Jessica von Bredow-Werndl in Stockholm vier Prozent vor Cathrine Dufour

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Weiterhin unangefochten an der Spitze: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera (© Roland Thunholm/SIHS)

Ungeduldig angefangen, stark gewonnen: Jessica von Bredow-Werndl und Dalera haben in Stockholm den Grand Prix mit mehr als vier Prozent Abstand vor Cathrine Dufour und Bohemian gewonnen.

Mit einem deutlichen Sieg haben Dalera und Jessica von Bredow-Werndl in Stockholm das Feld des selbst ernannten Top 10-Turniers gewonnen. Dabei war der Beginn des Grand Prixs der beiden nicht von der Ruhe und Souveränität geprägt, wie gewohnt. Dalera war „an“, wollte nicht ganz still stehen so dass es für von Bredow-Werndl in Stockholm mit ungewohnt niedrigen Noten für das unruhige Stehen begann. Aber dann blieben die Fünfen dort, wo sie hingehören, hinterm Komma, und Dalera tanzte nach vorne. Viele Zehnen gab es für Piaffen, Passagen und die Übergänge. Auch unter einer Pirouette stand ein „ausgezeichnet“. Abzüge gab es lediglich für den versammelten Schritt.

Jessica von Bredow-Werndl in Stockholm eine Klasse für sich

Mit 79,196 Prozent setzte sich die Dänin Cathrine Dufour mit Bohemian auf Rang zwei hinter von Bredow-Werndl in Stockholm. Der Fuchs machte keine groben Fehler, in alle Lektionen rund um „Pi und Pa“ gab es vereinzelt Neunen. Aber in allem, was mit Grundgangarten und schwingendem Rücken zu tun hat, gehen die Noten zurück. In Trab- und Galoppverstärkung läuft der Westfale. Noten von 6,5 bis 7,5 (Trab) und 7,0 bis (eine) 8,0 (Galopp) zeigen, wo die Defizite des Bordeaux-Sohns liegen. In den Traversalen hingegen wusste er zu punkten.

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Das Top 10 Turnier, das eine schwedische Automarke sponsert, hatte einmal die Idee, die Top 10 der Weltrangliste in die schwedische Hauptstadt zu locken. Das klappte nur bedingt. Weder Isabell Werth (Vierte, Fünfte und Siebte) noch Charlotte Dujardin (GBR, Dritte) oder Edward Gal, (NED, Sechster) waren im Viereck dabei.

Der in Deutschland lebende Finne Henri Ruoste und Kontestro wurden Dritte. Ganz einig waren sich die Richter hier nicht. Die Platzziffern sieben (Magnus Ringmark, Schweden,76,978) bis zwei (Annette Fransen Iacobaeus, Schweden, 78,37) belegen das.

Der Schwede Patrik Kittel wurde mit dem Quaterback-Sohn Touchdown, neun Jahre jung, Vierter (75,978). Dahinter rangierten der Niederländer Hans Peter Minderhoud und Dream Boy (76,543) und die Dänin Carina Cassøe Krüth mit Danciera, die gerade in einem Interview rund um den Rücktritt der dänischen Nationaltrainerin Nathalie zu Sayn-Wittgenstein verkündet hatte, sie brauche zu Sayn-Wittgenstein nicht. Das Olympia-Paar kam in Stockholm auf 76,282 Prozent.

Enttäuschend war der Start der Niederländerin Dinja van Liere mit Hermes. Das Überraschungspaar aus Aachen hatte in der zweiten Piaffe einen Totalausfall. Da wollte der Easy Game-Sohn einfach nicht mehr. Nullen und Einsen waren die Folge.

Heute steht für Dalera und von Bredow-Werndl in Stockholm die Kür auf dem Programm. La La Land, was sonst. City of Stars …

Die Ergebnisse finden Sie hier.