Louisdor-Preis 2021: Destacado fällt aus, Feldrose rückt nach

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2020 holten Turnierleiter Matthias Alexander Rath und Destacado den Sieg im Burg-Pokal Finale. (© www.sportfotos-lafrentz.de)

Kein Heimspiel für den erst achtjährigen Destacado im Louisdor-Preis 2021. Matthias Alexander Rath hat den Hengst zurückgezogen. Dafür hat Emma Kanerva nun zwei Eisen im Feuer.

Matthias Alexander Rath erklärte: „Destacado ist nicht zu 100 Prozent fit. Aus Vorsicht wollen wir ihn deshalb nicht an den Start bringen.“ Der Desperados-Sohn hatte sich auf Gut Ising für das Louisdor-Preis Finale 2021 qualifiziert. Über 77 Prozent erhielt er dort, was ihn in den Kreis der Favoriten katapultiert hatte. Zudem findet das Finale ja nicht wie eigentlich geplant in der Frankfurter Festhalle statt, sondern bei Rath und Destacado zuhause, auf dem Gestüt Schafhof in Kronberg. Wie im vergangenen Jahr war die Ausweichlokalität der Pandemie geschuldet. Im vergangenen Jahr hatte der Hannoveraner Ex-Bundeschampion und -Vizeweltmeister bei seinem Heimspiel das Finale des Nürnberger Burg-Pokals gewonnen.

Auf die diesjährige Entscheidung der Nachwuchs-Grand Prix-Pferde hatte Matthias Alexander Rath Destacado gründlich vorbereitet. Mit seinen acht Jahren ist er schon elf S***-Prüfungen gegangen und hat auch schon in internationalen Grand Prix die ersten Schleifen geholt, in Crozet (FRA) und zuletzt auf dem Gestüt Blue Hors (DEN).

Feldrose nun im Finale

Schnell umdisponieren musste ob der neuen Situation die in Deutschland beheimatete Finnin Emma Kanerva. Mit ihrem Millennium-Sohn Mist of Titanium war sie bereits gesetzt für das Finale. Nun erfuhr sie gestern, als sie mit dem Oldenburger schon unterwegs gen Kronberg war, dass sie Feldrose auch reiten darf. Also wurde die Stute kurzerhand verladen und hinterher gefahren.

„Ich freue mich mich riesig. Wir haben alles hingekriegt und jetzt sind wir hier. Ich bin ganz schön aufgeregt, dass ich jetzt mit zwei Pferden im Louisdor-Preis Finale bin und ich bin mal gespannt, wie die beiden das machen.“

Von Mist of Titanium hält sie eine Menge: „Das ist ein ganz ganz tolles Pferd. Der war letztes Jahr auch schon hier im Finale vom Nürnberger Burg-Pokal. Wir hatten am Anfang ein paar Schwierigkeiten auf dieser Inter II, Kurz-Grand Prix-Tour. Aber jetzt hat er sich super entwickelt die letzten Monate. Ich kann kaum erwarten, dass wir starten können.“

Feldrose ist eine neunjährige Hannoveraner Stute v. Feuerspiel-Latimer aus der Zucht von Burhard Wahler vom Klosterhof Medingen und im Besitz von Kanervas langjährigem Förderer Gert Saborowski. Die Stute sei „ein bisschen unerfahrener“, so die Olympiareiterin. Da sei sie „ganz neugierig, wie sie das jetzt macht“.

Feldrose und Emma Kanerva sind schon lange ein Team. 2017 holten sie zusammen die erste Schleife in einer Dressurpferdeprüfung Klasse L. Damit hielten sie sich aber gar nicht lange auf. Nach einer Turnierpause 2018 folgten siebenjährig die ersten Starts und Platzierungen in Klasse S. Aber erst diesen Juli hatte Kanerva die Stute erstmals auf S***-Niveau präsentiert. Der erste Start war gleich die Louisdor-Qualifikation in Bettenrode, wo sie Vierte wurden. Es folgte ein zweiter Platz in der Intermédiaire II in Elmshorn und zuletzt Mitte September der erste Sieg in einem Kurz-Grand Prix in der Heimat der Stute, auf dem Klosterhof Medingen.