Pferd international: Kein Weg führt vorbei an Dorothee Schneider

It’s was? Genau: It’s Showtime – der Sandro Hit-Sohn gewann unter Dorothee Schneider die Einlaufprüfung zur Louisdor Preis-Qualifikation

_MSU0473Muen Pf Int Showtime Schneider 5 15 PhMSchreiner (© Maximilian Schreiner)

Dorothee Schneider war am Auftakttag der Pferd International auf der Olympia-Reitanlage München-Riem in beiden Prüfungen, in denen sie mit ihren jungen Grand-Prix-Pferden an den Start ging, nicht zu schlagen: Siege für Showtime und St. Emilion.

 

Bereits als sechste der 21 Starter hatte sich die Dressurausbilderin aus Framersheim mit dem zehnjährigen westfälischen Rappwallach St. Emilion v. Sandro Hit- Ehrenwort in souveräner Weise in Szene und mit 73,840 Prozent an die Spitze gesetzt. Einmal mehr konnte die Mannschafts-Zweite der Olympischen Spiele von London unter Beweis stellen, dass sie mit dem schicken Rappwallach, der in diesem Jahr in seiner ersten internationalen Grand Prix-Saison geht, einen Aspiranten für zukünftige Championats-Mannschaften unter dem Sattel besitzt. Gleiches gilt auch für Isabell Werth mit dem über eine unglaubliche Gangmechanik verfügenden ‚Riesen’, dem elfjährigen Laurenti. Der Oldenburger Wallach v. Laurentio-Walldorf I, der eher dafür bekannt ist, noch nicht das allergrößte Herz zu besitzen, ließ sich als letzter Starter der Prüfung noch nicht einmal von einer Berührung mit einem plötzlich ins Viereck geflogenen Luftballon schrecken und am Anfang sah es durchaus noch so aus, als könnte er Schneiders Sieg gefährden. Zum Schluss der Prüfung ging ihm noch etwas die Puste aus und es wurde mit 70,82 Prozent Platz vier, aber eines ist schon jetzt sicher, mit Laurenti hat Isabell Werth neben Bella Rose ein zweites Pferd mit Ausblick auf Einzelmedaillen bei internationalen Championaten unter dem Sattel.

 

Diese Hoffnung macht sich auch der an zweiter Stelle platzierte US-Amerikaner Steffen Peters, der WM-Dritte von Kentucky 2010, mit der erst achtjährigen Rosamunde, einer rheinischen Stute v. Rock Forever-Fidermark, die mit ihrem trotz ihrer Jugend schon äußerst gelassenen, raumgreifenden starken Schritt besonders positiv auffiel, sich in der Piaffe schon fast etwas zu sehr setzt, aber großes Talent für Piaffe und Passage zeigt. Insgesamt muss sie noch ausgereifter werden, was allerdings angesichts ihres jugendlichen Alters auch nicht verwundert (72,240). Platz drei (71,78) ging an Jessica von Bredow-Werndl, die mit Unee BB gerade Dritte im Weltcup-Finale in Las Vegas geworden war, und die elfjährige KWPN-Stute Zaire, die sowohl De Niro- als auch Jazz-Blut in ihren Adern fließen hat.

Auf Platz fünf (70,56) ritt mit Allison Brock und dem 13-jährigen Hannoveraner Wallach Rosevelt v. Rotspon-Lauries Crusador xx ein weiteres Mitglied des in zahlen- wie qualitätsmäßig mit starker Besetzung angereisten US-Teams, mit dem US-Bundestrainer Robert Dover den Leistungsstandort seiner Reiter unter europäischen Bedingungen testen möchte.

Wie schon in der Nachwuchs-Grand-Prix-Tour in der Dortmunder Westfalenhalle im März, als sie beide Prüfungen gewinnen konnten, ging auch bei der Pferd International die Einlaufprüfung im Louisdor-Preis, der Serie für Nachwuchs-Grand-Prix-Pferde, an Dorothee Schneider und den neunjährigen, dunkelbraunen Hannoveraner Wallach Showtime v. Sandro Hit-Rotspon. Das Paar zeigte in der mit 74,737 gewonnenen Prüfung u.a. hervorragende Schritt- und Trabverstärkungen und gut gesetzte Piaffe-Passage-Reprisen. Auf den Plätzen zwei (69,658) und drei (69,132) folgten das bayerische Paar Victoria Michalke mit der neunjährigen Bayern-Stute Novia v. Stedinger-Alabaster und Hendrik Lochthowe mit dem gleichaltrigen KWPN-Hengst Meggle’s Boston v. Johnson-Partout.

Im Prix St. Georges der CDI-Tour gab es einen US-amerikanischen Doppelsieg durch Kimberly Herslow mit dem zehnjährigen Hannoveraner Wallach Rosmarin v. Rosentanz-Weltmeyer mit 71,158 Prozent und Sabine Schutt-Kerry mit dem ein Jahr jüngeren Hannoveraner Wallach Samceo v. San Remo-Ramiro’s Son II mit 69,021 Prozent.

Am Freitag gehen die Dressurprüfungen im Dressurstadion u.a. mit dem CDI5* Grand Prix der World Dressage Master Tour weiter.

Birgit Popp