Münster: Prix St. Georges an Annabel Frenzen und Imperius, Morricones S-Debüt

Frenzen-Imperius

Annabel Frenzen und Imperius im Frühjahr in München. (© Schreiner)

Annabel Frenzen und der Rheinländer Hengst Kiefferhof’s Imperius waren gleich erstes Pferd im Prix St. Georges für sieben- bis neunjährige Pferde beim K+K-Cup in Münster. Sie legten ein Ergebnis vor, das nicht mehr zu toppen war. Spannend waren aber auch die Ergebnisse dahinter.

Annabel Frenzen und der nun neunjährige Rheinländer Hengst v. Imperio aus einer Florestan-Mutter kamen mit 73,101 Prozent aus dem Viereck. Der Hengst, der in seiner Erscheinung seinen Vater nicht leugnen kann, überzeugte mit stabiler Anlehnung und großer Lektionssicherheit. Er hatte die Qualifikation für den Nürnberger Burg-Pokal nur knapp verpasst, war zuletzt Zweiter in Nürnberg gewesen. Dafür ließen sie heute ein Paar hinter sich, das in Frankfurt auf dem Treppchen stand. Dazu später.

Bundeschampion, Siegerhengst & Co.

Recht knapp geschlagen geben mussten sich Dorothee Schneider und der ebenfalls neunjährige Hannoveraner Smirnoff v. Sir Donnerhall-Florencio. Die beiden sind noch nicht allzu lange ein Team, haben zusammen erst ein Turnier bestritten, die Burg-Pokal Qualifikation in Schenefeld. Dort wurden sie zweimal Zweite. Smirnoff ist trotzdem alles andere als ein unbekanntes Pferd in Deutschland. 2015 wurde er unter Manuel Bammel Bundeschampion der fünfjährigen Dressurpferde. Bammel war es auch, der den hochbeinigen Braunen bis zur schweren Klasse gefördert hat und dort auch schon mehrfach siegreich war mit ihm. Nun sitzt also Dorothee Schneider in seinem Sattel und präsentierte ihn heute für 73,008 Prozent.

Noch ein Pferd mit Bundeschampionatserfahrung landete auf Rang drei: Nymphenburgs First Choice unter Ann-Christin Wienkamp. Die beiden kamen mit 72,602 Prozent aus dem Viereck. Als er 2016, damals fünfjährig beim Bundeschampionat Rang 16 belegt hatte, ging er noch unter Tessa Frank. Danach saß kurzzeitig Leif Hamberger in seinem Sattel, der ja aber nur kurz auf Gestüt Nymphenburg wirkte. Shereena Satzer stellte den Hannoveraner im vergangenen Jahr einige Male mit guten Platzierungen in der Klasse M vor, dann übernahm Ann-Christin Wienkamp. Die wagte sich sofort an die Klasse S heran und war mit dem damals Siebenjährigen bei fünf Auftritten zweimal Erste und dreimal Zweite. Auch heute gelang ihnen eine sehr ansprechende Prüfung.

Vierter wurde dahinter der Debütant der Prüfung, der erst siebenjährige einstige Oldenburger Siegerhengst Morricone v. Millennium mit Lena Waldmann im Sattel. Der lackschwarze Beau vom Gestüt Bonhomme erhielt 71,992 Prozent von den Richtern und konnte damit unter anderem den Burg-Pokal-Dritten von Frankfurt hinter sich lassen, Bluetooth v. Bordeaux unter Ingrid Klimke (71,748).

Alle Ergebnisse finden Sie hier.

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