

Am Donnerstag, 23. Mai, hat der Trakehner Hengst Heuberger den Stall von Anabel Balkenhol verlassen. Wie nun bekannt wurde, steht er zum Verkauf in Dänemark bei Andreas Helgstrand. Das berichtet Anabel Balkenhol.

Nach fünfeinhalb Jahren Ausbildung zogen die Besitzer damit einen Schlussstrich unter die gemeinsame Karriere von „Belli“ und „Herrn Berger“. Auf diesen Spitznamen hörte der braune Sohn des unter Hubertus Schmidt international erfolgreichen Imperio. „Heuberger stand schon länger zum Verkauf, ist bei uns auch ausprobiert worden, nur zu einem Abschluss ist es bis jetzt nicht gekommen“, sagte Anabel Balkenhol gegenüber St.GEORG-online.

Heuberger bei Balkenhols

Fünfeinhalb Jahre hat Anabel Balkenhol den Hengst ausgebildet. Er war siegreich bis Dressurpferdeprüfung Klasse M als sie ihn Anfang 2014 übernommen hatte. Noch im selben Jahr ging er seine erste S-Dressur auf dem Trakehner Bundesturnier, die er auch auf Anhieb gewann. 2015 war er hochplatziert im Finale des Nürnberger Burg-Pokals in Frankfurt. Seine ersten Starts auf S3*-Niveau datieren auf das Frühjahr 2016. Heuberger und Anabel Balkenhol gewannen die Intermédiaire A und B in Dortmund. Anschließend verließen sie auch die Intermédiaire II und den Kurz Grand Prix bei Horses and Dreams in Hagen als Sieger. Das Debütjahr in der großen Tour schloss das Paar als Sechste im Finale des Louisdor-Preises abermals in der Frankfurter Festhalle ab. Die Einlaufprüfung hatten sie gewonnen. Insgesamt wurde die Kombination 70 mal zur Siegerehrung auf S-Niveau gebeten. Dabei führten sie 24 mal die Ehrenrunde als siegendes Paar an.

Anabel Balkenhol und Heuberger zählten zum A-Kader und wurden 2019 im Perspektivkader gelistet. Das Paar war auch mehrfach in Aachen erfolgreich am Start.

„Ich vermisse seine morgendliche Begrüßung“, sagte Anabel Balkenhol. „Die Entscheidung der Besitzer ihn nicht länger bei uns im Stall zu lassen, muss ich akzeptieren. Ich hoffe nur, dass es Herrn Berger dort, wo er jetzt steht, gut hat – wo immer das auch sein mag.“

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Zuchthengst wie der Herr Papa

Der Kontakt zu Heuberger war über das Haupt- und Landgestüt Marbach entstanden als Anabel Balkenhol für kurze Zeit dort ihre Zelte aufgeschlagen hatte. Heuberger TSF, wie der offizielle Sportname des Trakehners lautet, stand dort als Pachthengst.

2009 war er beim Trakehner Hengstmarkt gekört und prämiert worden. 2010 und 2011 hatte er im Vergleich seiner Rassekollegen jeweils sehr gute Hengstleistungsprüfungen abgelegt. Seine Mutter Heublümchen v. Michelangelo geht auf die Familie der Hymne zurück. Aus der Urgroßmutter von Heuberger stammt der Hengst Heuriger, der 1994 in Den Haag unter Ellen Bontje mit der niederländischen Equipe die Mannschaftssilbermedaille gewann.

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