Ludwigsburg: Dorothee Schneider siegreich zum Burg-Pokal Auftakt, Peterka gewinnt U25-Tour

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Joana Peterka und Davidoff Ter Kwincke, hier bei den Deutschen Meisterschaften in Balve. (© von Korff)

Heute war Tag eins beim Dressurturnier in Ludwigsburg, und der war gleich ziemlich spannend.

Los ging’s heute morgen um acht Uhr mit der Intermédiaire II, der Vorbereitungsprüfung zur Piaff-Förderpreiswertung. Der Sieg ging an das EM-Ersatzpaar, Joana Peterka (24) und ihrem KWPN-Wallach Davidoff ter Kwincke (v. Wnyton), mit 71,789 Prozent. Über Rang zwei freute sich EM-Reserv-Duo Nummer zwei, Paulina Holzknecht mit Entertainer Win T v. Rousseau. Hier gab es 70,842 Prozent. Knapp geschlagen geben mussten sich Selina Söder und Zaire-E mit 70,816 Prozent. Selina übrigens mit frisch erworbenen Goldenem Reitabzeichen am Frack. Das war ihr vergangenes Wochenende beim „Wies’n Turnier“ in München verliehen worden.

Qualifikation zur Qualifikation

Ludwigsburg ist die letzte Möglichkeit, sich für das Finale des Nürnberger Burg-Pokals 2022 zu qualifizieren. Davon wird rege Gebrauch gemacht. 27 Paare hatten heute in der Einlaufprüfung ihr Kommen angekündigt, davon zogen allerdings zwei zurück (Luka Nina Hohmann/Fürst Rubin, Hayley Beresford/Javino S), drei gaben auf (Anna-Lisa Stotmeister/Best of Bond, Johanne Pauline von Danwitz/F-Type OLD), Anna-Christina Abbelen/Fürstin Tausendschön) und ein Paar schied aus (Isabell Werth/Zefirelli MT).

Von den rangierten Paaren waren die ersten Starter auch die Ersten auf der Ehrenrunde: Dorothee Schneider und der neunjährige Hannoveraner Wallach Quaterline v. Quaterback-Hotline aus der Zucht von Jens-Peter Timm und im Besitz des Gestüts Pramwaldhof GmbH. Mit 74,121 Prozent waren sie aus dem Viereck gekommen und das blieb bis zum Schluss eine Hausnummer, die kein anderes Paar überbieten konnte.

Allerdings waren Reitmeisterin Ingrid Klimke und ihr Freudentänzer zumindest bis zur Galopptour noch auf dem besten Weg, dem Siegerpaar den Rang abzulaufen. Doch nach teuren Balanceproblemen in der ersten (doppelt zählenden) Pirouette und einem kurz gesprungenen Wechsel im Anschluss gerieten die beiden notenmäßig ins Hintertreffen und konnten den Abstand trotz gelungenem Rest auch nicht mehr aufholen. 72,804 Prozent gaben die Richter schließlich für die Vorstellung. Das war exakt die gleiche Punktzahl, die es auch für Yara Reichert und Springbank II geworden war. Somit gab es zwei zweite Plätze.

Bemerkenswert war auch das Paar mit der drittbesten Bewertung von 72,731 Prozent, das aber in der Platzierung aufgrund der zwei zweiten Plätze auf dem vierten Rang landete: Charlott-Maria Schürmann und Dante’s Pearl. Drei der fünf Richter hatten Schürmann und die erst siebenjährige Dante Weltino-Tochter mit überragendem Bewegungspotenzial auf Rang eins: Janet Lee Foy (E), Tim Koch (H) und Nicole Nockemann (B). Die anderen beiden Kolleginnen, Katrina Wüst bei C und Maria Colliander bei M, hatten sie auf Rang acht und neun. Schaut man ins Protokoll, sieht man, dass die Kollegen in der Bewertung der einzelnen Lektionen gar nicht so weit auseinander lagen. Aber viele halbe Noten ergeben summiert Wertungsunterschiede zwischen 70 (Wüst) und 75,609 Prozent (Koch).

Prix St. Georges Nummer zwei

Die große Tour mit den Grand Prix-Prüfungen steht für morgen auf dem Programm. Heute gab es noch einen weiteren Prix St. Georges und der wurde zur Beute von Benjamin Werndl mit seiner Zukunftshoffnung, dem neunjährigen Rheinländer Discover. Der talentierte Fuchs v. Don Frederic, der nach seinem erfolgreichen Auftritt beim Reitpferde-Bundeschampionat 2017 (Bronze) seinen Weg über die Hofauktion seines Züchters Stephan Borgmann nach Aubenhausen fand, erhielt heute 73,323 Prozent.

Zweiter wurde der ebenfalls neunjährige Franziskus-Sohn Flashback mit Dorothee Schneider im Sattel und 72,530 Prozent auf der Tafel. Rang drei holten Birgit Wientzek Pläge und die achtjährige All at Once-Tochter Ascona mit genau 71 Prozent.

Alle Ergebnisse finden Sie hier.